: Demirovic trifft traumhaft – unsere Noten für die VfB-Profis
Der VfB Stuttgart hat im Landesduell der Bundesliga den SC Freiburg mit 1:0 besiegt. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler bewertet.
Von
Heiko Hinrichsen und David Scheu
Stuttgart
Der Schuss ins Glück: VfB-Stürmer Ermedin Demirovic erzielt im Heimspiel gegen den SC Freiburg den späten Siegtreffer zum 1:0.
Baumann/Volker Müller
Alexander Nübel (Note 2,5): Der VfB-Torhüter bekam in der ersten Halbzeit von den Freiburgern keinen Ball direkt auf sein Tor. Hatte kurz vor der Pause Glück, als er einen Ball direkt vor der Torlinie mit dem Fuß durchrutschen ließ. Hielt in der Nachspielzeit mit einer Monsterparade den Sieg des VfB fest.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Josha Vagnoman (Note 3): Schaltete sich von Beginn an auf der rechten Seite ins Offensivspiel mit ein. Hatte nach rund einer Viertelstunde auch eine Kopfballchance. Baute im weiteren Spielverlauf allerdings ab – und trat fortan nicht mehr mit effektiven Szenen in Erscheinung. Stand hinten aber sicher.
Baumann/Alexander Keppler
Finn Jeltsch (Note 3): Der 19-Jährige spielte im Abwehrzentrum eine solide Partie – aber nicht ohne Fehler. In der 48. Minute rettete er nach einem von ihm selbst verlorenem Ball mit einer Grätsche gegen Suzuki. Hatte Freiburgs Matanovic zusammen mit Chabot im Griff. Agierte nicht so souverän wie sonst, ließ letztendlich aber kaum etwas zu.
Baumann/Alexander Keppler
Jeff Chabot (Note 2): Beschränkte sich weitgehend auf seine Kernkompetenz, das Verteidigen. Chabot war wie gewohnt stark in den Luftduellen – und hielt den Laden beim VfB hinten drin zusammen. Gerne dürfte es aber mal ein Steilpass mehr sein.
Baumann/Julia Rahn
Ramon Hendriks (Note 2,5): Behielt auch mit seiner Carbonmaske, die der Niederländer seit seinem Nasenbruch aus dem Gladbach-Spiel trägt, den Durchblick. Ersetzte Maxi Mittelstädt hinten links in der Startelf. Hatte den Ex-Heidenheimer Jan-Niklas Beste auf Freiburger Seite gut im Griff. Ging nach einer Stunde für Mittelstädt vom Feld.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Atakan Karazor (Note 3): Der Kapitän lieferte im zentralen Mittelfeld eine solide Vorstellung mit vielen sicheren Zuspielen über die kurze Distanz (96 Prozent Passquote im ersten Durchgang). Bei gegnerischem Ballbesitz in einer etwas tieferen Position zur Absicherung. In der Schlussphase kam Chema für ihn.
Baumann/Julia Rahn
Angelo Stiller (Note 2,5): Hatte in der ersten Hälfte die meisten Ballkontakte aller Spieler auf dem Platz (55) und agierte erneut als Verbindungsstück zwischen der Stuttgarter Defensive und Offensive. Chancen leitete er derweil vorerst nicht ein. Dennoch erneut extrem wichtig durch seine Ballsicherheit.
Baumann/Volker Müller
Jamie Leweling (Note 2,5): Hatte auf dem linken Flügel in der ersten Hälfte nicht die gewohnte Vielzahl an Offensivaktionen (nur 20 Ballkontakte), agierte aber griffig in der Rückwärtsbewegung. In der 41. Minute dann mit einem starken Vorstoß zur Grundlinie. Rieb sich bis zur letzten Minute auf.
Baumann/Julia Rahn
Nikolas Nartey (Note 3): Startete im zentralen offensiven Mittelfeld – und agierte in der ersten halben Stunde unauffällig, ohne Entscheidendes zu initiieren. In der 31. Minute leitete er dann aber mit einem hohen Ballgewinn eine Großchance von Undav ein. Kurz vor der Pause mit einer guten Kopfballchance aus kurzer Distanz (41.). Niemand spulte im ersten Durchgang mehr Kilometer ab als der Däne (5,7). Nach einer Stunde ging er für Chris Führich vom Feld.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Bilal El Khannouss (Note 2,5): Der Offensivspieler stand erstmals seit seiner Rückkehr vom Afrika-Cup in der Startelf – und war im halbrechten Mittelfeld direkt eingebunden ins Spiel mit vielen Ballaktionen. Wirklich Zwingendes sprang aber nicht dabei heraus. Nach der Pause steigert er sich und kam in der 51. Minute zu einer guten Chance aus spitzem Winkel. Allerdings verschleppte er das Tempo etwas zu oft, sodass sich die Freiburger wieder sortieren konnten.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Deniz Undav (Note 3,5): Der Mittelstürmer hatte in der 28. Minute die Führung auf dem Fuß, sein Schuss aus der Drehung wurde aber auf der Linie geklärt. Spätestens in der 31. Minute hätte Undav den VfB in Führung bringen müssen, als er nach einem Ballgewinn von Nartey links vorbei schoss. Auch danach galt: Viele Aktionen vor dem Tor – aber ohne den letzten Punch im Abschluss. In der zweiten Hälfte zudem mit einigen Ungenauigkeiten und Fehlpässen. In der letzten Minute dann aber doch noch mit dem entscheidenden Pass auf Torschütze Demirovic.
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Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Kam nach einer Stunde für Ramon Hendriks ins Spiel und ließ auf der linken Seite mit einem aufmerksamen Auftritt wenig zu. Offensiv mit einigen Vorstößen, aber ohne die ganz große Wirksamkeit.
Baumann/Volker Müller
Chris Führich (Note 2,5): Wurde in der 60. Minute für Nikolas Nartey eingewechselt und sorgte direkt für frischen Wind auf dem linken Flügel mit viel Vorwärtsdrang, indem er die Freiburger immer wieder beschäftigte.
Ermedin Demirovic (Note 2): Kam in der 77. Spielminute für Bilal El Khannouss – und tat das, wofür ein Torjäger gefeiert wird. In der 90. Spielminute traf Demirovic ins rechte Eck des Freiburger Tores zum 1:0-Endstand – und war damit der Mann des Spiels.
Baumann/Hansjürgen Britsch
Chema: Kam in der 77. Spielminute für Atakan Karazor – zu spät für eine Bewertung.
Baumann/Volker Mueller
Luca Jaquez: Kam in der in der fünften Minute der Nachspielzeit für Deniz Undav – zu spät für eine Bewertung.
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Das war ein Last-Minute-Sieg: Der VfB Stuttgart hat am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga den SC Freiburg mit 1:0 (0:0) bezwungen. Der Siegtreffer gelang Ermedin Demirovic in der 90. Spielminute.
In der ersten Halbzeit konnte der VfB sein spielerisches Übergewicht nicht nutzen – und es ging mit einem 0:0 in die Pause. Dann erlöste Demirovic mit seinem Tor die Stuttgarter Fangemeinde kurz vor dem Abpfiff.
Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß jetzt 39 Punkte auf der Habenseite – und liegt als Vierter auf einem Champions-League-Platz. Am kommenden Mittwoch geht es nun im Viertelfinale des DFB-Pokals zu Holstein Kiel. Anpfiff im Hohen Norden ist um 20.45 Uhr, das ZDF überträgt live.
Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.