Die jüngsten Aussagen des US-Präsidents
: Was hat Trump über die NATO gesagt?

Welche Forderungen der US-Präsident an die NATO stellt und welche Erwartungen er hat, lesen Sie hier.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Trump hat sich erneut zur NATO geäußert.

dpa

Inmitten der militärischen Eskalation mit dem Iran verschärft US-Präsident Donald Trump den Ton gegenüber den europäischen Verbündeten. In jüngsten Äußerungen auf der Air Force One am 15. März sowie in einem Exklusiv-Interview mit der Financial Times verknüpft er die Zukunft der NATO direkt mit der Unterstützung im Persischen Golf.

Trump Forderungen an die NATO

Präsident Trump machte deutlich, dass er nicht länger bereit ist, die Sicherheit der globalen Schifffahrtswege allein zu garantieren. Da die USA energetisch unabhängig seien, profitierten primär Europa und China vom Öl aus der Region. „Es ist nur angemessen, dass die Leute, die die Nutznießer der Straße [von Hormus] sind, helfen sicherzustellen, dass dort nichts Schlimmes passiert“, so Trump gegenüber der FT.

In einem Gespräch mit Reportern an Bord der Air Force One erklärte er, dass viele der betroffenen Nationen NATO-Mitglieder seien. Er verlange, dass diese Länder „ihr eigenes Territorium schützen“, da sie dort ihre Energie beziehen.

Drohung an das Bündnis

Besonders brisant ist Trumps Warnung hinsichtlich der Beständigkeit des transatlantischen Verteidigungsbündisses. Sollten die Alliierten dem Aufruf zur Sicherung der Wasserstraße nicht folgen, sieht der Präsident dunkle Wolken aufziehen:

„Wenn es keine Reaktion oder eine negative Reaktion gibt, denke ich, dass es sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein wird.“

Trump betonte zwar, dass die USA „immer für die NATO da“ seien und verwies auf die massive Unterstützung für die Ukraine, doch genau hieraus leitet er eine moralische Verpflichtung zur Gegenseitigkeit ab. Da die USA trotz der geografischen Distanz (ein „Ozean dazwischen“) in Europa helfen, erwarte er nun eine Rückgabe dieses Dienstes im Mittleren Osten.

Enttäuschung über Großbritannien

Besonderen Fokus legte Trump auf das Vereinigte Königreich. Er zeigte sich frustriert darüber, dass der „wichtigste Verbündete“ zögere: Er berichtete von einem Gespräch mit dem britischen Premierminister, der zunächst Bedenken hatte, seine Flugzeugträger in Gefahr zu bringen.

Trump kritisierte, dass London erst Unterstützung anbot, nachdem die USA die iranischen Kapazitäten bereits weitgehend dezimiert hatten. „Ich will sie [die Schiffe] nicht, nachdem wir den Krieg gewonnen haben. Ich will sie, bevor wir den Krieg beginnen“, so der Präsident.

Konkrete militärische Erwartungen

Was genau erwartet Trump von den NATO-Partnern? Er forderte „was auch immer nötig ist“, nannte aber auch spezifische Mittel:

  • Minensuchboote: Da Europa über deutlich mehr dieser Schiffe verfügt als die USA, sieht er hier eine zentrale Aufgabe für die Alliierten.
  • Spezialeinheiten: Er deutete an, dass europäische Kommando-Teams helfen sollten, „böse Akteure“ an der iranischen Küste zu eliminieren, die für den Einsatz von Drohnen und Seeminen verantwortlich sind.
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