Hitze und Trockenheit: Deutsche Obstbauern erwarten nur mittelmäßige Ernte

Die deutschen Obstbauern erwarten in diesem Jahr eine mittelmäßige Ernte (Symbolfoto).
Heike Lyding/epd- Obstbauern erwarten dieses Jahr nur eine mittelmäßige Ernte in Deutschland.
- Die Apfelernte bleibt unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt – Hitze und Trockenheit belasten.
- Erwartet werden rund 934.000 Tonnen Äpfel, deutlich weniger als im Vorjahr.
- Baden-Württemberg und Niedersachsen tragen den Großteil der Apfelernte.
- Pflaumen- und Zwetschgenmenge liegt leicht über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Hitzeperioden und Trockenheit: Die deutschen Obstbauern erwarten in diesem Jahr eine mittelmäßige Ernte. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, bleibt die Apfelernte unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Pflaumen- und Zwetschgenernte wird dagegen vermutlich leicht höher werden als im Zehn-Jahres-Durchschnitt.
Konkret erwarten die deutschen Obstbaubetriebe 2026 eine Apfelernte von rund 934.000 Tonnen. Damit werden voraussichtlich 52.900 Tonnen oder 5,4 Prozent weniger Äpfel geerntet als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204.000 Tonnen beziehungsweise 17,9 Prozent unterschritten.
Äpfel sind das meistgeerntete Baumobst
Äpfel bleiben damit auch 2026 das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Sie werden bundesweit auf einer Fläche von 32.700 Hektar angebaut. Grund für die verhaltene Ernteprognose sind nach Angaben der Statistiker wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer. Dadurch fielen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, blieben sehr klein oder wiesen Schäden durch Sonnenbrand auf.
Die erwartete Apfelernte wird vor allem durch die bedeutendsten Anbauländer Baden-Württemberg und Niedersachsen getragen. Sie vereinen 61,1 Prozent der Apfelanbaufläche in Deutschland und erzeugen zwei Drittel der heimischen Äpfel (66,6 Prozent).
Pflaumen und Zwetschgen
Die Pflaumen- und Zwetschgenernte wird in diesem Jahr nach der vorläufigen Schätzung vom Juli mit gut 49.300 Tonnen voraussichtlich um 5100 Tonnen (plus 11,5 Prozent) höher ausfallen als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Im Vergleich zum besonders ertragreichen Vorjahr liegt die erwartete Ernte etwa 3,9 Prozent niedriger.
In Baden-Württemberg, dem bedeutendsten Bundesland für den Pflaumen- und Zwetschgenanbau, wird auf 1700 Hektar Anbaufläche eine besonders gute Pflaumen- und Zwetschgenernte von rund 24.100 Tonnen erwartet. Dies entspricht einem Plus von 37,8 Prozent gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt. In Rheinland-Pfalz, dem zweitgrößten Anbauland mit rund 900 Hektar Anbaufläche, fällt die diesjährige Ernteprognose hingegen mit 9900 Tonnen unterdurchschnittlich aus und liegt 7,7 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt.
