: Undav völlig entfesselt – die Noten für die VfB-Profis
Der VfB Stuttgart hat am elften Bundesliga-Spieltag bei Borussia Dortmund 3:3 gespielt. Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer Einzelkritik bewertet.
Von
Carlos Ubina und David Scheu
Stuttgart
Der Stuttgarter Deniz Undav ist der Mann des Tages. Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note.
Baumann/Julia Rahn
Alexander Nübel (Note 2): Der Torhüter strahlte Ruhe aus und war zunächst als Aufbauspieler gefragt. Beim Foulelfmeter von Emre Can in der richtigen Ecke, aber chancenlos (34.). Danach parierte Alexander Nübel gleich zweimal – das 0:2 durch Maximilian Beier verhinderte er dadurch jedoch nicht (41.). Rettete stark gegen den eingewechselten Karim Adeyemi (83.).
Pressefoto Baumann
Lorenz Assignon (Note 2,5): Der Rechtsverteidiger zeigte sich gleich in der Offensive – und hatte es in der Defensive mit Maximilian Beier zu tun. Lorenz Assignon rettete dann klasse gegen den Dortmunder Außenstürmer (36.). Bekam auf seiner Seite aber zusehends Probleme, blieb mit seinen Vorstößen aber mutig.
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Finn Jeltsch (Note 4): Begann mit Ruhe im Abwehrzentrum. Kam jedoch einmal zu spät und sah die Gelbe Karte (24.). Danach schlichen sich bei Finn Jeltsch ein paar Fehler ein. Stabilisierte sich nach der Pause wieder. Hatte gute Aktionen mit Ball, war dann aber mit für das 2:3 durch Karim Adeyemi verantwortlich.
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Jeff Chabot (Note 3): Kümmerte sich meist um Serhou Guirassy. Gewann viele Kopfballduelle. Vor dem zweiten Gegentor ließ er dem BVB-Stürmer zu viel Raum im Strafraum. Dennoch ist der Innenverteidiger ein Stabilisator. Hatte Glück, als Guirassys Tor nicht wegen Fouls, aber wegen Abseits aberkannt wurde (53.).
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Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Startete ballsicher und mit Offensivdrang. Maximilian Mittelstädt war dann immer mehr hinten gefragt. Behauptete sich meist gegen Julian Brandt und ließ sich seine Aktionen nach vorne nicht nehmen. Lief sehr viel und wurde in der 80. Minute ausgewechselt.
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Chema (Note 3): Der junge Spanier rückte im zentralen Mittelfeld an der Seite von Stiller in die Anfangsformation und zeigte sich sehr passsicher (91 Prozent Quote im ersten Durchgang). Allerdings hatte er auch deutlich weniger Ballaktionen als sein Nebenmann Stiller und entsprechend weniger Einfluss auf das Stuttgarter Ballbesitzspiel.
VfB Stuttgart
Angelo Stiller (Note 2): War wie gewohnt der Fixpunkt im Stuttgarter Spiel und hatte in der ersten Hälfte die meisten Ballkontakte (54) aller Spieler auf dem Platz. Die Bälle kamen auch meist an (88 Prozent Passquote) – entscheidende Angriffe leitete Stiller an diesem Nachmittag mit seinen Aktionen aber wenige ein. Dennoch wieder von entscheidender Bedeutung für den Rhythmus des VfB-Spiels.
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Tiago Tomas (Note 2,5): War in der ersten Hälfte der auffälligste Offensivakteur mit viel Galligkeit in den Zweikämpfen und Vorwärtsdrang. In der 19. Minute leitete er seine Chance mit einem Dribbling in der eigenen Hälfte selbst ein, kurz darauf schlug er bei einer aussichtsreichen Szene aber einen Haken zu viel (21.). Mitte der zweiten Hälfte ging er ausgepowert vom Feld.
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Bilal El Khannouss (Note 3): Startete auf der Position hinter den Spitzen, konnte aber wenige offensive Impulse setzen. Zudem tat sich El Khannouss im Zweikampf schwer und verlor im ersten Durchgang acht seiner zehn direkten Duelle mit dem Gegenspieler. Nach der Pause wie alle Stuttgarter mit deutlich mehr Vorwärtsdrang.
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Jamie Leweling (Note 3): Jamie Leweling (Note 3): Der Nationalspieler machte auf dem linken Flügel anfangs viel Betrieb und bereitete eine gute Chance von Tiago Tomas vor (19.). In einigen Situationen fehlte im finalen Pass aber die Präzision. Mit zunehmender Spieldauer unauffälliger.
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Deniz Undav (Note 1): Der Stürmer ließ sich immer wieder ins Mittelfeld fallen, fand aber zunächst keine richtige Bindung zum Spiel. Beim Kann-Elfmeter zur 1:0-Führung für den BVB agierte er gegen Schlotterbeck etwas unbeholfen. Kurz nach der Pause dann mit einem genialen Moment, als er mit dem Rücken zum Tor per Direktabnahme die komplette BVB-Defensive überrumpelte und zum 1:2-Anschluss traf (47.). Das Tor gab Undav sichtlich Aufwind, der danach mehr Offensivaktionen hatte – in der 61. Minute aber zu spät abschloss. In der 71. Minute erzielte er nach einer Ecke gedankenschnell das 2:2 mit dem ersten Kontakt. In der Nachspielzeit aus der Drehung mit dem 3:3 – und damit Spieler des Spiels aus VfB-Sicht.
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Chris Führich (Note 3): Kam 20 Minuten vor Schluss für Tiago Tomas ins Spiel und hatte nach Steilpass von Stiller einen Abschluss aus spitzem Winkel, der BVB-Keeper Kobel aber vor keine Probleme stellte (81.). Ansonsten ein fleißiger Auftritt ohne weitere entscheidende Aktionen.
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Ramon Hendriks: Wurde in der 80. Minute für Maximilian Mittelstädt eingewechselt – zu spät für eine Bewertung.
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Nikolas Nartey (Note x): Kam in der 80. Minute für Chema – zu spät für eine Bewertung.
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Atakan Karazor (Note x): Wurde in der Nachspielzeit eingewechselt und nicht mehr bewertet.
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Josha Vagnoman (Note x): Wurde in der Nachspielzeit eingewechselt und nicht mehr bewertet.
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Der VfB Stuttgart hat am elften Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund 3:3 gespielt. Damit hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß 22 Punkte auf der Habenseite. Am kommenden Spieltag geht es zum Hamburger SV (30. November, 15.30 Uhr Uhr, Liveticker).
In der spektakulären Partie zeigte der VfB nach Rückstand Moral – und hatte einen überragenden Deniz Undav in seinen Reihen.
Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Diese lesen Sie in der Bilderstrecke. Auch Sie können die VfB-Spieler bewerten – in unserem Notentool.