Futtermangel in der Landwirtschaft: Öko-Verbände gründen „Taskforce Dürre“

Auf manchen Bauernhöfen wird wegen der anhaltenden Trockenheit das Futter knapp. (Symbolbild)
Marijan Murat/dpa- Öko-Verbände bilden „Taskforce Dürre“ – Ziel ist Hilfe bei knappen Bio-Futtermitteln.
- Beteiligt sind Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecoland, GÄA, Naturland und Ökohöfe.
- Bundesweite Vermittlung: Futter aus Deutschland und Italien für trockene Regionen.
- Fokus liegt auf schnellen Lieferungen an stark betroffene Grünland- und Milchviehbetriebe.
- Experte warnt: Wintervorräte werden teils genutzt, Zukauffutter ist knapp oder zu teuer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Angesichts der angespannten Futtermittelsituation infolge anhaltender Dürre in manchen Regionen Deutschlands haben sich mehrere Öko-Anbauverbände zu einer gemeinsamen „Taskforce Dürre“ zusammengeschlossen. Ziel sei es, Bio-Betriebe bei der Suche nach verfügbaren Futtermitteln zu unterstützen, teilten die Verbände mit.
Beteiligt sind Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecoland, GÄA, Naturland und der Verbund Ökohöfe. Im Mittelpunkt steht den Angaben zufolge die bundesweite und verbandsübergreifende Vermittlung von Bio-Futtermitteln. Dabei sollen Betriebe in besonders von der Trockenheit betroffenen Regionen mit verfügbaren Futterressourcen in Deutschland und Italien zusammengebracht werden. So sollen vorhandene Futtermittel möglichst schnell dorthin gelangen, wo sie dringend benötigt werden.
„Die Futterknappheit ist derzeit vor allem regional, für einzelne Betriebe aber bereits existenziell“, sagte Til Feike vom Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Kleinmachnow. Strukturell werde das Problem, wenn sich Extremjahre häuften und die Vorräte zwischen den Jahren nicht mehr aufgefüllt werden könnten. Besonders betroffen seien Grünland- und Milchviehbetriebe. „Kritisch wird es, wenn bereits jetzt Wintervorräte verfüttert werden und Zukauffutter knapp oder zu teuer ist“, betonte Feike.