Neue US-Kriegschiffe der „Trump-Klasse“
: Donald Trump geht jetzt unter die Schiffdesigner

Bekanntermaßen hat Donald Trump ein ausgeprägtes Ego. Es gibt fast nichts, was er nach eigenem Bekunden nicht kann. Jetzt stellte er neue Typen von Kriegsschiffen für die US-Navy vor. Und natürlich will  er als selbsterklärter Ästhet beim Design und Bau mitreden.

Von
Markus Brauer/AFP
Stuttgart
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Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago: Der US-Präsident hat den Bau von zwei neuen Kampfschiffen für die Marine angekündigt.

Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat den Bau einer neuen Klasse von Kriegsschiffen für die US-Marine angekündigt, die seinen Namen tragen soll.

 Die Schiffe der „Trump“-Klasse hätten eine Verdrängung von 30.000 bis 40.000 Tonnen und würden mit Geschützen und Raketen ausgestattet, sagte Trump am Montag (22. Dezember)bei einer Pressekonferenz in seinem Privatanwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida im Beisein von Verteidigungsminister Pete Hegseth, Außenminister Marco Rubio und Marine-Staatssekretär John Phelan.

Verteidigungsminister Pete Hegseth (li.) spricht vor den Augen von Präsident Donald Trump im Trump’s Mar-a-Largo Club.

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Die Schiffe werden somit erheblich größer als derzeit eingesetzte Zerstörer und Kreuzer der US-Marine, aber kleiner als die Schlachtschiffe der „Iowa“-Klasse, die bis in die 1990er Jahre im Dienst waren.

20 bis 25 Schiffe sind geplant

Trump erklärte, zunächst sollten zwei der neuen Kriegsschiffe gebaut werden. Ihre Zahl solle später jedoch deutlich „rasch“ auf zehn und schließlich auf 20 bis 25 steigen. Die Bauzeit für die ersten beiden Schiffe bezifferte Trump auf „etwa zweieinhalb Jahre“. „Jedes von ihnen wird das größte Kriegsschiff in der Geschichte unseres Landes – und sogar der Welt“, so Trump.

Die neuen Schiffe sollen mit Geschützen und Raketen ausgerüstet werden und auch noch nicht entwickelte Waffensysteme wie Lasersysteme und Hyperschallwaffen tragen können. Zudem könnten sie mit nuklear bewaffneten seegestützten Marschflugkörpern ausgestattet werden.

Trump beteuerte indes, die Entwicklung der „Trump“-Klasse richte sich nicht gegen China.

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

„Das ist nicht wegen China. Wir verstehen uns sehr gut mit China“

Trumps Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund des sich verschärfenden strategischen Wettbewerbs zwischen den USA und China. Peking hat seine Marine in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut und zuletzt seinen dritten Flugzeugträger in Dienst gestellt.

US-Präsident Donald Trump spricht (von links) mit Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Marineminister John Phelan in seinem Club Mar-a-Lago.

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Trump beteuerte indes, die Entwicklung der „Trump“-Klasse richte sich nicht gegen China. „Das ist nicht wegen China. Wir verstehen uns sehr gut mit China“. Die Ankündigung erfolgte wenige Tage nach der Verabschiedung eines neuen US-Verteidigungshaushalts mit einem Volumen von mehr als 900 Milliarden Dollar.

Der Präsident erklärte zudem, er wolle sich persönlich in die Gestaltung der Schiffe einbringen. „Ich bin jemand mit einem starken Sinn für Ästhetik“, sagte Trump. In der Vergangenheit hatte der US-Präsident wiederholt das Design moderner US-Kriegsschiffe kritisiert. Sie seien seien vielfach „alt und hässlich“.

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