Ausschreitungen in Frankreich: Macron zu Gewaltexzessen: „Wir alle empfinden Wut und Scham“

Emmanuel Macron verurteilt die Ausschreitungen in Frankreich und kündigt Konsequenzen an (Archivfoto).
LUDOVIC MARIN/afp- Macron verurteilt „ungezügelte“ Gewalt bei Protesten und kündigt Konsequenzen an.
- Er trennt legitime Forderungen von Tätern, die zerstörten und plünderten.
- Polizei-Vorgehen soll geprüft werden – der Präsident verspricht volle Transparenz.
- Verantwortliche will er mit voller Härte des Gesetzes verfolgen.
- Landweite Ausschreitungen: Plünderungen, Brände und Straßenschlachten bei Protesttag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die „ungezügelte“ Gewalt am Rande eines nationalen Protesttages verurteilt. Die Ausschreitungen seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte Macron am Sonntagabend mit Blick auf die Gewaltexzesse des Vortages. „Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham.“ Der Präsident rief zugleich dazu auf, Demonstranten mit „legitimen Forderungen“ nicht mit denjenigen zu verwechseln, „die zerstört, zertrümmert und geplündert haben“.
„Es ist unerträglich, die Straßen unserer Städte derart verwüstet zu sehen“, sagte Macron in einer Fernsehansprache. Die Verantwortlichen würden mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt. Der Präsident versicherte zugleich, dass auch das von vielen als zu hart angesehene Vorgehen von Polizei und Sicherheitskräften genau untersucht werden solle. „Es wird volle Transparenz geben.“
In ganz Frankreich war es am Samstag zu massiver Gewalt gekommen. Geschäfte wurden geplündert, Gebäude und Fahrzeuge gingen in Flammen auf, Demonstranten lieferten sich erbitterte Straßenschlachten mit der Polizei.
Zu der Gewalt kam es am Rande eines Protesttages gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem. An den Aktionen nahmen landesweit nach Regierungsangaben rund 550.000 Menschen teil, die Organisatoren sprachen von rund 800.000 Demonstranten.