Katie Zacharia & Co.: Die kurz- und langlebigsten Sprecher im Weißen Haus

Der frühere Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci machte 2017 im Weißen Haus von sich reden.
SAUL LOEB/AFP- Ultra-kurzer Einsatz im Weißen Haus: Katie Zacharia war nur wenige Tage Sprecherin.
- Medien berichten über Start am 12. Oktober 2026 und ein „Feuern“ am 16. Oktober.
- Unklar bleibt der genaue Abgang, doch Trump braucht erneut neues Personal.
- Scaramucci sorgte 2017 als Kommunikationsdirektor nach elf Kalendertagen für Abgang.
- Rekorde: Stephen Early blieb 12 Jahre bei Roosevelt, Hagerty 8 Jahre bei Eisenhower.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein paar Wochen am Rednerpult – oder zwölf Jahre an der Seite des Präsidenten: Wie lange die Sprecher des Weißen Hauses bleiben, unterscheidet sich enorm. Nun gibt es einen neuen Rekord dank der ultra-kurzzeitigen Trump-Sprecherin Katie Zacharia.
Zacharia (41) trat am 12. Oktober 2026 an und wurde laut US-Medienberichten am 16. Oktober „gefeuert“. Zuvor hatte sie Donald Trump nach einer seltsamen Pressekonferenz und Berichten über ein nicht bestandenes Anwaltsexamen noch dazu aufgefordert, sie solle es sich „nochmal überlegen“. Ob sie nun gehen muss oder „freiwillig“ geht, bleibt am Ende ein wenig offen. Wann genau der Abgang vollzogen wird, stand am Freitagabend zunächst ebenfalls noch nicht fest. Klar ist aber, dass Trump wieder neues Personal braucht. Es ist nicht das erste Mal.
11 Tage mit Anthony Scaramucci
Anthony „The Mooch“ Scaramucci lieferte einen besonders kurzen Auftritt: Am 21. Juli 2017 wurde er in Trumps erster Amtszeit als Kommunikationsdirektor vorgestellt, bereits am 31. Juli 2017 musste er wieder gehen – zehn Tage später, beziehungsweise elf Kalendertage einschließlich Anfangs- und Enddatum. Dazwischen sorgte er unter anderem mit vulgären Aussagen über Kollegen gegenüber einem Journalisten für Schlagzeilen. In eine Rangliste der kürzesten Amtszeiten von Pressesprechern gehört er aber eigentlich nicht eins zu eins, denn als Kommunikationsdirektor bekleidete er einen anderen Posten. Aktuell ist Steven Cheung seit Januar 2025 in dieser Position.
Jerald terHorst: 31 Tage – Rücktritt aus Gewissensgründen
Vom 9. August bis 8. September 1974 sprach terHorst für Gerald Ford. Dann begnadigte Ford seinen Vorgänger Richard Nixon. terHorst wollte diese Entscheidung nicht vertreten und trat zurück: ein ausgesprochen kurzer Einsatz mit einem klaren politischen Schlussstrich.
Roger Tubby: 33 Tage zum Ende einer Präsidentschaft
Für Tubby verzeichnen die Annalen den Zeitraum 18. Dezember 1952 bis 20. Januar 1953. Er übernahm den Posten am Ende von Harry Trumans Präsidentschaft übergangsweise. Wichtig für den Vergleich: Schon zuvor hatte er die Aufgabe kommissarisch ausgeübt. Zählt man das mit, fällt seine Amtszeit länger aus.

Roosevelt (Mitte) mit Marguerite LeHand (links), Stephen Early, and Grace Tully (von links nach rechts) im Mai 1941.
IMAGO/Newscom World/FDR Library Collection/MCTStephen Early: 12 Jahre mit Roosevelt
Early war von März 1933 bis März 1945 Pressesprecher Franklin D. Roosevelts. Damit hält er den historischen Rekord. Während andere Sprecher kaum Zeit zum Einleben hatten, begleitete Early seinen Präsidenten über 12 überaus bewegte Jahre mit „New Deal“ und Zweitem Weltkrieg. Nach Roosevelt wurde die Amtszeit der US-Präsidenten vom Kongress auf maximal zwei vierjährige Perioden begrenzt. Man wollte nicht mehr, dass eine einzelne Person dauerhaft derart viel Macht bekommt.
James Hagerty: 8 Jahre mit Eisenhower
Vom 20. Januar 1953 bis 20. Januar 1961 blieb Hagerty an Dwight D. Eisenhowers Seite – dessen gesamte Präsidentschaft hindurch. Zwei vollständige Amtsperioden mit demselben Sprecher: ein bemerkenswertes Beispiel personeller Kontinuität.
Marlin Fitzwater: 6 Jahre mit Reagan und Bush
Fitzwater war von Februar 1987 bis Januar 1993 der maßgebliche Sprecher im Weißen Haus. Er arbeitete zunächst für Ronald Reagan und anschließend während der gesamten Präsidentschaft von George H. W. Bush. Der Wechsel im Oval Office bedeutete für ihn also keinen Abschied vom Rednerpult.
Das ist eine Auswahl von auffälligen Amtszeiten, keine lückenlose Rangliste einschließlich aller Kurzvertretungen. Außerdem sind Funktion und tatsächliche Amtsausübung zu unterscheiden: James Brady behielt nach einer schweren Verletzung 1981 den Pressesprechertitel bis zum Ende der Reagan-Präsidentschaft, obwohl längst andere die täglichen Aufgaben übernahmen.


