: „Ein glücklicher Punkt, für den wir uns sicher nicht entschuldigen“
Nach dem torlosen Unentschieden des VfB beim deutschen Meister haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.
Von
David Scheu und Carlos Ubina
Stuttgart
Remis in Leverkusen: Sebastian Hoeneß war mit dem Ergebnis zufrieden.
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Am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga ging es für den VfB Stuttgart auswärts zum amtierenden Deutschen Meister. Zahlreiche VfB-Fans machten sich am Freitagabend auf den Weg nach Leverkusen.
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Shakehands der derzeit wohl beiden spannendsten Trainer der Fußball-Bundesliga: Leverkusens Xabi Alonso und VfB-Coach Sebastian Hoeneß. Letzterer schickte nach der Großrotation unter der Woche wieder sein Stammpersonal aufs Feld.
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Doch für einen der Stammkräfte war die Partie schnell vorbei: Jamie Leweling setzte in der dritten Spielminute zum Sprint an und fasste sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den linken Oberschenkel. Der Neu-Nationalspieler musste verletzungsbedingt vom Feld.
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Für ihn kam Fabian Rieder in die Partie, der sich zuletzt mit starken Einsätzen ohnehin aufgedrängt hatte.
Die Leverkusener um Superstar Florian Wirtz erwischten den etwas aktiveren Start. Großchancen waren jedoch zunächst auf beiden Seiten Mangelware.
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Erstmals wirklich gefährlich wurde es nach einer Ecke der Leverkusener in der 18. Minute: Atakan Karazor und Maximilian Mittelstädt konnten Leverkusens Edmond Tapsoba nicht am Kopfball hindern. Sein Versuch rauschte nur knapp am langen Eck vorbei.
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In der 32. Minute zappelte der Ball dann nach einem Abschluss von Jeremie Frimpong im Stuttgarter Netz. Doch der Ball war bei der Vorarbeit von Victor Boniface bereits im Toraus; der Treffer zählte nicht. Weil es eindeutig war, folgten auf die Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert keine Leverkusener Proteste.
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Zum Ende der ersten Hälfte wurde Leverkusen zunehmend dominanter und vor allem durch Standards immer wieder gefährlich. In der 41. Minute war es erneut Tapsoba, der am ersten Pfosten zum Kopfball kam und die Latte traf; Sekunden vor dem Halbzeitpfiff traf Boniface nach einer Leverkusener Ecke ebenfalls Alu – doppelt Glück für den VfB vor der Pause.
Und mit Leverkusener Alutreffern ging es in Hälfte zwei gleich weiter: Aus etwa elf Metern kam Boniface frei vor VfB-Keeper Alexander Nübel zum Abschluss; sein satter Schuss knallte an den rechten Pfosten. Die Führung für Leverkusen wäre zu diesem Zeitpunkt längst hochverdient.
Die Stuttgarter Offensive um Deniz Undav hingegen fand kaum in die Partie.
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Nach einer Stunde sollte dann Chris Führich das VfB-Offensivspiel beleben. Er kam für Fabian Rieder, der nach seiner Einwechslung in der achten Spielminute von VfB-Coach Hoeneß schon wieder vom Feld geholt wurde.
Und Führich leitete direkt mal die erste große Chance für den VfB ein: Im Sechzehner spielte er quer auf Undav, der den Ball gefühlvoll aus der Luft aufs lange Eck zog – die gefährlichste Aktion des VfB bis zu diesem Zeitpunkt.
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Dann musste der VfB aber direkt wieder zittern: Erst köpfte Leverkusens Frimpong freistehend aus fünf Metern knapp daneben (66.), dann ließ sich Anthony Rouault im Laufduell mit Boniface zu leicht abschütteln. Frei vor dem Tor scheiterte der Stürmer aber an VfB-Keeper Nübel, der sein Team im Spiel hielt (73.).
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Leverkusen lief in der Folge weiter an, doch die VfB-Defensive stabilisierte sich in der letzten Viertelstunde der Partie. Am Ende zitterte sich der VfB zum torlosen Remis gegen den amtierenden Deutschen Meister.
Der VfB Stuttgart musste viel verteidigen und überstehen, ehe das 0:0 bei Bayer Leverkusen unter Dach und Fach war. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Wir nehmen einen glücklichen Punkt mit, da kann es keine zwei Meinungen geben. Einerseits haben wir nicht ganz die Energie auf den Platz gebracht, es lag aber auch an Leverkusen. Sie haben stark gepresst und uns nichts ermöglicht. Wir sind sehr happy mit dem Ergebnis und werden uns sicher nicht entschuldigen für den Punkt.“
Leverkusen-Trainer Xabi Alonso:„Wir sind unglücklich mit dem Resultat und haben eigentlich genug Chancen für einen Sieg erspielt. Unser Pressing war gut. Wir haben sehr gut gespielt gegen einen Top-Gegner, der normalerweise eine gute Kontrolle hat. Unsere Leistung war gut, vielleicht unsere beste.“
VfB-Kapitän Atakan Karazor: „Es war ein anstrengendes Spiel, wir sind einige Meter gelaufen. Man muss die Leistung von Leverkusen anerkennen. Das ist eine Top-Mannschaft, sie waren diesmal stärker als wir. Wir sind zufrieden mit dem Punkt, mehr war heute nicht drin für uns. Wir wollen oben mithalten, das ist unser Anspruch.“
VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Wir haben in Leverkusen schon viel bessere Spiele abgeliefert. Da sind wir aber ohne das passende Ergebnis nach Hause gefahren. Diesmal ist der Punkt schmeichelhaft, aber wir nehmen ihn gerne mit. Wir haben einige Szenen glücklich überstanden, haben gegen einen entfesselt auftretenden Gegner aber bis zum Ende leidenschaftlich verteidigt.“
Wir haben alle mindestens 10 Minuten eingesetzten Spieler des VfB mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Übrigens:Auch Sie können hier die VfB-Spieler bewerten. Die Bilder zum Spiel haben wir in der Galerie für Sie zusammengestellt.