USA extrem: So blau und so rot können Bundesstaaten sein

Büffel, Berge, Bisons - das ist Wyoming.
IMAGO/Matthew S. Duboff- Rhode Island wählte am stärksten demokratisch, Wyoming am deutlichsten republikanisch.
- Kontraste prägen beide Staaten – Küsten und Städte hier, Weite und Rocky Mountains dort.
- In Rhode Island siegte Senator Jack Reed mit 66,6 Prozent; alle Top-Ämter gingen an Demokraten.
- In Wyoming gewann Harriet Hageman mit 65,2 Prozent – die rote Mauer hielt bei allen Schlüsselposten.
- Nachbarstaaten lieferten die zweitbesten Parteiergebnisse: Massachusetts für Blau, South Dakota für Rot.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Sehr viel unterschiedlicher können US-amerikanische Bundesstaaten nicht sein. Da ist Rhode Island, der Ocean State in Neuengland. 600 Kilometer Küstenlinie, Sandstrände und Häuser aus der Kolonialzeit prägen den kleinsten Bundesstaat.
Und da ist Wyoming. Rund 62 Mal größer, aber mit nur etwa halb so vielen Einwohnern, rund eine halben Million. Weite Flächen und die Rocky Mountains prägen hier das Bild, Cowboyland. Der Unterschied könnte kaum größer sein, auch nicht politisch. Kein Bundesstaat hat so demokratisch gewählt wie Rhode Island, kein anderer so republikanisch wie Wyoming.
Zwischen den Staaten liegen Welten
Die Provinzhauptstädte Providence an der Ostküste und Cheyenne im weiten Westen sind rund 2800 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Das ist weiter als von Stuttgart ins marokkanische Marrakesch, weiter als von Berlin nach Perm.
Perm ist das Tor nach Sibirien. Es ist kein Wunder, dass Welten zwischen den beiden Bundesstaaten liegen, die doch zu dem gleichen Gebilde USA gehören.

Die Brown University in Providence zählt zu den geschichtsträchtigen Orten.
BING GUAN/AFPWyoming hat mit die günstigsten Grundstückspreise in den gesamten USA, Rhode Island zählt zu den teureren Pflastern. Von Providence aus ist man mit der Bahn in rund einer Stunde in Boston, nach New York dauert es zwei bis drei Stunden länger.
In Cheyenne kann man gar nicht erst in den Fernzug steigen. Die Schienen, die hier verlegt sind, dienen ausschließlich dem Güterverkehr. Kein Wunder, dass sich die Lebenswelten der Bewohner komplett unterscheiden, und damit auch das politische Denken.
Die blaue Welle schlägt hier am stärksten auf
Bei den Zwischenwahlen ist die blaue Welle in dem Ostküstenstaat besonders heftig angebrandet. Der demokratische Senator Jack Reed wurde wiedergewählt, und das schon für eine sechste Amtszeit und mit dem landesweit besten Ergebnis: 66,6 Prozent der Wähler stimmten für ihn.
Damit nicht genug. Die beiden Sitze im Repräsentantenhaus, der Gouverneursposten und der der Generalstaatsanwältin gingen ebenfalls an Vertreter der Demokraten. Bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Providence gewann David Morales. Der ist Mitglied der linken Socialists of America und mit 28 Jahren jüngstes Mitglied des Landesparlaments.
In Wyoming hingegen ist die blaue Welle von einer roten Mauer gestoppt worden. Die bisherige Kongressabgeordnete Harriet Hageman hat die Wahlen in den Senat nicht nur gewonnen, sie hat triumphiert. 65,2 Prozent der Stimmen sind das beste Ergebnis, dass die Republikaner in diesen Zwischenwahlen erreicht haben.
Donald Trump hatte bei der Abstimmung vor zwei Jahren mehr als 71 Prozent der Stimmen in Wyoming erhalten. Mehr gab es nirgendwo für den US-Präsidenten.
Die rote Mauer hält stand
Auch die höchsten Führungspositionen in Wyoming sind weiterhin fest in republikanischer Hand. Die Roten gewannen sowohl das Gouverneursamt als auch den einzigen Kongressabgeordneten, den der Bundesstaat stellt. Auch mehrere mit Ministern vergleichbare Posten, die hier gewählt wurden, gingen klar an die Republikaner.
Die zweitbesten Ergebnisse für Demokraten und Republikaner gab es in den jeweiligen Nachbarstaaten der beiden Spitzenreiter. Für die Demokraten in Massachusetts, für die Republikaner in South Dakota.
