Pomp, Goldmünzen, Käfigkampf: Trump wird 80 – und der Personenkult erreicht einen neuen Höhepunkt

Groß ist nicht groß genug: US-Präsident Donald Trump mit einem Modell des Triumphbogens, den er in Washington nach dem Vorbild des Pariser Arc de Triomphe errichten will. Die französische Version misst knapp 50 Meter Höhe, Trumps „Arc de Trump“ soll 76 Meter hoch werden.
John McDonnell/AP/dpa- Trump feiert am Sonntag seinen 80. Geburtstag mit UFC-Käfigkämpfen und einer Parade.
- Geplant sind goldene „Trump-Münzen“ bis 12.000 Dollar und ein 250-Dollar-Schein mit seinem Konterfei.
- Er rühmt ein „Goldenes Zeitalter Amerikas“, doch viele Bürger erleben hohe Mieten und Kosten.
- Der CAP-Bericht sieht US-Macht und Diplomatie geschwächt, nur wenige Partner vertrauen der Regierung.
- In Washington plant er Umbauten: Ballsaal im Weißen Haus, „Trump-Promenade“ und „Arc de Trump“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
US-Präsident Donald Trump wird am Sonntag seinen 80. Geburtstag feiern. Mit Käfigkämpfen auf dem Südrasen des Weißen Hauses, einer Parade durch Washingtons Innenstadt und goldenen „Trump-Münzen“, die bis zu 12.000 Dollar kosten. Feiern will er sein Lebenswerk: als Unternehmer und natürlich Regierungschef, der nach Darstellung des Weißen Hauses „das größte politische Comeback in der Geschichte“ gemeistert hat.
Der 47. Präsident, der auch der 45. war, ist fest überzeugt, in siebzehn Monaten im Amt mehr geleistet zu haben als jeder seiner Vorgänger. Schließlich zählen verschiedene Versionen des Spruchs „Niemand hat für unser Land so viel getan wie ich“ auch heute zu seinen bevorzugten Slogans. So behauptete Trump bereits im April, dass der Krieg im Iran „gewonnen“ sei. Die Benzinpreise, die um mehr als 50 Prozent hochgeschossen waren, würden schnell wieder sinken, versprach er. Und die Erfolgsserie reißt in der Wahrnehmung des Präsidenten nicht ab: Seine „America First“-Doktrin habe das Land militärisch und wirtschaftlich stärker gemacht als jemals zuvor und den USA wieder Ansehen verschafft. „Unter meinem Vorgänger Joe Biden waren wir auf der globalen Bühne eine Lachnummer, heute werden wir überall auf der Welt wieder respektiert.“
So sieht die Welt durch die Brille von Donald John Trump aus, der vom „Goldenen Zeitalter Amerikas“ spricht. Doch seine Wähler – ebenso wie die meisten US-Bürger – leben in einer anderen Realität. In einer Welt, in der Mieten unerschwinglich sind und jeder Tankstellenbesuch ihnen einen Schrecken einjagt. In einer Realität, in der bei vielen Urlaubsreisen der Vergangenheit angehören, an einen Hauskauf gar nicht zu denken ist, die Schulden der Haushalte auf Rekordhöhen gestiegen sind und Banken ihnen den Geldhahn abdrehen.
Das Vertrauen in die USA sinkt
Auch wird Trumps Überzeugung, dass die USA wieder das Ansehen der Staatengemeinschaft genießen, nur von den wenigsten geteilt. So hat der Think Tank „Center for American Progress“ (CAP) mit seinem Gradmesser „Global Weakness Watch“ genau das Gegenteil festgestellt. Demnach hat die Trump-Administration „Amerikas militärische Macht, die nationale Sicherheit und die Wirtschaft geschwächt“.
Zudem ist laut CAP die diplomatische Stellung der USA auf dem geopolitischen Parkett an einem Tiefpunkt angelangt. Unter mehr als 20 befragten Partner-Nationen sprachen nur Israel, Indien und Ungarn der Trump-Regierung das Vertrauen aus.
