Nach Anschlag auf CSD in Berlin
: Tatverdächtiger getötet – er soll Polizisten angegriffen haben

Eine Tote, 29 Verletzte: Der Berliner CSD endet mit einem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag. Der Tatverdächtige stirbt bei einem Polizeieinsatz – zu dem es nun mehr Details gibt.
Von
dpa/red
Berlin
Auto fährt in Menschenmenge - CSD abgebrochen: 26.07.2026, Berlin: Polizisten laufen an einem Wagen, der in einen Baum gefahren ist an. Am Rande des Christopher Street Day in Berlin war das Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde eine Frau getötet, 16 weitere Menschen verletzt, zum Teil schwer. (zu dpa: «Mutmaßlicher Täter nach CSD-Anschlag getötet») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Polizisten am Tatort in Berlin.

Fabian Sommer/dpa
  • Verdächtiger nach mutmaßlich islamistischem Anschlag am Rand des CSD in Berlin getötet.
  • Die Senatsinnenverwaltung bestätigte den Tod bei einem Polizeieinsatz.
  • Mehrere Medien hatten zuvor über den Einsatz und den Tod berichtet.
  • Fotos zeigen Polizisten am Tatort in Berlin – die dpa lieferte die Aufnahme.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das bestätigte die Senatsinnenverwaltung, auch die Berliner Polizei bestätigte die Nachricht auf X. Demnach konnte der Tatverdächtige in einer Kleintieranlage im Großen Tiergarten im Berliner Stadtteil Spandau lokalisiert werden.

Beim folgenden Polizeieinsatz soll er sich den Beamten mit einer Stichwaffe genähert haben, woraufhin diese ihre Schusswaffen einsetzten. Der Mann verstarb demnach trotz sofortiger Reanimationsversuche.

Eine Tote und 29 Verletzte bei Anschlag

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Ihr Zustand ist nach Angaben der Polizei vom Nachmittag nicht mehr lebensbedrohlich. Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin.

Der Berliner Generalstaatsanwaltschaft zufolge hatte sich der Tatverdächtige in den vergangenen Monaten radikalisiert und 2025 mehrmals versucht, sich im Ausland der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen. Im Mai wurde er demnach zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein. Der Mann war deutscher Staatsbürger und hatte einen libanesischen Hintergrund.