Entwicklung von Drohnen: Schweden und Deutschland wollen Zusammenarbeit bei Luftverteidigung vertiefen

Schweden und Deutschland wollen bei der Luftverteidigung enger zusammenarbeiten (Archivfoto).
Harald Tittel/dpa- Schweden und Deutschland wollen bei der Luftverteidigung enger kooperieren.
- Minister Pistorius und Pal Jonson unterzeichneten eine Absichtserklärung in Ankara.
- Geprüft wird eine gemeinsame Entwicklung unbemannter Systeme wie Drohnen.
- Deutschland zeigte Interesse am Gripen-Kampfflugzeugsystem des Konzerns Saab.
- Jonson betont Schwedens Fähigkeit zur Entwicklung neuer Kampfjets – neben Frankreich.
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Schweden will die Zusammenarbeit mit Deutschland im Bereich der Luftverteidigung ausbauen, darunter die Entwicklung von Drohnen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und er hätten während des Nato-Gipfels in Ankara eine „Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung“ unterzeichnet, erklärte der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson am Mittwoch vor Journalisten in der türkischen Hauptstadt.
„Wir prüfen beispielsweise, ob Schweden und Deutschland ihre Zusammenarbeit im Bereich unbemannter Systeme vertiefen könnten“, sagte Jonson. Deutschland sowie andere Länder hätten zudem Interesse am Kampfflugzeugsystem Gripen des schwedischen Rüstungskonzerns Saab gezeigt.
Kampfjet-Kompetenz aus Schweden
Das komme daher, dass Schweden – gemeinsam mit Frankreich – eines der nur zwei europäischen Länder mit Fähigkeiten zur Produktion und Entwicklung neuer Kampfjets sei, betonte der Minister.
Ende Juni hatte die Ukraine einen Vertrag mit Schweden über den Kauf von 16 der neuen Kampfflugzeuge vom Typ Gripen E unterzeichnet.