Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Hendriks und Führich stark – aber der VfB findet nicht zu seinem Spiel

Der VfB Stuttgart hat am 18. Spieltag gegen den 1. FC Union Berlin 1:1 gespielt. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer Einzelkritik bewertet.
Von
Dirk Preiß und Philipp Maisel
Stuttgart
  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    Baumann/Volker Mueller/Volker Mueller
  • Alexander Nübel (Note 3): Hatte eine Partie, wie sie alle Keeper hassen. Bekam bis zu 80. Minute nichts zu tun, war jederzeit Herr der Lage, wenn man von einem kleinen Ausrutscher absah, der allerdings korrigiert werden konnte. Bekam dann den einzig wirklich gefährlichen Schuss durch Jeong auf seinen Kasten – und der war drin. Undankbares Spiel für Nübel, der mit eine starken Parade das zweite Tor von Jeong zu verhindern wusste (88.)

    Baumann/Julia Rahn
  • Josha Vagnoman (Note 3,5): Kann früh im Spiel die Stuttgarter Führung klarmachen, scheiterte aber aus der Nahdistanz an Rönnöw. In der Folge mit einigen hanebüchenen Aktionen, die zu seinem Glück folgenlos blieben. Blieb offensiv aber durchgängig auffällig und schaltete sich immer wieder ein. Baute in der Schlussphase aber ab und ließ Nsoki einfach laufen, wodurch der das 1:1 auflegen konnte.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Ramon Hendriks (Note 2): Spielte zuerst fußverkehrt auf der rechten Innenverteidigerposition. Knüpfte nahtlos an seine starke Partie gegen Frankfurt an, räumte viele Situationen ab. War Stuttgarts bester Zweikämpfer, bot eine hohe Passquote und initiierte mit seinem Sprint über das komplette Feld das Siegtor. Wechselte dann in der Schlussphase auf die linke Verteidigerposition in der Dreierkette, seiner Leistung tat das keinen Abbruch.

    Baumann/Julia Rahn
  • Jeff Chabot (Note 2,5): Sein Patzer leitete die erst Großchance der Partie ein, Ilic traf allerdings nur den Pfosten. Blieb in der Folge stabil, ohne jedoch aufzutrumpfen wie zuletzt. Steigerte sich nach dem Durchgang, ließ überhaupt nichts mehr anbrennen und war insbesondere in der Luft unbezwingbar. Gab in der Schlussphase den zentralen Mann der Defensive.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3): Der Nationalspieler zeigte die von ihm gewohnte Leistung. Stark im Zweikampf, emsig im Spielvortrag, allerdings ohne die öffnenden Diagonalpässe wie gegen Frankfurt. Eine grundsolide Leistung des Außenverteidigers, auch wenn er offensiv insgesamt nicht so in Erscheinung trat, wie man das von ihm kennt.

    IMAGO/Pressefoto Baumann
  • Atakan Karazor (Note 3): Der Kapitän hatte gegen die körperbetont spielenden Kontrahenten aus Berlin alle Mühe, das defensive Mittelfeld im Griff zu behalten. Mit einer guten Zweikampfquote sorgte er oft für Ordnung, ohne dass er gemeinsam mit Angelo Stiller wirklich Ruhe ins Spiel bekam.

    Baumann/Julia Rahn
  • Angelo Stiller (Note 3,5): Der sonstige Taktgeber des VfB hatte gegen die Unioner eher Mühe, die gewohnte Kontrolle über das Mittelfeld zu erlangen. Das lag an der unbequemen Spielart der Berliner, aber auch an einer eher schwachen Zweikampfquote Stillers. In der 80. Minute hatte er die Chance, das 2:0 und damit die Vorentscheidung zu erzielen. Sein Schuss ging aber übers Tor. Kurz vor dem Abpfiff wurde er angeschlagen ausgewechselt.

