Aktuelle Umfragewerte von Donald Trump: US-Präsident wird immer unbeliebter

Donald Trumps Zustimmung in der Bevölkerung nimmt ab.
Julia Demaree Nikhinson/AP/dpaDie Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump fallen immer weiter. Aktuelle Umfragen zeigen, dass mittlerweile rund zwei Drittel der Amerikaner seine Amtsführung ablehnen. Besonders die Wirtschaftspolitik, die Inflation und der Krieg mit Iran belasten sein Ansehen. Auch unter seinen eigenen Wählern verliert Trump zunehmend an Rückhalt. Wenige Wochen vor den wichtigen Kongresswahlen im November ist das eine Herausforderung für die Republikaner.
Etwa Zweidrittel sind unzufrieden
US-Präsident Donald Trump steckt in einem anhaltenden Stimmungstief. Knapp 21 Monate nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus fällt die Bilanz der amerikanischen Bevölkerung zunehmend negativ aus. Das zeigen mehrere aktuelle Umfragen und die Auswertungen großer amerikanischer Medien.
Laut dem jüngsten CNN Poll of Polls vom 8. Oktober sind nur noch 33 Prozent der US-Amerikaner mit Trumps Amtsführung zufrieden. 66 Prozent lehnen sie dagegen ab. Der Saldo aus Zustimmung und Ablehnung liegt damit bei minus 33 Prozentpunkten.
Zu einem ähnlich negativen Ergebnis kommt das renommierte Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center. In einer Anfang Oktober durchgeführten Befragung äußerten sich lediglich 30 Prozent der Erwachsenen positiv über den Präsidenten. 68 Prozent waren unzufrieden. Es ist der niedrigste Zustimmungswert, den Pew seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit gemessen hat.
Andere Institute kommen auf etwas höhere Werte. In einer Umfrage von CBS News und YouGov erreichte Trump zuletzt 39 Prozent Zustimmung. Reuters/Ipsos ermittelte dagegen nur 32 Prozent. Trotz der unterschiedlichen Ergebnisse ist der übergreifende Befund eindeutig: Deutlich mehr Amerikaner lehnen Trumps Amtsführung ab, als sie unterstützen.
Trump verliert seit seinem Amtsantritt deutlich an Zustimmung
Besonders deutlich wird der Rückgang im langfristigen Vergleich. Als Trump im Januar 2025 seine zweite Amtszeit begann, konnte er zunächst noch auf eine wesentlich breitere Unterstützung zählen.
In der ersten Pew-Erhebung seiner neuen Amtszeit im Februar 2025 lag seine Zustimmung bei 47 Prozent. Im Herbst desselben Jahres waren es nur noch rund 40 Prozent. Im Januar 2026 fiel der Wert auf 37 Prozent und im Juli auf 34 Prozent. Anfang Oktober erreichte er schließlich nur noch 30 Prozent.
Damit hat Trump innerhalb von rund 20 Monaten 17 Prozentpunkte an Zustimmung verloren.
Seine Popularität liegt inzwischen nahezu auf dem Niveau vom Ende seiner ersten Präsidentschaft. Im Januar 2021, nach dem Sturm auf das US-Kapitol, hatte Pew lediglich 29 Prozent Zustimmung gemessen.
Auch die laufenden Umfrageanalysen bestätigen die negative Entwicklung. Das von US-Statistiker Nate Silver betriebene Silver Bulletin weist am 12. Oktober eine Netto-Zustimmung von minus 22,4 Prozentpunkten aus. Wenige Tage zuvor war der Wert zeitweise auf minus 23,5 Punkte gefallen.
Dass die Ergebnisse von CNN, Pew und Silver Bulletin voneinander abweichen, liegt unter anderem an unterschiedlichen Erhebungsmethoden und Berechnungsmodellen. Während CNN ausgewählte nationale Umfragen unter Erwachsenen mittelt, berücksichtigt Silver Bulletin eine größere Zahl von Erhebungen und gewichtet diese nach verschiedenen Qualitätskriterien.
Wirtschaft und Inflation werden für Trump zum Problem
Besonders kritisch beurteilen die Amerikaner inzwischen Trumps Umgang mit der Wirtschaft. Dabei hatte der Republikaner im Präsidentschaftswahlkampf 2024 vor allem mit dem Versprechen geworben, die Lebenshaltungskosten zu senken und die amerikanische Wirtschaft zu stärken.
Die jüngsten Umfrageergebnisse zeigen jedoch erhebliche Unzufriedenheit.
