: Maradona, Biles, Schulz – die größten Sportereignisse in Stuttgart
Die deutsche Nationalmannschaft trifft im EM-Viertelfinale am Freitag in Stuttgart auf Spanien. Es ist der sportliche Höhepunkt der bisherigen EM – und das nächste Kapitel in einer Reihe sportlicher Großereignisse in Stuttgart.
Diego Maradona im Neckarstadion: 1989 begrüßte der VfB (am Boden: Nils Schmäler) die SSC Neapel zum Uefa-Cup-Finale.
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Damals wurden die Finals noch mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Das Hinspiel in Neapel verlor der VfB mit 1:2, unter anderem verwandelte Maradona einen umstrittenen Handelfmeter. Im Rückspiel vor 67 000 Zuschauern kam die Mannschaft um Kapitän Karl Allgöwer (rechts) nicht über ein 3:3 hinaus – der Pokal ging an Maradona (links) und die Italiener.
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1988 – Das Neckarstadion ist Austragungsort des Finalspiels im Europapokal der Landesmeister. Damals gewinnt die PSV Eindhoven (unter anderem mit dem heutigen Bondscoach Ronald Koeman) im Elfmeterschießen gegen Benfica Lissabon.
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1959 – Zum ersten Mal hatte ein internationales Finale noch in den 1950er-Jahren in Stuttgart stattgefunden. Das „weiße Ballett“ von Real Madrid bat vor 80 000 Zuschauern Stade Reims zum Tanz und gewann mit 2:0.
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2006 – Feuerwerk über dem Gottlieb-Daimler-Stadion. Und das, obwohl das „Sommermärchen“ bei der WM für Deutschland gar nicht mit dem Titel endet. Der 3:1-Sieg über Portugal bildet trotzdem den versöhnlichen Abschluss des Turniers. Sämtliche Bedenken, das Spiel um die goldene Ananas würde niemanden mehr interessieren, sind schnell weggewischt: Schon auf der Fahrt zum Stadion wird die Mannschaft frenetisch bejubelt.
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1988 – Bereits beim ersten Stelldichein Fußball-Europas in Deutschland ist das Stuttgarter Neckarstadion einer der Austragungsorte Zum Beispiel vom zweiten Halbfinale. Damals gewinnt die Sowjetunion (weiße Trikots) mit 2:0 gegen Italien (mit der Nummer neun der heutige Real-Trainer Carlo Ancelotti).
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1974 – Das Neckarstadion ist auch einer der Schauplätze der Heim-WM. Zwar spielen die Gastgeber nie in Stuttgart, dafür aber die Überraschungsmannschaft des Turniers: Polen wird damals Dritter und besiegt in der Vorrunde in Stuttgart unter anderem Italien.
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1950 – Von der Weltmeisterschaft ist Deutschland ausgeschlossen worden, das erste Länderspiel nach dem Zweiten Weltkrieg bestreitet die deutsche Mannschaft deshalb erst im November. Max Morlock (beim Kopfball) und die Nationalelf gewinnen in Stuttgart vor mehr als 100 000 Zuschauern mit 1:0 gegen die Schweiz. Mit dabei ist damals auch VfB-Linksaußen Karl Barufka.
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1993 – Doch Stuttgart tut sich nicht nur als Gastgeber von Fußballturnieren hervor. In der Landeshauptstadt findet 1993 auch die Leichtathletik-WM statt – mit durchschlagendem Erfolg. Mehr als eine halbe Million Menschen kommen zu den Wettkämpfen, so viele wie noch nie zuvor bei einer EM. Am Ende werden die Zuschauer sogar belohnt. Der „Fair Play“-Award der EM geht symbolisch ans gesamte Stuttgarter Publikum. Die 25 000 Mark Preisgeld fließen in die Nachwuchsförderung der neuen Bundesländer.
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1995 – Denkwürdiger Abend in der Schleyerhalle: Im Kampf um den Weltmeistertitel der IBF unterliegt der deutsche Boxer Axel Schulz (rechts) dem Südafrikaner Francois Botha ebenso knapp wie umstritten nach Punkten. Für viele der etwa 11 000 Zuschauer ist das nur schwer zu akzeptieren, es fliegen Sektgläser, Bierflaschen, Stühle. Einige Gäste in den vorderen Reihen werden leicht verletzt, unter ihnen der damalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Fast 18 Millionen Menschen sehen all das vor den Fernsehern – für RTL ist es bis heute die beste Einschaltquote in der Sendergeschichte.
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1985 – Stuttgart ist einer von drei Austragungsorten der Basketball-Europameisterschaft. Alle Spiele ab dem Viertelfinale finden in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt. Europameister wird die Sowjetunion, die deutsche Mannschaft (im Bild Detlef Schrempf im kleinen Halbfinale gegen Jugoslawien) erreicht den fünften Platz.
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2007 – Als „Wintermärchen“ geht der deutsche Sieg bei der Handball-WM im eigenen Land in die Geschichte ein. Spielort in Stuttgart war die Porsche-Arena, dort bestreiten die vier Mannschaften der Gruppe F (Kroatien, Russland, Südkorea, Marokko) ihre Vorrundenspiele.
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2019 – Fünf Mal Gold gibt es für die US-Turnerin Simone Biles bei der WM 2019 in der Schleyer-Halle. Seit 1958 war das keiner Athletin mehr gelungen, zudem bricht Biles in Stuttgart den Rekord für die meisten gewonnenen Medaillen bei Weltmeisterschaften. Bereits 2007 hatte die Turn-WM in Stuttgart stattgefunden.
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Immer wieder war Stuttgart in vergangenen Jahren Austragungsort von Radsport-Ereignissen. So fanden dort unter anderem die Weltmeisterschaften 1991 und 2007 (im Bild) sowie die Hallenradsport-WMs 2016 und 2021 statt.
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Für viele ist es ein vorgezogenes Finale, in jedem Fall treffen die beiden Mannschaften aufeinander, die bisher am meisten überzeugen konnten. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt am Freitag im Viertelfinale der EM 2024 auf Spanien. Anpfiff in der Stuttgarter Arena ist um 18 Uhr. Es ist das letzte von fünf EM-Spielen in der Heimspielstätte des VfB und mit Sicherheit das sportlich attraktivste.
Allerdings ist es bei Weitem nicht das erste Mal, dass Stuttgart Schauplatz eines Höhepunkts im Sportjahr ist. So endete an selber Stelle beispielsweise das „Sommermärchen“ der WM 2006 mit einem 3:1-Sieg der Nationalelf über Portugal und Platz drei für Deutschland. Auch in der entfernteren Vergangenheit hatte die Nationalmannschaft in Stuttgart einen großen Auftritt. Im November 1950 empfing die Mannschaft der Bundesrepublik vor mehr als 100 000 Zuschauern die Schweiz – es war das erste deutsche Länderspiel nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Leichtathletik-WM 1993 bringt viel Lob
Außerhalb von König Fußball gab es in Stuttgart ebenfalls immer wieder sportliche Highlights zu sehen. So fand 1993 die in vielerlei Hinsicht gelobte Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt und bei der Turn-WM 2019 brach die US-Amerikanerin Simone Biles mehrfach Rekorde. Diese und weitere Sporthöhepunkte in Stuttgart sehen Sie ohne Anspruch auf Vollständigkeit in unserer Bildergalerie zum Durchklicken.