Gazastreifen: UN: Israel schränkt Ackerbaufläche in Gaza weiter ein

Im von Israel umkämpften Gazastreifen sind nur noch 3 Prozent der landwirtschaftlichen Anbauflächen zugänglich und unbeschädigt (Archivfoto).
OMAR AL-QATTAA/afp- FAO meldet: In Gaza sind nur noch 3 Prozent der Anbauflächen zugänglich und unbeschädigt.
- Satellitendaten zeigen 448 Hektar nutzbares Ackerland für knapp zwei Millionen Menschen.
- Hauptgrund laut FAO ist das Vorrücken der Gelben Linie seit der Waffenstillstandsvereinbarung.
- In Rafah sind 97,2 Prozent der Felder und 98,4 Prozent der Gewächshäuser militärisch gesperrt.
- FAO kritisiert zusätzlich Einfuhrbeschränkungen für Saatgut, Dünger, Bewässerung und Treibstoff.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im von Israel umkämpften Gazastreifen sind nur noch 3 Prozent der landwirtschaftlichen Anbauflächen zugänglich und unbeschädigt. Das teilte die Welternährungsorganisation FAO nach Auswertung von Satellitendaten am Dienstag in Rom mit. Demnach stehen für die knapp zwei Millionen palästinensischen Einwohner nur noch 448 Hektar Ackerland zur Verfügung.
Hauptgrund für den Rückgang sei, dass die israelischen Besatzungstruppen die sogenannte Gelbe Linie, die das von Israel kontrollierte Gebiet abtrennt, seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 vorgeschoben hätten, hieß es. So seien im Gebiet von Rafah 97,2 Prozent der Anbauflächen und 98,4 Prozent der Gewächshausflächen aufgrund militärischer Sperren nicht zugänglich.
Raum für Nahrungserzeugung schwindet
Rein Paulsen, Direktor des FAO-Büros für Notlagen, sagte, selbst dort, wo die landwirtschaftlichen Anlagen intakt geblieben seien, schränkten die Zugangsbehinderungen den Raum für Nahrungsmittelproduktion weiter ein. Damit schwänden die Chancen auf eine Wiederherstellung der lokalen Versorgung. Außerdem begrenzt Israel laut FAO die Einfuhr wichtiger Güter für Landwirtschaftsbetriebe wie Saatgut, Dünger, Bewässerungsgeräte und Treibstoff.
Gegen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu liegt bereits ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen des Einsatzes von Hunger als Kriegswaffe vor. Bei dem Tatbestand handelt es sich um ein Kriegsverbrechen. Gemeinsam mit Netanjahu werden auch dem früheren Verteidigungsminister Yoav Galant Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Gazastreifen vorgeworfen.
