STZ+STZ+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Nur Alexander Nübel erreicht beim 1:2 gegen die Borussia Normalform

Der VfB Stuttgart hat am 20. Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach 1:2 verloren. Wir haben alle mindestens zehn Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet.
Von
Dirk Preiß und Carlos Ubina
Stuttgart
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  • Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.

    AFP/THOMAS KIENZLE
  • Alexander Nübel (Note 2): Der zuletzt erkältete Keeper kehrte ins Tor zurück und war gleich wichtig. In der siebten Minute klärte er gegen den frei vor ihm aufgetauchten Kevin Stöger. Auch nach der Pause parierte er einen Schuss des Österreichers. Er bekam weitere Möglichkeiten, sich auszuzeichnen und blieb dabei souverän und fehlerlos. Besonders stark war seine Aktion in der 75. Minute gegen Tim Kleindienst. An den Gegentoren traf ihn keine Schuld.

    Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
  • Leonidas Stergiou (Note 3): Der Schweizer rückte für den gegen Paris Saint-Germain schwachen Josha Vagnoman in die Startelf des VfB.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Anthony Rouault (Note 4): In der Champions League fehlte der Franzose zuletzt gesperrt. Gegen die Borussia rückte er für den gesperrten Jeff Chabot in die Anfangself. Agierte umsichtig und zweikampfstark, meist gegen den deutschen Nationalstürmer Tim Kleindienst, dem er lange Zeit kaum eine echte Torchance gönnte. In den letzten 20 Minuten der Partie wackelte die VfB-Abwehr aber immer wieder bedenklich. Auch Rouault wirkte nicht mehr sicher, und ermöglichte das 1:2 durch schlechtes Stellungsspiel.

    Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
  • Ameen Al-Dakhil (Note 3,5): Der Belgier entwickelt sich immer mehr zur festen Größe in der VfB-Mannschaft. Bezogen auf die direkten Duelle zeigte er ein ordentliches Spiel, Abstimmungsprobleme mit Ramin Hendriks ermöglichten den Gladbachern aber immer wieder Chancen über die linke Abwehrseite der Stuttgarter. In der 59. Minute musste Al-Dakhil angeschlagen vom Feld, für ihn kam Maximilian Mittelstädt.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Ramon Hendriks (Note 4,5): Pause für Maximilian Mittelstädt, Startelfeinsatz für den Niederländer. In Hälfte eins hatte er Probleme, den richtigen Mix aus Offensive und Defensive zu finden. Auch klappten die Absprachen mit Ameen Al-Dakhil des Öfteren nicht. So nutzte der Gladbacher Nathan N’Goumou immer wieder sich auftuende Lücken – eine zur Gäste-Führung in der 25. Minute. In der zweiten Hälfte rückte er nach 59 Minuten für den angeschlagenen Al-Dakhil in die Innenverteidigung. Dort war er gewohnt bissig, die Probleme in der Zusammenarbeit mit den Nebenleuten bekam er aber auch hier nicht abgestellt.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Angelo Stiller (Note 3,5): Der Mittelfeldspieler trug die Kapitänsbinde anstelle des gesperrten Atakan Karazor und bildete mit Enzo Millot die Doppelsechs. Er versuchte viel zu organisieren und dirigieren, seinem eigenen Spiel ging aber etwas die Leichtigkeit ab. So leistete er sich ungewohnte Unsicherheiten mit dem Ball und unsaubere Pässe. Kein guter Auftritt des Nationalspielers.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Enzo Millot (Note 4): Spielte im defensiven Mittelfeld. Mit vielen Ballkontakten, aber ohne zündende Idee. So war Enzo Millot auch diesmal weit von seiner Bestform entfernt. Der Franzose agiert ohne die Selbstverständlichkeit, die ihn lange ausgezeichnet hat.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Jamie Leweling (Note 4,5): Kam über die rechte Seite. Verstrickte sich in unnötige Dribblings. Damit verlor Jamie Lewelings Spiel an Wucht. In vielen Aktionen fehlte dem Sprinter auch die Klarheit. Er wollte zu viel auf eigene Faust machen. Nach einer knappen Stunde wurde Angreifer ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Jacob Bruun Larsen (Note 3): Mit guter Ballbehandlung und gelungenen Dribblings. Jacob Bruun Larsen kam über den linken Flügel und sorgte für Gefahr. Der Däne war dann maßgeblich am Ausgleich beteiligt (Eigentor Nico Elvedi/49.). Blieb in der Offensive auffällig – wenn er eingesetzt wurde. Nach 80 Minuten war Schluss.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Ermedin Demirovic (Note 4,5): Der Mittelstürmer hatte die ersten beiden guten Aktionen zum Tor (8./22.). Es fehlte aber die Präzision. Danach tauchte Ermedin Demirovic für eine ganze Weile ab. Der Wille, sich einzubringen, war da – doch es gelang nichts mehr. Machte in der 70. Minute Platz für Deniz Undav.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Nick Woltemade (Note 3,5): Agierte diesmal im offensiven Mittelfeld. Rückte immer wieder in die Spitze, zunächst ohne klare Aktion. Nach der Pause bereitete Nick Woltemade den Ausgleich durch einen energischen Antritt mit vor. Danach gelang dem Offensivspieler nicht mehr viel.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3,5): Der Linksverteidiger saß zunächst auf der Bank, kam in der 59. Minute für den angeschlagenen Ameen Al-Dakhil – und sah wenig später gleich Gelb. Wirkliche Impulse konnte der Nationalspieler am Samstag nicht setzen.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Chris Führich (Note 4,5): Der Tempodribbler kam für Jamie Leweling (59.). Hatte eine Riesenmöglichkeit, aber Chris Führich schoss dem Gladbacher Torwart Moritz Nicolas in die Arme (72.). Danach mit ungewohnten technischen Fehlern.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Yannik Keitel (Note 4): Wurde in der Schlussphase für das defensive Mittelfeld eingewechselt. Sollte auch nach vorne agieren. Eine undankbare Aufgabe in dieser Partie. Yannik Keitel kam nicht zum Abschluss.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Deniz Undav (Note 4,5): Wurde für Ermedin Demirovic eingewechselt (70.). Deniz Undav lauerte dann auf seine Chance, hatte jedoch nur eine gefährliche Aktion. Ihm war dabei sofort klar, dass er nur ein Abseitstor erzielt hatte.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Fabian Rieder (Note 4): Ersetzte Jacob Bruun Larsen auf dem Flügel (80.). Kam in einer Szene einen Tick zu spät. Danach war der Schuss von Fabian Rieder zu schwach und ungenau (86.), um zum Erfolg zu kommen. Als Impulsgeber diente er diesmal nicht.

    dpa/dpa
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