Wahlen in den USA: Bereits vor der Polit-Karriere erfolgreich: Wie viel verdient ein Senator?

Senator Rick Scott aus Florida zählt zu den reichsten seiner Art.
FINN GOMEZ/afp- Viele US-Senatoren sind wohlhabend, teils mit Vermögen über 100 Millionen Dollar.
- Das Senatorengehalt liegt bei 174.000 Dollar brutto im Jahr – plus Vorsorge und Budgets.
- Nebeneinkünfte bis 33.855 Dollar sind erlaubt, Kapitalerträge sind davon ausgenommen.
- Finanzangaben erfolgen nur in Spannen, oberhalb von 50 Millionen ohne weitere Differenzierung.
- Beispiele für Reichtum: Rick Scott und Mark Warner sehr vermögend, teils Firmen, Flugzeug oder Rinder.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der US-Senat ist neben dem Repräsentantenhaus ein Teil des US-Kongresses. Für viele Amerikaner ist das auch die Kammer der Millionäre. Schätzungsweise 79 der 100 derzeitigen Senatoren besitzen ein Vermögen von mindestens einer Million Dollar. Zu den Reichsten zählt der Republikaner Rick Scott aus Florida. Sein Vermögen wird auf etwa 490 bis 580 Millionen Dollar geschätzt. Es folgt unter anderem der Demokrat Mark Warner aus Virginia mit geschätzten 200 bis 250 Millionen Dollar.
Reichtum kommt vor dem Amt
Ihre finanzielle Unabhängigkeit haben die beiden nicht durch ihren aktuellen Posten erhalten. Die Politiker waren bereits vor ihrer Senatskarriere wirtschaftlich erfolgreich. Scott im Gesundheitssektor, Warner als Technologie-Investor. Verglichen mit den dabei erworbenen Reichtümern ist das Auskommen als Politiker eher bescheiden. Ein Mitglied des US-Senats erhält ein Grundgehalt von 174.000 Dollar brutto im Jahr. Umgerechnet sind das gut 155.000 Euro. Hinzu kommen Leistungen für Altersversorgung und Krankenversicherung sowie Budgets für Mitarbeiter, Büros und dienstliche Reisen.
Neben ihrer Arbeit als Abgeordnete dürfen Senatoren nebenbei Geld verdienen, wenn auch maximal 33.855 Dollar im Jahr. Erträge aus Kapital, Aktien und Immobilien fallen nicht unter diese Grenze – und müssen nur sehr grob angegeben werden. Die Abgeordneten müssen lediglich Spannen offenlegen, zum Beispiel „zwischen fünf und 25 Millionen“. Oberhalb von 50 Millionen Dollar wird nicht weiter differenziert.

Josh Turek wirbt in Iowa damit, kein Millioär zu sein.
SCOTT OLSON/afpDie New York Times hat in einer aufwändigen Datenanalyse weitere Details zu Tage gefördert. Demnach verfügt mindestens die Hälfte der aktuell 63 wichtigsten Senatskandidaten, die bislang ihre Offenlegungen zu den persönlichen Finanzen eingereicht haben, über ein Haushaltsnettovermögen von mindestens einer Million US-Dollar. Laut der US-Notenbank Federal Reserve lag das mittlere Haushaltsnettovermögen in den USA 2025 bei 215.900 US-Dollar. Zwei Amtsinhaber, der Republikaner Pete Ricketts aus Nebraska, und der Demokrat Mark Warner aus Virginia, verfügen sogar über ein Vermögen im neunstelligen Bereich.
Mal Flugzeug, mal Rinderzucht
Der Reichtum der Kandidaten stammt aus den unterschiedlichsten Quellen. Dutzende sind unternehmerisch beteiligt. Die Ehefrau des Abgeordneten Kevin Hern aus Oklahoma, der dort als republikanischer Kandidat für den Senat antritt, besitzt mindestens ein Flugzeug sowie den dazugehörigen Hangar. Senator Mike Rounds aus South Dakota ist als Investor im Hotelgewerbe tätig. Senatorin Cindy Hyde-Smith aus Mississippi besitzt Rinder.
Geld zu haben ist in den USA kein Makel. Schon George Washington war wohlhabend, Donald Trump hat lange Zeit das Image von Reichtum und geschäftlichem Erfolg genutzt. Allerdings versuchen bei diesen Wahlen einige Demokraten den Reichtum der Konkurrenz in ein schlechtes Licht zu rücken und sich selbst als Mann aus dem Volke zu präsentieren. In Iowa verspricht ein Werbespot für den demokratischen Kandidaten Josh Turek, dass er kein weiterer Millionär im Senat sein werde. „Als Kind trug ich gebrauchte Kleidung von Wohltätigkeitsorganisationen und hatte den falschen Essensmarken-Gutschein“, erzählt Turek und fügt hinzu: „Es sind Familien wie meine, die den Preis für Trumps Kürzungen im Gesundheitswesen zahlen.“
Letzte Erhöhung vor 17 Jahren
Die offiziellen Bezüge der Senatoren wurden zum letzten Mal im Januar 2009 erhöht. Seitdem ist die Vergütung eingefroren. Der US-Kongress hat die eigentlich gesetzlich vorgesehenen automatischen Inflationsanpassungen regelmäßig per Gesetz blockiert. Das gilt auch für die 435 Mitglieder des Repräsentantenhauses, die genau so viel verdienen wie Senatoren – im Schnitt aber deutlich weniger Reichtümer angehäuft haben.