Wie aber konnte es zu dieser tiefen Kluft zwischen Trumps Wahrnehmung und der Realität kommen? Jill Abramson, ehemalige Chefredakteurin der New York Times, erinnert an Trumps Ex-Beraterin Kellyanne Conway, die den Begriff „alternative Fakten“ einführte. Diese prägten seit neun Jahren Trumps Kommunikationsstrategie. Abramson sowie führende Demokraten sprechen von einer „Orwellianischen Neusprache“, eine Anspielung auf den dystopischen Roman „1984“.
„Alternative Fakten“ und ihre Folgen
Zahlreiche Psychiater sind der Auffassung, dass „alternative Fakten“ Trumps Narzissmus geschürt und somit auch den Weg bereitet haben für seine opulente Geburtstagsveranstaltung. Schließlich hat Dana White, ein Trump-Kumpel und Chef der Organisation Ultimate Fighting Championship (UFC), auf Wunsch des Präsidenten das Käfigkampf-Spektakel mit dem Titel „UFC Freedom 250“ versehen. Hinzu kommt, dass der 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeitserklärung, der drei Wochen später stattfindet, bisher ausschließlich im Zeichen von Donald J. Trump steht.
So will Trump einen neuen 250-Dollar-Schein mit dem eigenen Konterfei in Umlauf bringen. Bald sollen sich auch einige glückliche Inhaber eines „Jubiläums-Passes“ freuen, wenn sie ihr Reisedokument aufschlagen und das Gesicht des 47. Präsidenten sehen. Nicht zu vergessen ist der goldene „Arc de Trump“, der einem der bekanntesten Wahrzeichen der französischen Hauptstadt Konkurrenz machen soll.
„Trump will die Geschichtsbücher umschreiben“
„Der Präsident will den 250. Jahrestag der Nation als Anlass nehmen, um sich selbst zu zelebrieren“, schimpft der demokratische Kongressabgeordnete Jared Huffman. Trump habe nicht nur sich und seine Familie auf Kosten des Staates illegal bereichert. Nach dem absolutistischen Motto des französischen Königs Ludwig XIV. „Der Staat bin ich“ wolle er „die Geschichtsbücher umschreiben und sich mit seinem Personenkult unsterblich machen“, wettert Huffman.
Unterdessen versperren die opulenten Festivitäten Trump offenbar den Blick für die politische Realität. Denn sein Ansehen bei vielen Republikanern, die früher nach seiner Pfeife tanzten, ist gesunken. Dies zeigte sich zuletzt an deren Weigerung, eine 1,776 Milliarden Dollar schwere Schmiergeldkasse für die Kapitol-Randalierer vom 6. Januar 2021 abzusegnen. Auch bröckelt seine politische Basis, und in Wählerbefragungen ist der Präsident auf den tiefsten Stand seit Beginn seiner ersten Amtszeit gerutscht. Das schert ihn aber nicht. „Ich bin und bleibe euer liebster Präsident –“, sagt er, „der beliebteste aller Zeiten.“
Wie Trump die Architektur Washingtons prägen will
An verschiedenen Stellen lässt US-Präsident Donald Trump die Hauptstadt Washington umbauen. Anstelle des Ostflügels des Weißen Hauses entsteht derzeit ein Ballsaal mit mehr als 1300 Plätzen. Zudem soll vom bekannten Lincoln-Denkmal bald eine „Trump-Promenade“ zum Fluss Potomac führen, auf dessen anderer Seite der „Arc de Trump“ – mit 76 Metern anderthalbmal so hoch wie das Pariser Vorbild „Arc de Triomphe“ – gebaut werden soll. Das langgezogene Wasserbecken, der „Reflecting Pool“, auf der anderen Seite des Lincoln-Denkmals wird gerade für 13 Millionen Dollar blau statt grau gestrichen.





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