Comebacks im Sport
: Diese Fußballer haben den Krebs überwunden

Der Frankfurter Marco Russ hat im Pokal gegen Bielefeld nach seiner Krebserkrankung sein viel umjubeltes Comeback gegeben. Diese Fußballer haben den Krebs überwunden.
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sid/doi
Stuttgart
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  • Marco Russ (links mit Nachwuchs) hat nach dem Krebs sein Comback gegeben.

    dpa
  • Benjamin Köhler: Ganz Fußball-Deutschland litt mit dem Mittelfeld-Arbeiter von Union Berlin, als bei Köhler Anfang 2015 ein Hodgkin-Lymphom, ein bösartiger Tumor des Lymphsystems, im Bauch diagnostiziert wurde. Köhler, ein Kämpfer auf und neben dem Feld, stellte sich der Krankheit. Im Juli 2015 gab sein Club Köhlers Genesung bekannt, im März 2016 feierte er sein Comeback.

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  • Eric Abidal (links im Bild): Der französische Nationalspieler in Diensten des FC Barcelona erkrankte im März 2011 an einem Lebertumor, der umgehend entfernt wurde. Abidal feierte zwei Monate später sein Comeback, musste sich aber im April 2012 einer Lebertransplantation unterziehen. 2013 kehrte er auf den Platz zurück, beendete seine Karriere aber ein Jahr später bei Olympiakos Piräus.

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  • Heiko Herrlich: Beim Bundesliga-Torschützenkönig von 1995 wurde im Herbst 2000 ein bösartiger Gehirntumor festgestellt. Der damalige Dortmunder Stürmer unterzog sich erfolgreich einer Strahlentherapie und spielte ein Jahr später wieder in der Bundesliga. „Ich habe meinen bisher schwersten Sieg errungen“, sagte Herrlich.

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  • Ebbe Sand: Der spätere Schalker Publikumsliebling litt während der WM 1998 an Hodenschmerzen, spielte und überzeugte dennoch für Dänemark. Nach dem Turnier wurde Krebs diagnostiziert, Sand unterzog sich einer OP und feierte nach drei Wochen sein Comeback.

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  • Uwe Rösler: Im deutschen Fußball-Osten, in England, in Norwegen – der Stürmer war stets Publikumsliebling und Kultfigur. Als Profi bei Lilleström SK erwischte Rösler 2003 die Diagnose Lymphdrüsenkrebs: Ein halbes Jahr Chemotherapie, zehn Kilo Gewichtsverlust, Kuren – Röslers Spielerkarriere war beendet, als Trainer startete er danach vor allem in England durch.

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  • Jonas Gutierrez (links im Duell mit Philipp Lahm): Körperlich ist der Argentinier wieder komplett gesund, seelisch bleiben Wunden: 2013 war der Nationalspieler an Hodenkrebs erkrankt, fühlte sich danach von seinem Vereins Newcastle United abserviert.

    dpa
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Frankfurt - Kurz vor Abpfiff erhoben sich die 39 000 Zuschauer in der Commerzbank-Arena, Jubel brandete auf. Die Einwechslung von Marco Russ Sekunden vor dem Ende war der emotionale Höhepunkt eines Spiels, das zuvor wenig Highlights geboten hatte. 285 Tage hatte Russ nicht mehr gespielt – Ende der vergangenen Saison war bei dem Verteidiger Krebs diagnostiziert worden.

Zwei Chemo-Therapien folgten. Russ kämpfte und besiegte die Krankheit. Jetzt die Gänsehaut-Rückkehr. „Ich war wie in einem Tunnel“, sagte Russ zu den Momenten vor der Einwechslung. Fast zwei Minuten musste der 31-Jährige an der Seitenlinie warten, bis der Ball endlich ins Aus ging und Russ für Youngster Aymen Barkok in die Partie kam.

Ein Hauch gemessen an seiner langen Leidenszeit zuvor. Das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Russ’ Frankfurern und Bielefeld endete 1:0. Andere Beispiele von Fußballern, die den Krebs besiegten.