Vorfall in Leipzig
: Im Hotel randaliert? Aufsehen um Oberbürgermeister aus Sachsen

In Leipzig muss die Polizei einen randalierenden Hotelgast zur Räson bringen. Der ist offensichtlich kein Unbekannter. Was zu dem Fall bisher bekannt ist.
Von
red/dpa
Freiberg/Leipzig
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Die Sonne scheint auf die Leipziger Innenstadt mit dem Schwanenteich und der Oper sowie dem City-Hochhaus.

Jan Woitas/dpa
  • Freibergs Oberbürgermeister Philipp Preißler war an einem Polizeieinsatz in Leipzig beteiligt.
  • Ein Mann randalierte in einem Hotel, warf Gegenstände aus dem Fenster und verletzte zwei Polizisten.
  • Die Polizei brachte ihn ins Krankenhaus – es wird wegen Sachbeschädigung und Widerstands ermittelt.
  • Die Stadt bestätigte Preißlers Beteiligung, nannte keine Details; die Polizei nennt keinen Namen.
  • Preißler ist seit Ende Juni im Amt und war privat in Leipzig. Zu Alkohol oder Drogen gibt es keine Angaben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Freibergs neuer Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) ist in einen Polizeieinsatz verwickelt gewesen. Die Polizeidirektion Leipzig berichtete, dass in der Stadt am Donnerstag ein Mann in einem Hotelzimmer randaliert und Gegenstände aus dem Fenster geworfen habe. Als die Polizei eingriff, habe der Mann zwei Beamte leicht verletzt. Anschließend wurde der Randalierer in ein Krankenhaus gebracht. Ermittelt wird nun wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Auf dpa-Anfrage bestätigte eine Sprecherin der Stadt Freiberg am Sonnabend, dass Preißler an dem Vorfall beteiligt gewesen sei. Was er genau gemacht habe und inwieweit gegen ihn ermittelt werde, dazu verwies sie an die zuständige Polizei. Ein Sprecher der Polizeidirektion Leipzig wollte auf Anfrage nichts zur Identität des Beschuldigten sagen. Auch zu der Frage, ob bei dem Vorfall Alkohol oder Drogen im Spiel waren, äußerte er sich nicht.

Preißler selbst war telefonisch nicht zu erreichen. Er hatte sich vergangenen Herbst bei der Oberbürgermeisterwahl im zweiten Wahlgang mit knapp 46 Prozent der Stimmen gegen drei Konkurrenten durchgesetzt. Wegen einer Anfechtung der Wahl hatte er das Amt aber erst Ende Juni antreten können. Aktuell sei er im Urlaub, hieß es seitens der Stadt. Daher sei er bei dem Vorfall auch nicht dienstlich, sondern privat in Leipzig gewesen. 

Über den Fall hatten zuvor bild.de und die „Freie Presse“ berichtet.