Kriegsgefahr: Nato bereitet sich auf Angriff vor – ein General nennt Details

Der Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa Alexus G. Grynkewich
Elisa Schu/dpa- Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich erläutert in Warschau eine zuvor geheime Verteidigungsstrategie.
- Die Verbündeten einigten sich vor rund drei Monaten auf das Vorgehen – Details bleiben geheim.
- Angriffe sollen erst gestoppt, dann Kräfte des Gegners geschwächt und schließlich Strukturen ausgeschaltet werden.
- Ziele hinter der Front sind einbezogen, etwa Nachschubwege sowie Führungs- und Kontrollstrukturen.
- Grynkewich wirbt für weitere Waffen für die Ukraine und verweist PURL-Gerüchte als unbegründet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Nato bereitet sich offenbar intensiver auf einen russischen Angriff vor, als bisher bekannt. Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich berichtete bei einer Sicherheitstagung in Warschau von einer bisher geheimen Vereinbarung der Allianz. Ohne alle Details zu nennen, erklärte der US-General erstmals in der Öffentlichkeit, wie sich die Nato verteidigen will. Grynkewich sagte, die Verbündeten hätten sich vor rund drei Monaten auf eine Strategie geeinigt. Die Details seien geheim.
„Sollte es zum Krieg kommen, werden wir jeden Angriff abwehren und zerschlagen“, sagte Grynkewich auf der Tagung. „Sollte er dennoch nicht aufhören, werden wir die gegen uns angreifenden Streitkräfte dort zerschlagen, wo wir es geübt haben.“ Grynkewich nannte Russland dabei nicht ausdrücklich beim Namen. Es besteht allerdings kein Zweifel daran, dass sich seine Äußerungen auf Russland beziehen.
Angriffe auch hinter der Front
Zunächst sollen die Nato-Streitkräfte den Angriff stoppen und verhindern, dass der Gegner weitere Gebiete erobert. Setzt er seinen Angriff trotzdem fort, sollen seine Truppen so geschwächt werden, dass sie nicht mehr effektiv angreifen können. Im letzten Schritt sollen sowohl die angreifenden Truppen als auch die militärischen Strukturen des Gegners ausgeschaltet werden, erklärte der Oberbefehlshaber. Das umfasse „nicht nur die angreifenden Streitkräfte selbst, sondern alles, was diese Kräfte unterstützt, versorgt und steuert“. Gemeint sind damit auch Nachschubwege sowie militärische Führungs- und Kontrollstrukturen hinter der eigentlichen Front.
Wie die italienische Nachrichtenagentur LaPresse berichtet, kündigte Grynkewich Investitionen in Präzisionswaffen unterschiedlicher Kostenklassen sowie in eine militärische Cloud an. Sie sollen helfen, gegnerische Kräfte schneller zu erkennen und deren Fähigkeit zur Fortsetzung eines Angriffs zu zerstören.

Nato-Manöver in Rumänien : Vorbereitung auf den Ernstfall.
Jean-Christian Tirat/SIPA/actionpress„Eines der Hauptziele Moskaus ist es, den Willen des Westens zu brechen, die Ukraine weiterhin zu unterstützen. Daher ist eine der besten Reaktionen, zu beweisen, dass diese Annahme falsch ist“, sagte Grynkewich laut dem ukrainischen Staatsmedium Ukrinform. Die Konsequenz müsse darin bestehen, die Ukraine weiter mit Waffen zu versorgen. Dies könne über die Prioritized Ukraine Requirements List (PURL) des Bündnisses geschehen, über die US-Waffen für Kiew finanziert werden. Diese Aussage widerspricht den Gerüchten, Washington drohe im Zuge der diplomatischen Verwerfungen nach Trumps Dieselabkommen mit Moskau, die Waffenlieferungen über das Programm einzustellen.
„Putin liest kein Truth Social“
Derweil zeigt sich immer weiter, dass die von US-Präsident Trump am Sonntag verkündete „Energie-Waffenruhe“ ohne Bestand ist. Die Angriffe Russlands auf die ukrainische Energieinfrastruktur gehen jedenfalls unvermindert weiter. „Es war klar, dass Putin kein Truth Social liest“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der beim Sicherheitsforum in Warschau zugeschaltet war.
