STZ+STZ+Einzelkritik zum VfB Stuttgart
: Woltemade-Show gegen Union – unsere Noten für die VfB-Profis

Der VfB hat am 13. Bundesliga-Spieltag gegen Union Berlin 3:2 gewonnen. Wir bewerten alle mindestens zehn Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik.
Von
Philipp Maisel und David Scheu
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
  • Nick Woltemade trumpfte in der zweiten Hälfte auf. Unsere Redaktion bewertet die Leistungen der VfB-Profis mit einer detaillierten Einzelkritik und vergibt pro Spieler eine Note. Diese sehen Sie in der Bildergalerie.

    Pressefoto Baumann//Hansjürgen Britsch
  • Alexander Nübel (Note 4,5): War wenig gefragt, doch als er es war, zeigt er in mehreren Situationen hintereinander Unsicherheiten – die „Krönung war dabei das Gegentor, das durchaus haltbar schien. Fing sich nach der Pause gleich noch ein Tor, bei dem er nicht wirklich gut aussah und Herr über seinen Strafraum war.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Maximilian Mittelstädt (Note 3,5): Obwohl mit einem Spiel Pause zuletzt wirkte der Nationalspieler überspielt, traf selten die richtigen Entscheidungen. Das änderte sich im Spielverlauf. Die Vorstöße wurden mehr, die Zeitpunkte hierfür besser gewählt. Defensiv war die Zweikampfstärke zurück.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Anthony Rouault (Note 4): Konnte der Abwehrreihe nicht wie zuletzt mit seinem Vorangehen Sicherheit vermitteln. Nach der Pause wurde es lange nicht besser, doch dann biss sich der Franzose endgültig in die Partie. Konnte bis zu seiner Auswechslung (75.) noch einige wichtige Duelle gewinnen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Anrie Chase (Note 4): Suchte immer wieder Orientierung bei seinen Nebenleuten, die aber auch alle mit sich selbst zu kämpfen hatten. Nach der Pause wie alle Stuttgarter mit einer Leistungssteigerung, die zu dem Endergebnis einen Teil beitragen konnte.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Leonidas Stergiou (Note 5): Wirkte ab und an zu zaghaft, auch in Ballbesitz. Wagte kaum Vertikalpässe. Eine Leistung, der man die lange Pause des Schweizers anmerkte. Musste folglich nach 45 Minuten in der Kabine bleiben.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Atakan Karazor (Note 2,5): War zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um dem Stuttgarter Spiel Struktur zu geben. Wirkte blass und vermochte es auch nicht, dem Spiel der Schwaben Tempo und Rhythmus einzuimpfen. Drehte Mitte zweite Halbzeit auf und war plötzlich der Kapitän, der die Richtung vorgab. Krönte seine Leistung mit dem ersten Bundesligator aus dem Spiel heraus in seiner Karriere.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Angelo Stiller (Note 2,5): Für all diejenigen, die Stiller gern auf seine Pässe reduzieren, hatte der Nationalspieler nach 5 Minuten ein ganz wichtiges Tackling parat, unterband so einen Köpenicker Konter vor dessen wirklicher Entstehung. War mit seinen Bällen in das letzte Drittel lange Zeit der einzige Lichtblick im Stuttgarter Spiel

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Chris Führich (Note 3): Hatte auf der linken Außenbahn gegen aggressive Berliner seine Schwierigkeiten, in die offensiven Dribblings zu kommen. Im ersten Durchgang brach er kein einziges Mal wirklich gefährlich zur Grundlinie durch oder schloss gefährlich ab. Beim Gegentreffer zum 0:1 verteidigte er vor der Flanke nicht energisch genug. Nach der Pause kam er mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und stellte die Union-Defensive immer wieder vor Probleme. Nach 75 Minuten wurde er ausgewechselt.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Josha Vagnoman (Note 3): Spielte wie zuletzt öfter auf dem rechten Flügel, wo er in der Anfangsphase durch energisches Nachsetzen einige Bälle zurückeroberte. Vagnomans offensive Impulse hielten sich vorerst in Grenzen. Auch im Passspiel das eine oder andere Mal unpräzise. Nach der Pause in der Fünferkette auf außen mit einem stabilen Auftritt.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Enzo Millot (Note 2,5): Der Techniker lief im zentralen offensiven Mittelfeld auf, wo er zunächst durch einen schlampigen Pass eine aussichtsreiche Kontersituation nicht zu Ende spielte (9.). Dann aber leitete er mit einem Traumpass in die Tiefe die einzige große VfB-Chance der ersten Hälfte ein, bei der Demirovic etwas zu hoch abschloss (22.). Auch danach ein Aktivposten, sein Distanzschuss in der 26. Minute zischte links vorbei.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ermedin Demirovic (Note 3): Hatte als Mittelstürmer wenig Platz und einen schweren Stand. Bei seiner ersten großen Chance bot Demirovic erst einen starken Laufweg in die Tiefe an, zielte dann aber etwas zu hoch (22.). Ansonsten gelang es der Stuttgarter Nummer Neun kaum, Bälle zu behaupten. Den Woltemade-Treffer zum 1:2-Anschluss bereitete er per Steckpass stark vor.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Nick Woltemade (Note 1,5): Wurde zur zweiten Halbzeit als zweiter Stürmer eingewechselt, als der VfB in Rückstand seine Offensivbemühungen intensivierte – die Maßnahme erwies sich als Volltreffer. Keine sechs Minuten später trug sich Woltemade gleich in die Torschützenliste ein, als er Union-Keeper Rönnow umkurvte und unter die Latte abschloss (51.). Wenig später mit einem starken Flankenlauf über rechts (55.). In der 59. Minute glich er zum 2:2 aus, als er den Ball unter Bedrängnis in die lange Ecke spitzelte (59.). Auch sonst behauptete Woltemade Bälle und war voll drin im Spiel. Ein starker Auftritt.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Jeff Chabot (Note 2,5): Half mit seiner Zweikampfstärke mit, den Sieg nach Hause zu bringen. Vor allem in der Luft.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Ramon Hendriks (Note 3): Zweikämpfe annehmen, führen und wenn möglich gewinnen war sein Auftrag. Der Niederländer erledigte ihn.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Fabian Rieder: Kam in der Schlussphase und zu spät für eine Bewertung.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Yannik Keitel: Kam in der Nachspielzeit und zu spät für eine Bewertung.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
1 / 17