Der neue Handball-Bundestrainer
: Alfred Gislason: Wenig Stationen, viele Erfolge

Alfred Gislason ist der neue Handball-Bundestrainer. Schon vor langer Zeit hat er die deutsche Nationalmannschaft als die interessanteste der Welt bezeichnet. Wir haben Fotos aus Gislasons Zeit als Spieler und Trainer zusammengestellt.
Von
Jürgen Frey
Stuttgart
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  • Immer engagiert an der Seitenlinie: Der neue deutsche Bundestrainer Alfred Gislason.

    dpa/Axel Heimken
  • Alfred Gislason bei seinem Abschied aus Kiel 2019 neben seiner Ehefrau Kara-Gudrun. Mit ihr hat er zwei Söhne (Elfar und Andri), eine Tochter (Adelheid) und auch bereits Enkelkinder. Vom Bundesliga-Alltag hatte der 60-Jährige genug. „Ich habe mehr Busreisen hinter mir als die meisten hauptberuflichen Busfahrer“, erklärte Gislason, dem bisweilen ein gewisser schwarzer Humor zu eigen ist.

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  • Alfred Gislason: Champagner-Dusche nach dem EHF-Pokal-Sieg mit dem THW Kiel im Mai 2019. Es war sein letzter Titel mit den Zebras.

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  • Handball-Ikonen unter sich: Heiner Brand (li.) und Alfred Gislason. Brand war von 1997 bis 2011 Bundestrainer. Gislason startet am 9. März mit einem Lehrgang, das erste Länderspiel mit Deutschland findet am 13. März in Magdeburg gegen die Niederlande statt.

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  • Die Zeit des Ausruhens ist vorbei. Alfred Gislason ist spätestens beim Olympia-Qualifikationsturnier vom 17. bis zum 19. April in Berlin gefordert. Gegen Schweden, Slowenien und Algerien geht es um das Ticket für die Sommerspiele in Tokio.

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  • Alfred Gislason im Gespräch mit Rolf Brack, bei dem der Isländer seine Trainer-A-Lizenz machte. „Alfred ist ein guter Typ und ein sehr schlauer Trainer“, sagt Brack über seinen ehemaligen Schüler.

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  • Alfred Gislason mit dem Kieler Maskottchen Hein Daddel. Mit dem THW feierte der Isländer zahlreiche Erfolge, unter anderem gewann er 2010 und 2012 die Champions League. Schon 2002 war ihm das mit dem SC Magdeburg gelungen.

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  • Alfred Gislason mit dem DHB-Pokal nach dem Triumph im April 2019, sein letzter nationaler Titel mit dem THW Kiel. Danach machte der Hobby-Angler und Historiker mit dem Faible für ein Glas spanischen Rotwein und dunkle Schokolade erst einmal Pause.

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  • Alfred Gislason triumphiert mit dem THW Kiel 2012 in der Champions League. Schon zu diesen Zeiten hatte er gesagt: „Irgendwann möchte ich eine Nationalmannschaft trainieren. Und da ist die interessanteste der Welt die deutsche.“

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  • Alfred Gislason (li.) neben seinem Co-Trainer Frank-Michael Wahl bei der SG VfL BHW Hameln. Der Verein war in der Zeit zwischen 1997 und 1999 seine erste Trainerstation in Deutschland.

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  • Von 1983 bis 1988 spielte Gislason in der Bundesliga für TuSEM Essen. Es war seine erste Station als Spieler in Deutschland. Mit dem Club gewann er zweimal die deutsche Meisterschaft.

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  • Der isländische Handballer Olafur Stefansson (re.) küsst seinen Trainer Alfred Gislason vom SC Magdeburg nach dem Gewinn der Deutschen Handball-Meisterschaft 2001. Schon damals schwärmte Gislason von seiner Sportart: „Stell dir ein Spitzenspiel im Fußball vor, multizipliere den Faktor von Aktion, Schnelligkeit, Spannung, Taktik mit fünf, und schon kommst du auf ein Spitzenspiel im Handball. Es gibt keinen besseren Sport“, lautet seine Liebeserklärung.

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  • Abschied im Juli 2019 aus Kiel. Die Rosen waren ein Geschenk für Gislason, der ein Faible für Gartenarbeit hat.

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Stuttgart - Alfred Gislason ist zurück im Trainergeschäft. Der Isländer hat als neuer Bundestrainer der deutschen Handballer einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. Der 60-Jährige bringt sehr viel Erfahrung mit und hat zahlreiche Erfolge als Trainer aufzuweisen. Siebenmal feierte er die deutsche Meisterschaft, sechsmal holte der den DHB-Pokal, dreimal triumphierte er in der Champions League, zweimal im EHF-Pokal und fünfmal wurde er als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Gislason hatte in seiner langen Karriere relativ wenige Stationen als Trainer, Vereinstreue war dem Hobby-Angler und Historiker immer wichtig. KA Akureyri (1991 bis 1997), SG VfL/BHW Hameln (1997 bis 1999), SC Magdeburg (1999 bis 2006), Nationaltrainer Island (2006 bis 2008) und THW Kiel (2008 bis 2019) lauteten seine Stationen.

Aus unserem Plus-Angebot: Kommentar zur Trennung von Christian Prokop

„Ich habe immer gesagt, dass ich eines Tages eine Nationalmannschaft trainieren möchte. Und da ist die interessanteste der Welt die deutsche“, hatte Gislason schon vor längerer Zeit gesagt. Nun darf er sie als Nachfolger von Christian Prokop betreuen. Am 9. März startet der Lehrgang in Aschersleben. Am 13. März steht das Test-Länderspiel gegen die Niederlande in Magdeburg auf dem Programm. Und die Nagelprobe wird dann das Olympia-Qualifikations-Turnier vom 17. bis zum 19. April in Berlin. Gegner sind Schweden, Slowenien und Algerien. Zwei der vier Teams ergattern ein Ticket für Tokio.

Wir haben Fotos aus der Spieler- und Trainer-Karriere von Alfred Gislason zusammengestellt. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.