: Zagadou bei Comeback mit Note 2 – auch Führich glänzt beim VfB
Der personell umgekrempelte VfB hat am 8. Bundesliga-Spieltag gegen Mainz 2:1 (1:1) gewonnen. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler bewertet.
Dan-Axel Zagadou feierte gegen den FSV Mainz 05 sein Comeback – und überzeugte.
/THOMAS KIENZLE
Alexander Nübel (Note 2): Der Torwart war der einzige VfB-Profi, der von der Startelf aus dem Spiel bei Fenerbahce Istanbul (0:1) übrig blieb. War beim 0:1 durch Amiris Elfmeter machtlos. Strahlte Ruhe und Souveränität aus, wenn er gefordert war. Leitete den Siegtreffer von Undav mit einem weiten Ball ein. Bereits Nübels zweiter Assist der Saison.
Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
Pascal Stenzel (Note 3): Der Routinier kam zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison – und füllte die Rolle des rechten Schienenspielers zwischen Dreierkette und Offensive solide aus. Hatte in der 34. Minute ein große Torchance – verzog aber dicht vor dem Mainzer Tor. Scheiterte kurz nach der Pause mit einem Lupfer knapp. Musste nach 65 Minuten für Assignon weichen.
Pressefoto Baumann/H. Britsch
Finn Jeltsch (Note 4): Rückte nach seiner Adduktoren-Verletzung in die Anfangsformation, spielte den rechten Part in der Dreierkette. Dabei war dem U21-Nationalspieler die lange Pause anzumerken. Leistete sich zu Beginn ein paar ungewohnte Stockfehler – und war auch danach vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen.
Pressefoto Baumann
Ameen Al-Dakhil (Note 3): Auch für den belgischen Nationalspieler war Premieren-Tag, denn er absolvierte sein erstes Bundesliga-Spiel in dieser Saison von Beginn an. Machte die linke Seite gut zu, ohne allerdings durch herausragende Szenen aufzufallen.
Pressefoto Baumann
Dan-Axel Zagadou (Note 2): Gab als Mittelmann in der Dreierkette sein Comeback nach einjähriger Leidenszeit infolge von Knieproblemen. Hatte keinerlei Startprobleme – und belebte das Stuttgarter Spiel mit ein paar feinen Steilpässen in die Spitze. Köpfte Chema den Ball im Sechzehner an die Hand – die Folge war das Mainzer 1:0 durch Nadiem Amiri (41.). Dennoch eine starke Rückkehr.
Pressefoto Baumann/Julia Rahn
Josha Vagnoman (Note 3): Gab den linken Schienenspieler vor der Dreierabwehrkette. Erledigte seine Defensivaufgaben und war robust in den Zweikämpfen. Das gefiel auf der ungewohnten Position. Schwung nach vorne löste Josha Vagnoman aber zu selten aus.
Pressefoto Baumann/Julia Rahn
Chema (Note 4): Spielte wieder im defensiven Mittelfeld. Blieb zunächst unauffällig. Leistete sich dann Abspielfehler und ein Handspiel, das zum Elfmeter führte (41.). Chema wurde dabei von Dan-Axel Zagadou angeköpft, als er beide Arme nach oben gestreckt hatte. Ließ sich aber nicht unterkriegen und forderte weiter den Ball.
Pressefoto Baumann/Volker Müller
Nikolas Nartey (Note 2,5): Diesmal agierte der Däne im Mittelfeld und gefiel als Antreiber. Bissig in den Zweikämpfen und mit Zug nach vorne. Von Nikolas Nartey gingen einige Angriffe aus und er zeigte sich auch im Strafraum. Machte nach etwa einer Stunde für Angelo Stiller Platz.
Pressefoto Baumann/H. Britsch
Jamie Leweling (Note 3): Die erste Chance ging auf sein Konto. Der FSV-Torwart Robin Zentner parierte den Kopfball allerdings (13.). Ansonsten hatte es Jamie Leweling schwer, da er kaum Raum für seine Sprints mit Ball erhielt. Nach der Pause hatte der Angreifer mehr Szenen, die gut aussahen. Wurde einige Male durch Fouls gebremst. Nach 72 Minuten war Dienstschluss.
Pressefoto Baumann/Julia Rahn
Deniz Undav (Note 2,5): Spielte im Sturmzentrum. Scheiterte mit einer Chance am Torhüter Robin Zentner (19.). Versuchte es mit Spielwitz und direkten Pässen, aber einige Aktionen gingen daneben. Lauerte weiter auf seinen Moment – und der kam in der 79. Minute. Nach einem langen Pass von Alexander Nübel behielt er die Ruhe und lupfte zum 2:1 ins Netz.
Pressefoto Baumann/Julia Rahn
Chris Führich (Note 2): Stürmte über den linken Flügel. Bemüht, Tempo in seine Aktionen zu bekommen. Einige Dribblings verpufften, doch dann spielte Chris Führich den Arjen Robben von links – und traf sehenswert mit rechts zum 1:1 (45.+4). Nach dem erlösenden Tor spielte er befreit auf. Räumte entkräftet seinen Platz (72.).
Pressefoto Baumann/Volker Müller
Angelo Stiller (Note 3): Kam für Nikolas Nartey im Mittelfeld (62.). Mit der gewohnten Ruhe am Ball. Angelo Stiller war dann wichtig als Ballverteiler.
Pressefoto Baumann/Julia Rahn
Lorenz Assignon (Note 3): Der Franzose kam nach 65 Minuten für Stenzel ins Spiel. War wie immer sehr lauffreudig bei der Sache. Belebte die rechte Seite, verteidigte in der Schlussphase konsequent – ohne letztlich entscheidend auf den Plan zu treten.
Pressefoto Baumann/Volker Müller
Bilal El Khannouss (Note 3): Wurde für Chris Führich eingewechselt (72.). Gleich um Druck nach vorne bemüht. Akzente setzte Bilal El Khannouss jedoch nicht.
Pressefoto Baumann/Volker Müller
Tiago Tomas (Note 3,5): Ersetzte Jamie Leweling (72.). Mit seiner Sprintstärke sollte Tiago Tomas für Entlastung sorgen. Half am Ende aber hinten aus.
Pressefoto Baumann/Volker Müller
Jeff Chabot (Note ): Kam in der 75. Minute für Zagadou – zu spät für eine Bewertung.
Pressefoto Baumann/Julia Rahn
1 / 17
Der VfB Stuttgart hat am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga vor 59 000 Zuschauern in der MHP-Arena gegen den 1. FSV Mainz 05 2:1 (1:1) gewonnen. Nadiem Amiri hatte die Mainzer mit einem verwandelten Handelfmeter in Führung gebracht (41.). Chris Führich glich unmittelbar vor der Pause mit einem schönen Schlenzer zum 1:1 aus (45. + 4). Der Siegtreffer gelang Deniz Undav (79.).
Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß nach dem fünften Sieg in Folge 18 Punkte auf der Habenseite – und bleibt Dritter. Am kommenden Mittwoch geht es erneut gegen den 1. FSV Mainz 05, diesmal aber in Rheinhessen. Um 18 Uhr wird in Mainz das DFB-Pokalspiel der zweiten Runde angepfiffen (Liveticker).
Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.