US-Einwanderungsbehörden: Nach Tod von Mexikanern bei ICE-Einsätzen: Mexiko fordert Strafverfolgung in den USA

Demonstranten versammeln sich während einer Demonstration als Reaktion auf eine Reihe von Razzien der US-amerikanischen Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) im ganzen Land (Archivfoto).
Gabrielle Lurie/San Francisco Chronicle/AP/dpa- Mexiko drängt in den USA auf Strafverfolgung nach Todesfällen mexikanischer Migranten.
- Seit dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar 2025 starben mindestens 17 Mexikaner.
- Außenminister Roberto Velasco: Man wendet sich direkt an US-Staatsanwaltschaften.
- Präsidentin Claudia Sheinbaum fordert private US-Haftbetreiber zu Achtung der Menschenrechte auf.
- Aktueller Fall in Houston: Ein ICE-Mitarbeiter erschoss Lorenzo Salgado bei einer Kontrolle.
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Nach zahlreichen Todesfällen mexikanischer Migranten bei Einsätzen oder im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden will die mexikanische Regierung bei den Justizbehörden in den USA auf Strafverfolgung der Verantwortlichen drängen. Mindestens 17 mexikanische Staatsbürger seien seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 bei Razzien oder in Gefängnissen der Einwanderungsbehörde ICE oder anderer US-Behörden zu Tode gekommen, erklärte Außenminister Roberto Velasco am Donnerstag.
Die mexikanische Regierung werde „die diplomatische Ebene überspringen und sich direkt an die Staatsanwaltschaften in den USA wenden“, sagte Velasco auf einer Pressekonferenz mit Präsidentin Claudia Sheinbaum weiter. Die Staatschefin erklärte, sie werde die privaten Betreiber von Haftanstalten in den USA dazu drängen, die „Menschenrechte der Mexikaner zu achten“.
Tödlicher Einsatz in Texas
Erst am Dienstag hatte ein ICE-Mitarbeiter in Houston im US-Bundesstaat Texas den Mexikaner Lorenzo Salgado bei einer Fahrzeugkontrolle erschossen. Das US-Heimatschutzministerium hatte im Anschluss erklärt, Salgado habe die Beamten bedroht und diese hätten in Notwehr gehandelt. Nach Angaben seiner Familie lebte der Mann seit fast 35 Jahren in den USA.
Dabei handelte es sich nicht um den ersten tödlichen Schusswaffeneinsatz von ICE-Mitarbeitern. Ähnliche Vorfälle hatten im Januar die Proteste gegen Massenabschiebungen der Trump-Regierung weiter angeheizt. Der US-Präsident hatte daraufhin Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen. Ihr Nachfolger Markwayne Mullin will ICE erklärtermaßen aus den Schlagzeilen bringen.