Washington: „Von ganzem Herzen, Natalie“: Trumps hingebungsvolle Assistentin rückt ins Rampenlicht

Bislang hatte Trumps Assistentin Natalie Harp es verstanden, trotz ihrer ständigen Präsenz an der Seite von Donald Trump das Rampenlicht zu meiden (Archivfoto).
KEN CEDENO/afp- Trumps Assistentin Natalie Harp rückte in den Fokus nach einem heimlichen Flugzeugwechsel.
- Grund war laut Berichten eine Morddrohung aus dem Iran – Rubio blieb auf der Air Force One.
- Harp steuert Informationszugang zu Trump und postet in seinem Truth-Social-Konto.
- Trump hält sie für unersetzlich, das Weiße Haus verteidigt ihre Loyalität und Arbeit.
- Harp sieht Trump als Lebensretter, da sie durch ein Programm Zugang zu Medikamenten erhielt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bislang hatte es Natalie Harp verstanden, trotz ihrer ständigen Präsenz an der Seite von Donald Trump das Rampenlicht zu meiden. Doch seit bekannt wurde, dass die Assistentin des US‑Präsidenten eine der wenigen Menschen aus seinem Umfeld war, die mit Trump heimlich beim Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei das Flugzeug tauschte, ist sie unfreiwillig ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.
Grund für das heimliche Umsteigen von der Air Force One in eine kleinere Militärmaschine war Medienberichten zufolge eine Morddrohung aus dem Iran gewesen – unter anderem US‑Außenminister Marco Rubio soll demnach an Bord des offiziellen Präsidentenflugzeugs geblieben sein.
Nach hämischen Bemerkungen eines demokratischen Politikers erging sich nicht nur das Internet in wilden Spekulationen, auch das Weiße Haus reagierte, indem es Presseanfragen zu Harps Rolle in brüsker Manier abbügelte.
Der Demokrat Jon Ossoff, der als Präsidentschaftskandidat für die Wahl im Jahr 2028 gehandelt wird, warf Trump vor, statt seine Arbeit zu erledigen, wolle dieser lieber „seinen Ballsaal bauen und mit Natalie reisen“.
Harp kontrolliert Zugang von Informationen zum US‑Präsidenten
Harp wird gerne etwas abfällig als Trumps „menschlicher Drucker“ bezeichnet, weil sie ein tragbares Gerät mit sich führt, um Dokumente für den US-Präsidenten auf Papier zu bringen. Doch damit wird die Rolle der 35-Jährigen, die angeblich keinen Tag seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit freigenommen hat, grob unterschätzt.
Tatsächlich ist es Harp, die den Zugang von Informationen zum US‑Präsidenten kontrolliert. Sie gehört zudem zu den wenigen Mitarbeitern, die direkten Zugriff auf Trumps Konto in seinem eigenen Dienst Truth Social haben.
Einer Dokumentation aus dem Jahr 2024 über den Präsidentschaftswahlkampf zufolge schreibt sie die von Trump diktierten Posts nieder und fügt sogar die für ihn typischen Großbuchstaben ein. Trump hält sie angeblich für unersetzlich, was ihre ständige Präsenz vom Oval Office bis hin zu seinem Präsidentenhubschrauber und -flugzeug erklärt.
Weißes Haus verteidigt Harps Rolle vehement
Die beiden Journalisten der „New York Times“, Maggie Haberman und Jonathan Swan, berichten in ihrem jüngst erschienenen Buch „Regime Change“ über das erste Jahr von Trumps zweiter Amtszeit. Nach ihren Recherchen soll Trump gesagt haben, Harp sei der einzige Mensch, der ihn so liebe wie seine Frau und seine Kinder. „Alle von Euch werden losziehen, um Geld zu verdienen“, sagte er demnach. „Sie wird mich nie verlassen.“
Das Ausmaß ihrer Loyalität gegenüber Trump hat schon für Stirnrunzeln gesorgt. „Du bist alles, was mir wichtig ist“, soll sie dem Buch zufolge in einer Notiz an den Präsidenten geschrieben haben. In einer weiteren entschuldigte sie sich dafür, ihn in Verlegenheit gebracht zu haben, als in einem Video zu sehen war, wie sie in Schottland Trumps Golfmobil hinterhersprintete. Unterzeichnet war diese Notiz laut „New York Times“ mit den Worten: „Von ganzem Herzen, Natalie.“
Das Weiße Haus verteidigt Harps Rolle vehement. „Natalie Harp ist eine der loyalsten und am härtesten arbeitenden Assistenten in Präsident Trumps Team“, sagte Sprecher Davis Ingle der Nachrichtenagentur AFP. „Die Medien sollten wieder dazu zurückkehren, über echte Nachrichten zu berichten, statt die Themen der Trump-verblendeten Liberalen wiederzukäuen.“
„Ich wäre nicht am Leben, wenn es Dich nicht gäbe“
Harps von ihr entfremdeter Bruder sagte dem Sender CNN, ihre „Vernarrtheit“ in Trump entspringe nicht einer „körperlichen Anziehung“. Vielmehr glaube seine Schwester, Trump habe ihr das Leben gerettet. Harp hatte gesagt, dass sie an Knochenkrebs im Endstadium gelitten habe, aber durch experimentelle Medikamente geheilt wurde, zu denen sie im Rahmen eines Programms während Trumps erster Amtszeit Zugang hatte.
„Ich wäre nicht am Leben, wenn es Dich nicht gäbe“, sagte Harp 2020 auf dem Parteitag der Republikaner. Ein Jahr zuvor bezeichnete sie Trump bei einem gemeinsamen Auftritt als „meinen guten Samariter“.