Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Maxi Mittelstädt patzt – auch das restliche VfB-Team nicht in Topform

Der VfB Stuttgart hat am sechsten Bundesliga-Spieltag gegen die TSG Hoffenheim 1:1 gespielt. Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Carlos Ubina und Dirk Preiß
Stuttgart
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  • Selten war ein Durchkommen für den VfB Stuttgart gegen die TSG Hoffenheim

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Alexander Nübel (Note 2,5): Der Torhüter des VfB war in der ersten Hälfte nicht oft gefordert, spielte gewohnt unaufgeregt. Am Gegentor traf ihn keine Schuld. Nach der Pause wurde es ein wenig arbeitsreicher für den Keeper, er blieb aufmerksam und sicher.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Anrie Chase (Note 3): Der Nachwuchsmann durfte anstelle von Pascal Stenzel den zuletzt angeschlagenen Josha Vagnoman ersetzen. Er spielte allerdings keinen klassischen rechten Außenverteidiger – sondern eher den rechten Part in einer Dreierkette. Zu Beginn war er in knifflige Laufduelle verwickelt, gewann über die Zweikämpfe mehr und mehr Sicherheit. Ins Spiel nach vorne war er zwar oft eingebunden, wirklich ankurbeln konnte er es aber nicht. In der zweiten Hälfte rückte Chase in einer Viererkette in die Innenverteidigung. Er musste hellwach bei Hoffenheimer Kontern sein, behielt aber meist die Ruhe.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Anthony Rouault (Note 3): Der Franzose spielte in Hälfte eins als zentraler Mann in einer Dreier-Abwehrkette. Gemeinsam mit seinen Nebenleuten brauchte er ein wenig, um sich an die neue Ordnung zu gewöhnen, vor allem das Aufbauspiel litt ein wenig. Insgesamt ein solides Spiel von Rouault, mehr aber nicht. Nach der Pause ersetzte ihn etwas überraschend Josha Vagnoman.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jeff Chabot (Note 3): Wie die gesamte Mannschaft hatte auch der Abwehrspieler Probleme, in veränderter Grundordnung in die Partie gegen die TSG zu finden. Nach und nach stabilisierte sich Jeff Chabot, war zweikampfstark und schaltete sich auch ab und an in das Offensivspiel ein. Diese Ausflüge blieben aber ohne Erfolg. Nach der Pause galt es für Chabot vor allem, trotz hoher Position keine TSG-Konter zuzulassen. Das löste er meist gut.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Maximilian Mittelstädt (Note 5): Eigentlich war der Linksverteidiger in der ersten Hälfte der aktivste VfB-Spieler, hatte auch zwei Schusschancen. Keine sehr gute, aber eine vernünftige Leistung – bis ihm ein kapitaler Schnitzer unterlief. Nach einem Steilpass des Hoffenheimers Andrej Kramaric verstolperte er den Ball, Valentin Gendrey lief daraufhin allein auf Alexander Nübel zu und traf zum 1:0 für die Gäste. Nach der Pause durfte er mal wieder im Duett mit Chris Führich auf links ran. Man merkte ihm an, dass er seinen wieder gutmachen wollte, dabei wirkte der Nationalspieler aber ab und an etwas übereifrig.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Atakan Karazor (Note 4): Mit viel Laufarbeit und der ersten gefährlichen Aktion durch einen Kopfball (8.). In den Zweikämpfen gut, aber mit einigen Fehlpässen im Mittelfeld. Atakan Karazor wurde dann zur Pause ausgewechselt, um mehr Druck nach vorne zu entwickeln..

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Angelo Stiller (Note 3): Mit vielen Ballkontakten und langen Laufwegen. Angelo Stiller bemühte sich auch um Struktur im Spiel. Pässe in die Tiefe gab es von dem Mittelfeldspieler jedoch selten. Unermüdlich als Antreiber.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jamie Leweling (Note 2,5): Agierte auf der rechten Seite und ließ sich anfangs bei Hoffenheimer Ballbesitz in eine Fünferkette zurückfallen. War im ersten Abschnitt, der sich offensiv im Eins-gegen-eins behauptete. Machte auch nach der Pause Dampf bis es nicht mehr ging (73.).

