Republikaner zu Trumps Russland-Kurs: Kritik aus der eigenen Partei: „Trump kriecht Putin in den Hintern“

Donald Trump bei einer Rede in South Carolina. Sein freundlicher Umgang mit Putin stößt in der eigenen Partei auf heftige Reaktionen.
Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa- Trumps Annäherung an Putin sorgt in der eigenen Partei für heftige Kritik.
- Er setzt auf russischen Diesel, um Spritpreise zu senken und vor Wahlen zu punkten.
- Unterhändler nannte Putin „Menschenfreund“ – nach Hubbards Freilassung in Sankt Petersburg.
- Trump kritisiert Selenskyj, lobt Russland; er sagte, Russland habe „nicht viel“ getan.
- Republikaner attackieren den Kurs: Protestbrief gegen Diesel-Deal, Vorwurf „Verrat am ukrainischen Volk“.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Bei seinem Versuch, vor den Kongresswahlen in den USA die eigene Beliebtheit zu steigern, wählt Trump einen freundlichen Kurs gegenüber Putin. Mit Diesel aus Russland will er den Spritpreis senken und der Republikanischen Partei den Sieg sichern. Doch sein Kurs stößt nicht nur bei den Demokraten auf Unverständnis. Auch aus den eigenen Reihen bekommt Trump Widerstand zu spüren.
US-Unterhändler: Putin ist ein „Menschenfreund“
Trump und Putin nähern sich vor den US-Wahlen wieder deutlich an. Neben dem Deal um russischen Diesel zeigte sich der Kreml-Chef bereit zu Gesprächen zwischen Washington, Kiew und Moskau. Zusätzlich entließ die russische Regierung den inhaftierten US-Bürger Stephen Hubbard in die Freiheit.
Dies schien so einen guten Eindruck bei der Regierung Trump zu hinterlassen, dass Unterhändler Steve Witkoff den Kreml-Chef gar als „Menschenfreund“ bezeichnete. „Und dafür zolle ich Ihnen meinen Respekt. Ich spreche Ihnen meine Anerkennung aus und danke Ihnen noch einmal“, sagte Widkoff in Bezug auf Hubbards Freilassung in Sankt Petersburg.
Gleichzeitig wächst die offene Kritik Trumps an Selenskyj, während er Putin hochjubeln lässt. Russland habe sich beim Thema Ukraine „gut“ verhalten und „nicht viel“ getan, verkündete Trump.
Ein Republikaner wirft Trump vor, sich mit Putin zu verbünden
Das war für einige seiner Parteikollegen wohl einer zu viel. Donald Bacon, Republikaner mit Sitz im Repräsentantenhaus, bezeichnete bei CNN die Aussagen als skandalös. „Unser Präsident ist in Bezug auf diesen Krieg moralisch blind. Er hat sich mit einem Diktator und Kriegsverbrecher verbündet“, so Bacon.
Er verglich Trumps Politik mit der Chamberlains, dessen Appeasement-Politik gegenüber Hitler nicht gerade als Sternstunde der Demokratie in die Geschichtsbücher einging. „Trump kriecht Putin in den Hintern“, sagte Bacon schließlich dem Magazin National Review.
Und auch weitere Republikaner zeigen offen Unverständnis gegenüber Trumps jüngstem Russland-Kurs. Sechs republikanische Senatoren beteiligten sich an einem Protestbrief gegen den Diesel-Deal mit dem Kreml. Dieser sei „Verrat am ukrainischen Volk“. Unter ihnen ist auch der Republikaner Thom Tillis aus North Carolina. Tillis nannte Trumps Umgang mit Putin „mehr als unverantwortlich“ und warf seinem Präsidenten vor, vor Putin kapituliert zu haben.


