Landtagswahlen Sachsen-Anhalt 2026
: Briefwahl beantragt - Kann man trotzdem im Wahllokal wählen?

Rund um die Briefwahl bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt gibt es zahlreiche Fragen. Hier gibt es die Antworten dazu.
Von
Daniel Steiger
Magdeburg
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Vorbereitung für Briefwahl in Sachsen-Anhalt

Was muss man bei der Briefwahl in Sachsen-Anhalt beachten?

Matthias Bein/dpa

In wenigen Tagen wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Schon Zehntausende haben dafür die Briefwahlunterlagen beantragt. Bis wann muss man diese wegschicken? Kann man trotzdem im Wahllokal wählen? Hier gibt es die Antworten zum Thema Briefwahl.

Briefwahl in Sachsen-Anhalt - Bis wann muss der Brief zurückgeschickt werden?

Laut Landeswahlleitung in Sachsen-Anhalt sollten Briefwähler den Wahlbrief spätestens am 3. September 2026 (3. Tag vor der Wahl) absenden. Der Wahlbrief muss spätestens am Wahlsonntag, 6. September 2026,  um 18:00 Uhr bei der zuständigen Stelle eingehen. Für den rechtzeitigen Zugang des Wahlbriefs ist der Briewähler verantwortlich. Dieser trägt das Transportrisiko.

Briefwahl beantragt - Kann man trotzdem im Wahllokal wählen?

Wer die Briefwahl beantragt hat, kann trotzdem im Wahllokal wählen gehen. Der Wähler kann mit seinem Wahlschein und Personalausweis, Reisepass oder einem anderen Lichtbilddokument das Wahllokal in der Gemeinde aufsuchen und wählen. Das teilt die Landeswahlleitung in Sachsen-Anhalt mit.

Wie werden die Briefwahlstimmen ausgezählt?

Die Auszählung der Briefwahlstimmen unterliegt strengen Regelungen. Sie erfolgt durch Briefwahlvorstände mit mehreren Mitgliedern, die sich gegenseitig kontrollieren, deren Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen und dokumentiert werden. Die Auszählung ist öffentlich und kann von Jedermann beobachtet werden. Die von den Wahlvorständen festgestellten Ergebnisse werden durch die zuständigen Wahlausschüsse geprüft und das endgültige Wahlergebnis festgestellt.

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Landtagswahlen Sachsen-Anhalt: Zehntausende Briefwahlen beantragt

Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben in den beiden größten Städten, Magdeburg und Halle, schon rund 87.500 Bürger Briefwahl beantragt - und viele Tausend dürften noch dazukommen. Dies ergab eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Für Magdeburg berichtete Pressesprecher Michael Reif, es gebe mit Stand Montag schon etwa 48.300 Briefwahlanträge. „Bis zum Wahltag rechnen wir mit ca. 55.000 Anträgen.“ Insgesamt gibt es in Magdeburg rund 180.000 Wahlberechtigte für die Landtagswahl am 6. September. In Halle sind nach den Worten des Pressesprechers Drago Bock schon rund 39.200 Anträge auf Briefwahl eingegangen. Zuvor hatte die Stadt insgesamt rund 176.000 Wahlbenachrichtigungen verschickt. Zum Vergleich: bei der Landtagswahl 2021 wurden rund 36.800 Briefwähler registriert.

Magdeburg: Wahlbriefe doppelt verschickt

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben 440 Magdeburger ihre Briefwahlunterlagen doppelt erhalten. Das städtische Wahlamt identifizierte sie und erklärte die doppelten Wahlscheine für ungültig, wie die Stadt Magdeburg mitteilte. Die Betroffenen bekommen demnach neue Briefwahlunterlagen mit einer neuen, eindeutigen Wahlscheinnummer. Die Landeswahlleitung sei voll informiert, hieß es.

Die 440 Wahlscheine waren laut Stadt versehentlich doppelt gedruckt und dann versendet worden. „Die Integrität der Wahl ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet“, hieß es. Eine Mehrfachabstimmung ist demnach nicht möglich. Denn die ungültig gemachten Wahlscheine stehen den Angaben zufolge auf einer Liste, mit der die Wahlvorstände am Wahlsonntag die Briefwahlunterlagen prüfen. Die nun ungültigen Unterlagen können die Betroffenen selbst entsorgen.