Erneute Demonstrationen
: Generalstreik und Proteste für höhere Löhne in Frankreich

Auf den Straßen formieren sich Protestzüge, die Gewerkschaften verlangen mehr Geld: Sowohl der Mindestlohn als auch die übrigen Gehälter in Frankreich sollen angehoben werden, lautet die Forderung.
Von
dpa
Paris
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Demonstranten ziehen bei einer Demonstration für höhere Löhne und zur Unterstützung der Protestbewegung der Schüler durch die Straßen.

Laurent Cipriani/AP/dpa
  • Frankreichs Gewerkschaften mobilisieren Massenproteste und einen Generalstreik.
  • Ziel ist eine kräftige Erhöhung des Mindestlohns und weiterer Gehälter.
  • CFDT-Chefin Marylise Léon verlangt 100 Euro netto mehr pro Monat.
  • CGT-Chefin Sophie Binet nennt Frankreich ein Niedriglohnland – mehr als 0,6 Prozent nötig.
  • FO-Chef Frédéric Souilllot fordert 2.000 Euro brutto, aktuell 12,31 Euro pro Stunde.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mit Massenprotesten auf den Straßen und einem Generalstreik wollen Frankreichs Gewerkschaften die Regierung zu einer kräftigen Erhöhung des Mindestlohns treiben. Während sich an einem landesweiten Protesttag in etlichen Großstädten bereits Demonstrationszüge formierten, forderte die Chefin der Gewerkschaft CFDT, Marylise Léon, im Interview des Senders BFMTV eine Erhöhung um 100 Euro netto pro Monat. Die Menschen müssten von ihrer Arbeit würdig leben können.

Die Generalsekretärin der Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, lobte zwar die Ankündigung der Regierung, den Mindestlohn über die im Januar 2027 ohnehin anstehende Erhöhung weiter anheben zu wollen. Allerdings sei es nicht mit einer zusätzlichen Erhöhung um 0,5 oder 0,6 Prozent getan. „Frankreich ist das europäische Land, in dem der Mindestlohn in den letzten zehn Jahren am wenigsten gestiegen ist. Wir sind mittlerweile ein Niedriglohnland“, sagte Binet dem Sender LCI. Auch die übrigen Löhne müssten angehoben werden.

Mindestlohn soll auf 2000 Euro pro Monat steigen

Der Chef der Gewerkschaft Force ouvrière (FO), Frédéric Souilllot, hatte im Interview der Zeitung „La Tribune“ am Sonntag bereits eine Anhebung des Mindestlohns auf 2.000 Euro brutto im Monat gefordert.

Der Mindestlohn pro Stunde liegt in Frankreich derzeit bei 12,31 Euro brutto. In Deutschland sind es derzeit 13,90 Euro und von Januar an 14,60 Euro. Ein zum Mindestlohn Beschäftigter in Frankreich kommt bei einer 35-Stunden-Woche auf rund 1.867 Euro brutto, in Deutschland sind es etwa 2.343 Euro brutto.