Klima
: Umweltminister zum Erdüberlastungstag: „Ab heute leben wir auf Pump“

Zum Erdüberlastungstag warnt Umweltminister Schneider vor einem zu sorglosen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Er fordert einen nachhaltigeren Umgang mit den Grundlagen des Planeten.
Von
red/kna
Düsseldorf/Berlin
Nasa-Mondmission „Artemis 2“ - Erdkugel

Engagement für den Klimaschutz sei wichtig, erinnert Umweltminister Schneider (Symbolfoto).

Uncredited/NASA/AP/dpa
  • Erdüberlastungstag rückt an: Umweltminister Schneider warnt vor Leben „auf Pump“.
  • Er kritisiert den fahrlässigen Umgang mit Wasser, Natur, Ackerland und Rohstoffen.
  • Ausbau erneuerbarer Energien und Wiederherstellung zerstörter Natur sollen weitergehen.
  • Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüssel – weniger Verschwendung, mehr Innovation und Unabhängigkeit.
  • Nach deutschem Lebensstil bräuchte die Menschheit knapp drei Erden – Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zum Erdüberlastungstag beklagt Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) einen fahrlässigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. „Der jährliche globale Erdüberlastungstag ist dafür deutliche Mahnung: Ab heute leben wir auf Pump“, sagte Schneider der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

„Wir haben nur diese eine Erde, die uns Menschen versorgt, mit lebensnotwendigen Grundlagen: mit frischem Wasser, erholsamer Natur, mit Ackerland und auch mit kostbaren Rohstoffen, die wir für unsere Wirtschaft brauchen“, erläutert der Minister. Aber: "Wir gehen mit all dem viel zu fahrlässig um.“

Plädoyer für Kreislaufwirtschaft

Engagement für den Klimaschutz sei wichtig, erinnert Schneider. Daher werde man weiter erneuerbare Energien ausbauen und zerstörte Natur wiederherstellen, wo möglich. Auch Kreislaufwirtschaft spiele eine entscheidende Rolle, um Ressourcen langfristig zu schonen, sagte der Umweltminister.

Viele Unternehmen in Deutschland zeigten bereits, „wie aus wiedergewonnenen Rohstoffen neue Produkte werden und wie Materialien mehrfach genutzt werden können“, so Schneider. Darin liege die Zukunft der Wirtschaft: „weniger Verschwendung, mehr Innovation und mehr Unabhängigkeit“. Wer Rohstoffe im Kreislauf hält, schütze Klima und Natur - „und stärkt zugleich den Wirtschaftsstandort Deutschland“.

Ab Donnerstag leben die Bundesbürger ökologisch wieder auf Pump. Dann haben sie die ihnen zustehenden erneuerbaren Ressourcen des Globus für dieses Jahr verbraucht. Würden die Menschen überall nach dem deutschen Lebensstil leben, bräuchte die Menschheit knapp drei Erden.