Reaktionen auf die US-Midterms: „Hass hat nicht gewonnen, die Wähler haben gewonnen“

US-Midterms - Washington D.C.: Die Sonne geht hinter dem US-Kapitol. Nun rechnen viele US-Amerikaner im Netz mit seiner Politik ab.
Allison Robbert/FR172296 AP/AP/dpa- US-Wahlen: Demokraten holen laut Hochrechnungen Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus.
- Trump weist Verantwortung ab, obwohl er im Wahlkampf stark auftrat und mobilisierte.
- Reaktionen im Netz: Häme für Trump auf X, Spott auch von früheren Unterstützern.
- Musk macht einen ironischen Kommentar, Obama lobt das Votum für verbindende Politik.
- Abdul El-Sayed gewinnt in Michigan – erster muslimischer Senator der USA.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die USA haben gewählt und die Republikaner um Donald Trump haben eine krachende Niederlage kassiert. Nach Hochrechnungen haben sich die Demokraten in beiden Kongresskammern die Mehrheit zurück geholt. In der zweite Hälfte seiner zweiten Amtszeit muss Trump nun Politik gegen demokratische Mehrheiten im Senat und Repräsentatenhaus machen.
Noch in der Wahlnacht schob der Präsident jede Verantwortung von sich. Dabei hatte er kräftig im Wahlkampf mitgemischt, bei einer Kundgebung sogar gesagt: „Wählt so, als stünde ich selbst auf dem Wahlzettel!“ Nun rechneten viele US-Amerikaner und -Amerikanerinnen mit seiner Politik ab. Und was sagt das Netz?
Musk und Obama äußern sich zu Midterms
Auf X, der Plattform des Trump-Vertrauten Elon Musk, gibt es wie immer viel Häme. Diesesmal für den amtierenden Präsidenten:
Musk selbst kommentierte den Ausgang der Midterms mit den Worten: „Wahrscheinlich haben meine wahlbeeinflussenden Weltraumlaser diesmal nicht funktioniert.“ Der Tech-Unternehmer hatte die Republikaner mit mehreren hundert Millionen Dollar an Wahlkampfspenden unterstützt.
Trumps einstiger Vorgänger, Barack Obama, äußerte sich nach dem klaren Votum ebenfalls. Obama ist immer noch die Überfigur in Reihen der Demokraten. Im Wahlkampf war er vor allem in Staaten aufgetreten, in denen ein enges Rennen vorhergesagt wurde. Obama schrieb: „Heute Abend haben die Amerikaner eine klare Botschaft gesendet – sie wollen eine Politik, die Menschen zusammenbringt, anstatt sie zu spalten, und Führungskräfte, die konkrete Lösungen für die Herausforderungen bieten, vor denen sie stehen.“
Auch in Michigan war mit dem demokratischen Kandidaten Abdul El-Sayed aufgetreten. An ihm hatte sich Trump insbesondere abgearbeitet, ihn unter anderem öfter als „Dschihadist“ bezeichnet. Vergeblich. El-Sayed ist jetzt der erste muslimische Senator in der Geschichte der USA. „Hass hat nicht gewonnen, die Wähler haben gewonnen“, schreibt diese Nutzerin.
Als „Lame duck“ (deutsch: lahme Ente) werden Präsidenten in den USA bezeichnet, die in keiner der beiden Kongresskammern eine Mehrheit haben. Trump ist das allerdings gewohnt. Auch in seiner ersten Amtszeit regierte er nach den Midterms vor allem mit Dekreten.
Schon im Wahlkampf hatten sich rechtsgerichtete Medien und vor allem rechte Podcaster, die erheblich zur Popularität Trumps beigetragen hatten, gegen ihn gerichtet. Der reichweitenstarke Alex Jones verstieg sich nach der krachenden Niederlage der Republikaner sogar zu der Aussage: Trump ist ein Demokrat.
Selbstverständlich war nach den Wahlen im Netz auch jede Menge mehr oder weniger lustiger Unsinn zu finden:
Bei der Parlamentswahl in der Mitte der Amtszeit des Präsidenten wurde über alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 der 100 Senatssitze entschieden. Bis die Endergebnisse feststehen, dürften noch einige Tage vergehen.
