TSG Hoffenheim gegen VfB Stuttgart
: Fahrlässiger VfB verschenkt Sieg in Sinsheim

Am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart auswärts 1:1 gegen die TSG Hoffenheim gespielt. Dabei vergab der VfB zahlreiche Chancen auf den Sieg.
Von
red/dpa
Stuttgart
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  • Angelo Stiller hätte zweimal für den VfB auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber beide Male am starken Hoffenheimer Torhüter.

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  • Wie schon in der Vorsaison haben viele VfB-Fans den kurzen Weg nach Sinsheim auf sich genommen. 13.000 bis 15.000 Stuttgarter sollen es im Stadion der Hoffenheimer gewesen sein. Die VfB-Spieler honorierten das bereits vor Spielbeginn.

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  • Auch die Fans der TSG machten auf sich aufmerksam.

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  • Im Spiel ging es für den VfB dann direkt ideal los: In der 9. Minute tauchte der VfB erstmals gefährlich vor dem Tor der TSG auf – und Nick Woltemade traf prompt zum 1:0 für die Stuttgarter.

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  • Vorausgegangen war eine schöne Kombination: Deniz Undav ließ einen Pass von Maximilian Mittelstädt durch die Beine und bereitete so das Tor ganz ohne Ballkontakt mit vor.

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  • In der 30. Minute hätte der VfB erhöhen können, vielleicht sogar müssen. Erst traf Atakan Karazor den Pfosten, ...

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  • ... dann scheiterten Nick Woltemade und ...

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  • ... Angelo Stiller aus kurzer Distanz am stark parierenden TSG-Keeper Luca Philipp.

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  • Winter-Neuzugang Finn Jeltsch gab für den VfB sein Startelfdebüt – und bekam in der 34. Minute gleich mal Szenen-Applaus, als er einen Konter der Hoffenheimer unterband. Auch sonst zeigte der 18-Jährige einen sehr reifen Auftritt.

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  • Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste der VfB dann noch zittern, als Andrej Kramaric für die TSG frei zum Abschluss kam.

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  • VfB-Torwart Alexander Nübel war aber zur Stelle.

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  • In der Halbzeit präsentierten die VfB-Fans Banner, die Bezug auf die Bundestagswahl nahmen – und auf die Präsenz der VfB-Fans in Sinsheim.

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  • In Hälfte zwei zunächst ein ähnliches Bild: Der VfB war dominant, kam zu Chancen, aber ließ sie weiterhin liegen. Wie hier Angelo Stiller, der in der 59. Minute erneut an TSG-Torwart Luca Philipp scheiterte.

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  • Der Mittelfeldstratege des VfB konnte es selbst kaum glauben.

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  • Und schließlich rächte sich die fahrlässige Chancenverwertung der Stuttgarter doch. Gift Orban traf nach einer unzureichend geklärten Flanke in der 74. Minute zum 1:1 für Hoffenheim.

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Ein schlampiger VfB Stuttgart hat im Kampf um die Champions-League-Plätze zwei Punkte liegen lassen. Die spielfreudigen Schwaben führten die TSG 1899 Hoffenheim im baden-württembergischen Duell über weite Strecken vor, kamen aber zum Abschluss des 23. Spieltages nur zu einem 1:1 (1:0). Damit bleibt die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß Tabellensiebter.

Vor 30.150 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Sinsheim erzielte Nick Woltemade (9. Minute) die Führung für den VfB. Wie aus dem Nichts gelang Winterneuzugang Gift Orban noch der Ausgleich (74.). Die personell geschwächten Kraichgauer verbesserten sich damit auf Rang 14. Seit acht Pflichtspielen ist die TSG zu Hause nun ohne Sieg. Zudem gewann Chefcoach Christian Ilzer nur drei seiner 13 Liga-Partien, konnte aber mit dem Punkt mehr als zufrieden sein.

Wieder Woltemade

Der VfB startete mit dem seit vier Partien torlosen Nationalstürmer Deniz Undav als Spitze. Auch Woltemade, der zuletzt beim 1:2 getroffen hatte, stand erstmals seit seiner Krankheitspause in der Anfangsformation. Die personell weiter stark geschwächte TSG geriet von Anfang an unter Druck.

Mehr als 13.000 stimmgewaltige VfB-Fans machten die Partie für die Gäste fast zu einem Heimspiel - und jubelten bereits nach nicht einmal zehn Minuten. Undav ließ den Ball nach einer Hereingabe von Maximilian Mittelstädt clever durch - und so konnte Woltemade locker einschießen.

TSG nun 32 Mal keine weiße Weste zu Hause

Damit war schnell klar, dass die Hoffenheimer einen Liga-Negativrekord aufgestellt haben: Auch im 32. Heimspiel in Serie kassierten sie mindestens ein Gegentor. Der VfB war zwischen April 2021 und Februar 2023 einmal weniger ohne weiße Weste geblieben.

Die Stuttgarter ließen den Ball oft schneller laufen, als die TSG-Profis hinterherkamen. Mit ihrem hohen Pressing hatte die dezimierte Kraichgauer Abwehr mächtig Probleme. Fast beliebig variierte der VfB das Tempo.

Baumann-Vertreter Philipp rettet

Nach einer halben Stunde musste TSG-Keeper Luca Philipp, der erneut den verletzten Nationaltorwart Oliver Baumann vertrat, in höchster Not retten: Einen Schuss von VfB-Kapitän Atacan Karazor lenkte er gerade noch an den Pfosten. Dann wurde Philipp noch aus kurzer Distanz von Stuttgarts Strategen Angelo Stiller angeschossen.

Als sich beim Vizemeister erste Schönheitsfehler einschlichen, kam Hoffenheim doch noch vor der Pause zu seiner ersten Chance: Andrej Kramaric scheiterte am stark reagierenden Schlussmann Alexander Nübel in dessen 100. Liga-Spiel.

VfB-Stratege Stiller verpasst 2:0

Auch nach dem Wechsel hetzte Hoffenheim meist hinterher. Philipp rettete nach einer sehenswerten VfB-Kombination erneut gegen Stiller. Auf TSG-Seite kam der künftige Bayern-Mittelfeldspieler Tom Bischof selten zum Zug. So blieben die Angriffsversuche des Ilzer-Teams Stückwerk.

Der VfB aber verpasste weiter eine mögliche Vorentscheidung. Alleine Woltemade hätte zwei weitere Tore machen können. Bestraft wurden die Gäste durch den überraschenden Ausgleich von Orban nach einem Konter.

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