Todesstrafe in den USA
: Vance will bei geplanter Live-Hinrichtung nicht zuschauen

Anfang Dezember soll erstmals seit 65 Jahren wieder eine Militärhinrichtung durchgeführt werden – und zwar öffentlich, wie der Pentagonchef sagt. Der US-Vizepräsident hat daran Zweifel.
Von
dpa
Lima

US-Vizepräsident JD Vance hat Zweifel an der geplanten Live-Übertragung der Hinrichtung eines verurteilten Attentäters. (Archivbild)

Samuel Corum/Pool Getty Images North America/AP/dpa
  • Geplante Premiere: Erstmals seit 65 Jahren soll eine Militärhinrichtung öffentlich stattfinden.
  • Vizepräsident JD Vance zweifelt an der Live-Übertragung und will sie nicht anschauen.
  • Pentagonchef Pete Hegseth kündigte einen Livestream an – das Pentagon bestätigte die Pläne.
  • Kritik daran ist heftig. Geplant ist ein Erschießungskommando am 3. Dezember.
  • Verurteilter ist Nidal Hasan, der 2009 in Fort Hood 13 Menschen tötete und 32 verletzte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

US-Vizepräsident JD Vance hat Zweifel an der angekündigten Live-Übertragung der Hinrichtung eines verurteilten Attentäters geäußert. Er wisse nicht, ob es tatsächlich dazu kommen werde, sagte er vor Journalisten in Lima im US-Bundesstaat Ohio. Man müsse abwarten, was im Dezember geschehe. Zugleich sagte er: „Wenn es per Livestream übertragen wird, werde ich es mir nicht ansehen.“

Vance betonte die Schwere der Verbrechen des zum Tode verurteilten Nidal Hasan. Dieser habe seiner Ansicht nach den schlimmsten Terroranschlag auf amerikanischem Boden seit den Anschlägen vom 11. September 2001 verübt. Unabhängig von der Kontroverse um die Hinrichtungsmethode dürfe nicht vergessen werden, dass Hasan viele unschuldige Menschen brutal ermordet habe.

Hinrichtungs-Pläne lösen heftige Kritik aus

Am Donnerstag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bekanntgegeben, dass die Hinrichtung per Livestream übertragen werden solle. Das Pentagon bestätigte das anschließend. Die Pläne lösten heftige Kritik aus.

Zuvor hatte Hegseth bereits gesagt, dass die von Präsident Donald Trump genehmigte Hinrichtung eines früheren Psychiaters des US-Heeres durch ein Erschießungskommando öffentlich stattfinden solle. „Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben“, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice.

Der frühere Militärpsychiater Hasan hatte 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas 13 Menschen erschossen und 32 weitere verletzt. Seine Exekution durch ein Erschießungskommando ist für den 3. Dezember geplant.