Laut einer Erhebung von Financial Times und Focaldata, die vom 2. bis 4. Oktober unter 2.275 registrierten Wählern durchgeführt wurde, sind nur noch 25 Prozent mit Trumps Wirtschaftspolitik zufrieden. Seinen Umgang mit der Inflation bewerten sogar lediglich rund 20 Prozent positiv.
Noch deutlicher fällt das Bild beim Silver Bulletin aus. Dort liegt die Netto-Zustimmung zu Trumps Wirtschaftspolitik bei minus 29,9 Prozentpunkten. Bei der Handelspolitik und den Zöllen beträgt sie minus 28,7 Punkte. Besonders negativ wird sein Umgang mit der Inflation bewertet: Hier erreicht Trump einen Saldo von minus 47,5 Prozentpunkten.
Die steigenden Lebenshaltungskosten und die Entwicklung der Energiepreise spielen dabei eine wichtige Rolle. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Folgen des Krieges mit Iran.
Auch der Konflikt selbst stößt in der amerikanischen Bevölkerung auf erhebliche Skepsis. Laut der FT/Focaldata-Umfrage unterstützt weniger als ein Viertel der Befragten Trumps Umgang mit Iran.
Die Zahlen zeigen, dass die Unzufriedenheit mit dem Präsidenten bei zentralen politischen Themen noch ausgeprägter ist als bei der Gesamtbewertung seiner Amtsführung.
Selbst unter seinen eigenen Wählern bröckelt die Unterstützung
Für Trump dürfte vor allem eine andere Entwicklung politisch relevant sein: Der Rückhalt unter den Amerikanern, die ihn bei der Präsidentschaftswahl 2024 gewählt haben, nimmt spürbar ab.
Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit unterstützten laut Pew Research Center noch 95 Prozent seiner damaligen Wähler seine Amtsführung. Im Oktober 2026 sind es nur noch 67 Prozent. Gleichzeitig erklären inzwischen 31 Prozent dieser Wähler, mit seiner Arbeit als Präsident unzufrieden zu sein.
Besonders ausgeprägt ist der Rückgang unter jüngeren Trump-Wählern. In der Altersgruppe von 19 bis 34 Jahren unterstützen nur noch 49 Prozent den Präsidenten. Unter seinen hispanischen Wählern liegt die Zustimmung bei 57 Prozent.
Bei älteren Trump-Wählern fällt die Unterstützung deutlich höher aus. Unter den mindestens 50-Jährigen befürworten weiterhin 76 Prozent seine Amtsführung.
Die Zahlen verdeutlichen, dass sich die Unzufriedenheit längst nicht mehr auf Anhänger der Demokratischen Partei beschränkt. Auch ein Teil der Menschen, die Trump vor zwei Jahren ins Weiße Haus gewählt haben, bewertet seine Regierungsarbeit inzwischen kritisch.
Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, dass diese Wähler bei den kommenden Wahlen die Demokraten unterstützen werden. In der FT/Focaldata-Befragung gaben rund 80 Prozent der Trump-Wähler von 2024 an, weiterhin für den republikanischen Kandidaten in ihrem Wahlkreis stimmen zu wollen.
Schlechte Umfragewerte vor den Kongresswahlen
Die Entwicklung kommt für die Republikaner zu einem politisch entscheidenden Zeitpunkt. Am 3. November finden in den USA die sogenannten Midterm-Wahlen statt. Dabei werden sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie rund ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben.
Die Wahlen entscheiden damit auch darüber, welche politischen Mehrheiten Trump während der verbleibenden zwei Jahre seiner Präsidentschaft zur Verfügung stehen.
Wie stark der Präsident die Wahlentscheidung beeinflusst, zeigt eine weitere Auswertung des Pew Research Center. Demnach betrachten 44 Prozent der registrierten Wähler ihre Stimme bei den Kongresswahlen ausdrücklich als eine Stimme gegen Trump. Lediglich 19 Prozent verstehen ihre Wahlentscheidung als Unterstützung für den Präsidenten. Für 36 Prozent spielt Trump dabei keine entscheidende Rolle.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Unzufriedenheit mit dem Präsidenten auch bei den Kongresswahlen eine bedeutende Rolle spielen kann.
Ein unmittelbarer Schluss auf die spätere Sitzverteilung ist allerdings nicht möglich. Dafür sind insbesondere die Ergebnisse in den einzelnen Wahlkreisen und Bundesstaaten entscheidend. Auch die Wahlbeteiligung dürfte eine wichtige Rolle spielen.

