US-Präsident
: Trump will sich noch in diesem Jahr mit Kim Jong-un treffen

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un. Die Details.
Von
afp
Washington
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US-POLITICS-TRUMP: US President Donald Trump delivers remarks during a meeting with cryptocurrency executives in the Roosevelt Room of the White House in Washington, DC, on August 19, 2026. (Photo by Jim WATSON / AFP)

US-Präsident Donald Trump hofft auf ein Treffen mit Kim Jong-un.

JIM WATSON/afp
  • Trump will noch dieses Jahr Kim Jong-un treffen und bestätigte laufende Kontakte.
  • Er betont ein gutes Verhältnis zu Kim – Gespräche seien „sehr positiv“.
  • Trump nannte „57 sehr mächtige Atomwaffen“ in Nordkorea, Experten schätzen 50 bis 60.
  • Kim Yo Jong kennt nach eigener Aussage keine aktuelle Kommunikation, lobt aber die Beziehung.
  • Manöver „Ulchi Freedom Shield“ wurde auf Trumps Anweisung verkürzt, Ende ist am Freitag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un. Auf die Frage, ob er plane, noch in diesem Jahr mit ihm zusammenzukommen, sagte Trump am Mittwoch: „Ja, das tue ich“. Zuvor hatte der US-Präsident bereits angedeutet, mit Kim in Kontakt zu stehen. Kim Jong-uns einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr „absolut nicht bekannt“.

Bei der Besichtigung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Weißen Haus sagte Trump Reportern, es sei ihm wichtig, sich mit Kim „gut zu verstehen“. Dieser habe „57 sehr mächtige Atomwaffen“. „Das hätten wir nie zulassen sollen. Wäre ich Präsident gewesen, wäre das nicht passiert“. „Aber er hat sie jetzt nun einmal“, fügte Trump hinzu. „Ich verstehe mich sehr gut mit ihm - mit ihm wird alles in Ordnung sein.“

Es ist eher ungewöhnlich, dass ein US-Präsident öffentlich Einschätzungen zu möglichen Atomwaffenbeständen anderer Länder abgibt, zumal die USA Nordkorea nicht offiziell als Atommacht anerkennen. Trumps Aussage deckt sich aber mit früheren Schätzungen von Experten, denen zufolge Pjöngjang 50 bis 60 Atomwaffen besitzen dürfte.

Trump: Gespräche „sehr positiv“

Trump hatte schon zuvor angedeutet, wieder in Kontakt mit Kim zu stehen. So sagte er am Montag, Kim habe auf seine Gesprächsangebote reagiert. Als er gefragt wurde, in welchem Stadium sich der Dialog mit Kim befinde, antwortete Trump nur, dieser sei „sehr positiv“.

Weitere Details zu einem möglichen Treffen und angeblichen Kontakten nannte der US-Präsident nicht. Das „Wall Street Journal“ berichtete aber, dass er ein Treffen im November am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Shenzhen in China erwäge.

In Nordkorea äußerte sich Kim Jong Uns Schwester Kim Yo Jong zu den Berichten über Kontakte zwischen Trump und ihrem Bruder. Darüber sei ihr „absolut nichts bekannt“, erklärte sie am Mittwoch. Ihr Bruder habe dennoch „gute Gefühle“ gegenüber dem US-Präsidenten. Die Beziehung der beiden Staatschefs sei „ausgezeichnet“.

Drei Treffen während erster Amtszeit

Trump und Kim blicken auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Während der US-Präsident Nordkoreas Machthaber zunächst als „Raketenmann“ verspottet und mit „Feuer und Zorn“ gedroht hatte, traf er ihn in seiner ersten Amtszeit dreimal. Damals sagte er unter anderem, er und Kim hätten sich nach dem Austausch „wunderschöner Briefe verliebt“. Konkrete Ergebnisse gab es damals nicht.

Die Debatte um Nordkorea war aufgekommen, nachdem Trump eine Verkürzung von „Ulchi Freedom Shield“ verfügte, einem jährlichen gemeinsamen Manöver der US-Armee und den südkoreanischen Streitkräften. Die Übungen dienen unter anderem der Vorbereitung auf einen Angriff Nordkoreas. Pjöngjang kritisiert die Manöver seit Jahren als Generalprobe für eine Invasion.

Donald Trump und Kim Jong Un

Donald Trump und Kim Jong-un trafen sich bereits drei Mal.

Evan Vucci/AP/dpa

Der US-Präsident hatte den Schritt in seinem Onlinedienst Truth Social am Sonntag unter anderem mit den hohen Kosten begründet und die Manöver „feindselig“ genannt. Er erwähnte dagegen lobend, Nordkorea habe sich zuletzt „nicht bedrohlich“ und „respektvoll“ verhalten. Außerdem habe er eine „sehr gute Beziehung“ zu Pjöngjang.

In der Folge waren die Manöver tatsächlich verkürzt worden. Sie enden jetzt am Freitag – und nicht wie geplant am 27. August.