    Baumann/Volker Mueller
  • Jamie Leweling (Note 3): Der Nationalspieler rotierte in der ersten Hälfte viel in der Stuttgarter Offensive, fand aber nie so richtig die Räume, die er für sein Spiel benötigt. Nach der Pause tat er sich weiter schwer, hatte wenige gelungene Aktionen, war aber immerhin an der Entstehung des 1:0 entscheidend beteiligt.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Nikolas Nartey (Note 3): Nach seinem Treffer als Joker beim 3:2 gegen die Eintracht stand der Däne nun wieder in der Startelf. Er begann zentral hinter der einzigen Spitze Deniz Undav. In der ersten Hälfte war er der VfB-Spieler mit den meisten gelaufenen Metern, aber weder wurde er selbst torgefährlich, noch war er an solchen Aktionen beteiligt. In der zweiten Hälfte wurde sein Spiel klarer und damit auch besser. Nach 75 Minuten wurde er ausgewechselt.

    Tom Weller/dpa
  • Chris Führich (Note 2): Der Flügelspieler durfte erneut von Beginn an ran und hatte in der siebten Minute seine erste starke Szene, als sein Pass eine Topchance von Josha Vagnoman ermöglichte. Auf seiner linken Seite konnte er sich zunächst selten durchsetzen, ehe er kurz nach der Pause erneut Vagnoman bediente. Dessen Schuss wurde noch geblockt, dann aber traf Führich selbst – und zwar untypisch ins kurze Eck, was genauso unerwartet wie klug gemacht war. In der 75. Minute machte er für Finn Jeltsch Platz.

    Baumann/Julia Rahn
  • Deniz Undav (Note 3,5): Der Stürmer brauchte lange, ehe er seine erste gefährliche Aktion hatte – in der 37. Minute setzte er einen Schuss knapp neben das Tor. Kurz nach der Pause klärte der Berliner Keeper Frederik Rönnow seinen Abschluss. Insgesamt fehlte dem zuletzt so treffsicheren Undav die nötige Präzision bei sein Abschlüssen, aber auch bei einigen Passversuchen.

    Baumann/Julia Rahn
  • Finn Jeltsch (Note 3): Kam nach 72 Minuten für Führich, Hoeneß stellte dadurch auf Dreierkette um. Führte sich gut ein, gewann seine Zweikämpfe und konzentrierte sich auf die Defensivarbeit gegen den wuchtigen Ansah.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Ermedin Demirovic (Note 3): Der Stürmer kam in der 76. Minute für Nikolas Nartey, blieb aber ohne nennenswerte Aktion.

    Baumann/Alexander Keppler
  • Jeremy Arevalo kam wie Chema Andres und Lorenz Assignon kurz vor Schluss. Alle drei bleiben ohne Bewertung.

    Baumann/Julia Rahn
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Der VfB Stuttgart hat am ersten Rückrundenspieltag der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin 1:1 gespielt. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß 33Punkte auf der Habenseite. Nun steht die Europa-League-Reise in die italienische Hauptstadt an, am Donnerstag spielt der VfB bei AS Rom. Am kommenden Spieltag der Bundesliga geht es dann bei Borussia Mönchengladbach (25. Januar, 15.30 Uhr, Liveticker) weiter.

Gegen Union Berlin drehte der VfB zu Beginn kurz auf, tat sich dann aber sehr schwer, Kontrolle über die Partie zu erlangen und torgefährlich zu werden. So entwickelte sich ein zähes Spiel mit nur wenigen Stuttgarter Chancen. Aus der Pause kam der VfB mit dem Ziel, zwingender zu werden – und das gelang.

Erst wurde Josha Vagnoman nach Zuspiel von Chris Führich noch geblockt, dann wurde der Vorbereiter zum Torschützen. Nachdem Ramon Hendriks über nahezu das ganze Feld gesprintet war, verwertete Führich das Zuspiel des Abwehrspielers trocken aus 18 Metern zum 1:0 (59. Minute).

Angelo Stiller hätte in der 80. Minute alles klar machen können, sein Schuss aus bester Position ging aber übers Berliner Tor – das rächte sich. Drei Minuten später erzielte der Ex-Stuttgarter Wooyeong Jeong den Ausgleich.

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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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