Bündnis Sahra Wagenknecht: Warum hat das BSW einen neuen Namen?

Neues Logo und neuer Name für das BSW.
Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche VernunftSeit dem 1. Oktober 2026 steht BSW offiziell nicht mehr für „Bündnis Sahra Wagenknecht“, sondern für „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“. Die Partei setzt damit einen Beschluss um, den ihre Delegierten bereits Ende 2025 gefasst hatten.
Warum heißt das BSW nicht mehr „Bündnis Sahra Wagenknecht“?
Nach Darstellung der Partei war von Beginn an vorgesehen, den Namen der Parteigründerin Sahra Wagenknecht später aus dem Parteinamen zu streichen. Bei der Gründung im Jahr 2024 sollte ihr hoher Bekanntheitsgrad dabei helfen, die neue politische Kraft schnell bekannt zu machen. Eine Umbenennung sei geplant gewesen, sobald sich das BSW mit einem eigenen politischen Profil etabliert habe.
Mit dem neuen Namen soll nun stärker hervorgehoben werden, für welche politischen Schwerpunkte das BSW nach eigenem Verständnis steht. „Soziale Gerechtigkeit“ und „wirtschaftliche Vernunft“ zählen zu den zentralen Begriffen, mit denen die Partei ihr Programm beschreibt. Das bekannte Kürzel BSW bleibt dabei erhalten.
Wann wurde die Umbenennung beschlossen?
Beschlossen wurde der neue Name beim dritten Bundesparteitag des BSW am 7. Dezember 2025 in Magdeburg. Nach Angaben der Partei stimmte eine große Mehrheit der Delegierten für „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“. Als Alternativen standen auch die Namen „Bürger schaffen Wandel“ und „Bündnis Sozialer Weg“ zur Abstimmung, erhielten aber deutlich weniger Stimmen.
Auf dem Parteitag wurde zudem ein neues BSW-Logo vorgestellt.
Warum erfolgte die Umbenennung erst im Oktober 2026?
Obwohl die Entscheidung bereits Ende 2025 gefallen war, trat die Namensänderung erst am 1. Oktober 2026 offiziell in Kraft. Als Grund nennt das BSW rechtliche Vorgaben im Zusammenhang mit mehreren Wahlen im Jahr 2026.
Nach Angaben der Partei hätte eine sofortige Namensänderung dazu führen können, dass bereits aufgestellte oder gewählte Listen für bevorstehende Landtags- und Kommunalwahlen ihre Gültigkeit verlieren. Betroffen waren demnach unter anderem die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sowie Kommunalwahlen in Bayern, Hessen und Niedersachsen.
Deshalb blieb der bisherige Parteiname zunächst bestehen und wurde erst nach diesen Wahlterminen offiziell ersetzt.