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Enzo Millot (Note 3,5): Nicht so auffällig wie zuletzt im Mittelfeld. Dennoch bleibt Enzo Millot ein Aktivposten, wenn es nach vorne geht. Rückte nach dem Wechsel in die defensive Zentrale. Enzo Millot hatte von dieser Position aus mehr Einfluss auf das Spiel. Wurde dann ausgewechselt (73.).

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Deniz Undav (Note 4): Als zweiter Stürmer aufgeboten. Kam aber erst in der 40. Minute zum ersten Abschluss. Spielte nicht gut, Deniz Undav verlor einfach zu viele Bälle. Dennoch blieb der Ersatzkapitän ein Unruheherd – und hatte eine gute Möglichkeit (83.).

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • El Bilal Touré (Note 4): Der Stürmer durfte erstmals von Beginn an ran. Erhielt zunächst wenig Bälle. Nach einer Umstellung kam El Bilal Touré besser ins Spiel. Kam von der rechten Seite wenigsten zu einem Abschluss (61.), ehe er kurz darauf ausgewechselt wurde.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Chris Führich (Note 3,5): Kam nach der Pause für Atakan Karazor, um Schwung zu bringen. Brauchte etwas, dann ging Chris Führich in seine Tempodribblings. Die Hereingaben kamen jedoch nicht an.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Josha Vagnoman (Note 3): Der Rechtsverteidiger fehlte unter der Woche angeschlagen, nun schaffte er es in den Kader und wurde nach der Pause für Anthony Rouault eingewechselt. Er kurbelte das Offensivspiel über rechts merklich an. Entscheidende Aktionen resultierten daraus aber nicht.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ermedin Demirovic (Note 3,5): Der Mittelstürmer wurde für El Bilal Touré eingewechselt (62.). Ging mit Wucht zur Sache. Verstolperte eine Chance (68.). Spielte weiter glücklos – und traf in letzter Sekunde zum 1:1. Aber erst im Nachschuss seines vergebenen Elfmeters.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Nick Woltemade (Note 3): Wurde für Enzo Millot eingewechselt (73.). Suchte gleich den Weg nach vorne. Nick Woltemade diente sowohl hoch als auch flach als Anspielstation. Machte das ganz ordentlich.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Fabian Rieder (Note 3): Kam für Jamie Leweling (73.) und brachte sich umgehend ein. Spielte hinter den Spitzen. Fabian Rieder hatte dabei schwungvolle Aktionen. Entscheidendes kam aber nicht heraus.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
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Der VfB Stuttgart hat am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim 1:1 gespielt. Damit hat die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß neun Punkte auf der Habenseite. Am kommenden Spieltag geht es nach der Länderspielpause zum FC Bayern München (19. Oktober, 18.30 Uhr, Liveticker).

Der VfB trat in leicht veränderter Grundordnung gegen die TSG an – und hatte damit selbst so einige Schwierigkeiten. Das Passspiel kam jedenfalls zunächst nicht wirklich auf Touren, nach vorne entfalteten die Stuttgarter kaum Druck. So wurde es eine recht ereignislose erste Hälfte – ehe Maximilian Mittelstädt den Gästen mit einem groben Fehler zur Führung verhalf. Valentin Gendrey traf in der 44. Minute.

Nach der Pause stellte der VfB-Coach Sebastian Hoeneß wieder auf eine Vierer-Abwehrkette um, brachte Josha Vagnoman und Chris Führich. Die Stuttgarter wurden druckvoller, blieben aber oft unsauber in de Aktionen. Der eingewechselte Ermedin Demirovic und Deniz Undav vergaben gute Möglichkeiten, ehe es in der Nachspielzeit Handelfmeter für den VfB gab. Demirovic scheiterte erst an Oliver Baumann, traf dann mit dem Nachschuss.

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Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.

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