STZ+STZ+Wohnen in Weinheim
: Traum von einer Villa mit Aussicht

Bauen im Bestand ist nachhaltig und ziemlich schick. Das zeigt der Umbau eines großzügigen Einfamilienhauses aus den 50er-Jahren in Weinheim.
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Der frühere Besitzer wollte die Villa aus den 1950ern abreißen und neu bauen, verkaufte sie dann aber. Die jetzigen Bewohner retteten das Haus. Die 12:43-Architekten aus Stuttgart schlugen vor, die geschlossene Giebelseite zu öffnen, so hat die fünfköpfige Familie nun einen freien Blick auf ihren Pool und die schöne Landschaft.

    Christina Kratzenberg/12:43 Architekten Stuttgart
  • Vorderansicht: Die Villa aus den 50er Jahren steht in einer gediegenen Halbhöhenlage in Weinheim, zwischen mal mehr mal weniger schönen Villen. Manche wurden abgerissen in dem Viertel, da entstehen nun luxuriöse Mehrfamilienhäuser, das Vogelzwitschern aus den Gärten mit den altem Baumbestand wird in diesen Tagen manchmal von Baulärm übertönt.

    Christina Kratzenberg
  • Von Baulärm aus der Nachbarschaft hört man hier aber nichts. Rückansicht des Gebäudes. Die Giebelseite ist nun verglast und man kann vom Erdgeschoss auf die Terrasse treten . . .

    Christina Kratzenberg
  • . . . vorher gab es hier im Wohnzimmer im Erdgeschoss nur Fenster, im ersten Stock einen kleinen Balkon. Dort ist nun das Elternschlafzimmer.

    12:43 Architekten Stuttgart
  • Blick von der Pool-Ebene hinauf aufs Haus mit der Terrasse. Die Wohnfläche beträgt 400 Quadratmeter, das Grundstück 1950 Quadratmeter.

    Christina Kratzenberg
  • Vor dem Umbau durch 12:43 Architekten aus Stuttgart war der Garten abschüssig. Nun führt eine Treppe zum Pool, von dort geht es dann weiter hinunter zu einem Obstgarten.

    12:43 Architekten
  • Die alte Terrasse wurde erneuert, Fenster und Schieferdach konnten erhalten werden.

    12:43 Architekten
  • Blick vom Poolhaus auf den zwölf Meter langen Swimmingpool, ein Naturpool, natürlich ohne Chlor. Am Ende des Pools, hier nicht sichtbar, ist eine Sauna und ein Whirlpool untergebracht.

    Christina Kratzenberg
  • Das Herz Hauses, ein achteckiger Raum, von hier aus geht es in die Zimmer. Die Rosette in dem Marmor wurde in Präzisionsarbeit in Italien gefertigt. Die Auswahl der Pflanzen besorgten die Architekten, die Lichtplanung stammt von Candela aus Stuttgart.

    Christina Kratzenberg
  • Wohnzimmer mit Sofalandschaft . . .

    Christina Kratzenberg
  • . . . und Kamin. Der Boden ist aus geseifter Eiche, im Fischgrätmuster verlegt. Vorher waren es mehrere kleine Räume . . .

    Christina Kratzenberg
  • . . . und die wurden zu einem großen Raum umgebaut. Blick vom Wohnzimmer in Richtung Esstisch (von den Architekten entworfen) und Küche.

    Christina Kratzenberg
  • Erster Stock, Giebelseite, vom Schlafzimmer blickt man auf den dunklen Badezimmerkubus und an der Außenwand weiße Einbaumöbel, unterm Dach lädt eine frei stehende Badewanne mit Messingarmaturen zur Entspannung ein.

    Christina Kratzenberg
  • Blick vom Schlafzimmer aus auf den Pool und die Landschaft. Die Leuchten sind aus Muranoglas.

    Christina Kratzenberg
  • Auch im Erdgeschoss gibt es ein Schlafzimmer, das zeigt auf den Garten auf der Vorderseite des Hauses – in sanftem Grün gehaltene Behaglichkeit.

    Christina Kratzenberg
  • Angrenzend an das grüne Schlafzimmer befindet sich ein Badezimmer mit bodengleicher Dusche und blauen Fliesen.

    Christina Kratzenberg
  • Gerade während Corona praktisch: Ein Arbeitsraum mit Einbaumöbeln, dahinter haben sich die Bauherren einen Yoga- und Gymnastikraum eingerichtet.

    Christina Kratzenberg
  • Die Stuttgarter Architekten und Geschäftsführer, Lars-Erik Prokop (li.) und Steffen Bucher von 12:43 Architekten in Stuttgart wurden für ihren glamourösen, doch dezenten Umbau des Hauses von einer Innenarchitektur-Jury ausgezeichnet und in dem Buch „Best of Interior“(Callwey Verlag) aufgenommen. Für den Umbau gab es zudem den German Design Award Special 2021. Die Jurybegründung: „Das offene Raumkonzept bringt die ursprüngliche Architektur wunderbar zur Geltung. Wertige Materialien und eine entsprechende aufs Wesentliche reduzierte Möblierung unterstreichen den exklusiven Eindruck. Toll ist auch das Spiel mit Kontrasten, um den Raum optisch zu zonieren.“

    12:43 Architekten
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