Bundesweite Einschränkungen
: Bericht: Praxen schicken Patienten wegen fehlender Mittel heim

Aufgrund anhaltender Medikamentenknappheit sind die Praxen offenbar zunehmend gezwungen, Patientinnen und Patienten unbehandelt nach Hause zu schicken. Die Hintergründe.
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red/KNA
Stuttgart
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Eine Mitarbeiterin sucht rezeptpflichtige Medikamente aus einem Apothekenschrank einer Apotheke. Bundesweit gibt es Medikamentenmangel in Arztpraxen (Symbolfoto).

dpa/Jens Büttner

Wegen eines anhaltenden Medikamentenmangels müssen Praxen offenbar zunehmend Patientinnen und Patienten ohne Behandlung nach Hause schicken. „Derzeit gibt es bundesweit in den Arztpraxen Versorgungseinschränkungen wegen der Lieferengpässe für Kochsalzlösung. Ärzte müssen Patienten nach Hause schicken, weil sie keine Kochsalzlösung zur Verfügung haben und die Patienten nicht behandeln können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der „Bild“-Zeitung (Samstag).

Er sprach von einem „gesundheitspolitischen Armutszeugnis“ und meint, dass die Medikamentenversorgung in Deutschland aktuell „auf dem Stand eines Dritten-Welt-Landes“ sei. Auch in den Krankenhäusern drohen dem Bericht zufolge Engpässe. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, sagte, Kliniken erhielten derzeit nicht die kompletten Mengen an Spül- und Infusionslösungen. Noch könnten aber alle Patientinnen und Patienten gut versorgt werden.

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