Die ältesten Eintagesrennen im Radsport haben einen besonderen Namen: Sie werden die „Monumente des Radsports“ genannt – dazu gehört zum Beispiel Paris-Roubaix, das am Sonntag ist. Und wer noch? Und welche drei Fahrer haben eigentlich alle Monumente gewinnen können?
Klassiker zeichnen sich durch eine besonders anspruchsvolle Strecke aus.
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Mailand-San Remo ist der traditionelle Start in die Saison der großen Klassiker - und das erste Monument des Jahres. Das Rennen (im Bild John Degenkolb bei seinem Sieg 2015) fand erstmals im Jahr 1907 statt. Es findet traditionell im März statt und ist das erste große Rennen der neuen Saison. Es ist um die 290 Kilometer lang – und trotz der Schwere wird „la Classicissima“ oft von Sprintern für sich entschieden; allerdings meist von jenen schnellen Männern, die nicht beim ersten kleinen Berg abreißen lassen müssen. Fahrer wie etwa John Degenkolb oder auch früher Erik Zabel (vier Siege), der sich in seinen späteren Jahren ohnehin immer stärker vom reinen Sprinter zum Klassiker-Fahrer entwickelte. In diesem Jahr siegte Julian Alaphilippe.
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Das zweite Monument des Jahres ist die Flandernrundfahrt. Das Rennen fand erstmals 1913 statt – es ist immer Anfang April und immer eine Woche vor Paris-Roubaix. Es findet auch auf dem berüchtigten Kopfsteinpflaster statt und ist eine besondere Herausforderung für Mensch und Material. Seit 2012 wird die Flandernrundfahrt von den insgesamt jeweils dreimal zu überquerenden Hellingen Oude Kwaremont und Paterberg vor dem Zieleinlauf in Oudenaarde abgeschlossen. Dieses Jahr siegte der Außenseiter Alberto Bettiol.
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Natürlich gehört Paris-Roubaix zu den Monumenten des Radsports – und seinem Streckenprofil entsprechend bekommt der Sieger (im Bild John Degenkolb) einen Pflasterstein. Die Kopfsteinpflasterpassagen werden auch Pavés genannt. Jahr für Jahr fordert dieses brutale Rennen seinen Tribut – je nach Wetterlage kommt es immer wieder zu heftigen Unfällen. Gerade bei feuchtem Wetter werden die Pavés spiegelglatt. Der „Wald von Arenberg“ ist eine der bekanntesten Passagen. Es ist das zweitälteste Monument, seit 1896 findet es statt. Es wird auch die „Mutter der Klassiker“ genannt. Ein anderer Spitzname ist „Die Hölle des Nordens“ – das bezieht sich indes nicht auf die Schwierigkeit des Rennens, sondern stammt aus den Weltkriegsjahren, als die Strecke nach dem Ersten Weltkrieg danach durch eine weitgehend zerstörte Landschaft führte. Das Ziel ist im Velodrome von Roubaix.
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Weiter geht es mit Lüttich-Bastogne-Lüttich – mit dem ältesten noch ausgetragenen Eintagesrennen des Radsports (Premiere 1892). Es trägt des halb auch den Beinamen „La Doyenne“ (Die Älteste) Lüttich–Bastogne–Lüttich gilt aufgrund seines sehr hügeligen Profils durch die wallonischen Ardennen als einer der schwersten Klassiker im Radsport. Zum Schluss hin gilt es, viele kurze, schwere Anstiege zu bewältigen, weswegen auch klassische Bergfahrer hier zumindest eher eine Chance haben können. Es findet dieses Jahr am 28. April statt.
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Das fünfte und letzte Monument des Radsports ist wohl das unbekannteste – und selbst mancher Radsportfan muss etwas überlegen, um alle Monumente zusammenzukriegen. Oft scheitert es am nämlich letzten. Es ist das einzige Rennen dieser Kategorie, das nicht im Frühjahr statt findet, sondern am Ende eines langen Radsportjahres – und mutmaßlich deshalb etwas hinten runter fällt: Wir reden von der – Lombardei-Rundfahrt. Sie gibt es seit 1905 – und findet im Oktober statt. Es ist der Abschluss der Saison. Veranstaltet wird es von der „Gazzetta dello Sport“, Rekordsieger ist Fausto Coppi (fünf Siege)
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Und das ist einer von nur drei Radfahrern, die alle Monumente gewinnen konnten. Der Mann rechts ist Rik Van Looy – und der Belgier hat zwischen 1970 und 1979 alle fünf Monumente gewonnen. Mailand–Sanremo: 1973, 1978, 1979. Flandernrundfahrt: 1977. Paris–Roubaix: 1972, 1974, 1975, 1977. Lüttich–Bastogne–Lüttich: 1970. Lombardeirundfahrt: 1974, 1976
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Das ist der „Kannibale“: Eddy Merckx. Der einzigartige Belgier hat natürlich auch das Kunststück geschafft, bei allen Monumenten zu siegen. Er gewann sieben Mal Mailand–Sanremo und fünf Mal Lüttich–Bastogne–Lüttich, womit er Rekordsieger dieser Rennen ist. Dazu dreimal Paris–Roubaix und je zweimal die Lombardei-Rundfahrt und die Flandernrundfahrt.
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Der Herr hier auf dem Foto ist der dritte und letzte im Bunde – und der dritte Belgier: Rick van Looy. Dreimal gewann er Paris–Roubaix, zweimal die Flandernrundfahrt, je einmal Mailand–Sanremo, Lüttich–Bastogne–Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt.
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Stuttgart - Im Radsport steht der Höhpeunkt der Klassiker-Saison bevor: An diesem Sonntag findet das wohl berümteste Eintagesrennen statt – das legendäre Rennen Paris-Roubaix.
Der Radsport pflegt und liebt seine Traditionen – und er liebt die alten Rennen. Es gibt Klassiker, Halbklassiker und auch nationale Klassiker, der Begriff ist nicht klar definiert, ein entscheidendes Kriterium ist aber die Tradition und das Profil. Unstrittig ist dabei die höchste Kategorie der Klassiker: Die ältesten Eintagesrennen werden die „Monumente des Radsports“ genannt. Sie wurden alle schon vor dem Ersten Weltkrieg ausgetragen und sie haben eine Siegerliste voller großer Namen.
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Man spricht gerne vom Klassiker-Fahrer, wenn es sich um einen besonders tempoharten wie auch widerstandsfähigen Radprofi handelt, der dazu auch mit mittleren Bergen gut zurecht – Fahrer wie Alejandro Valverde, Eddy Merckx oder Fabian Cancellara zum Beispiel.
Insgesamt gibt es fünf „Monumente des Radsports“ – viele Radfans werden Sie sicher aufzählen können.
Für alle anderen präsentieren wir sie in unserer Bildergalerie. Dazu finden sie dort auch die einzigen Fahrer, die alle „Monumente“ gewinnen konnten.