VfB Stuttgart bei Holstein Kiel
: Der VfB hat nicht nur ein Ergebnis-Problem

Die Stuttgarter lassen es in Kiel an Elementarem vermissen – und bleiben nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen unter den eigenen Möglichkeiten, meint David Scheu.
Kommentar von
David Scheu
Stuttgart
  • Kapitän Atakan Karazor (links) und der VfB taten sich schwer in Kiel.

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  • Trainer Sebastian Hoeneß - gegen Holstein Kiel muss dringend ein Sieg her.

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  • Marcel Rapp, Trainer von Holstein Kiel, vor Spielbeginn.

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  • Vor dem Anpfiff begrüßen sich die Trainer Sebastian Hoeneß und Marcel Rapp.

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  • In der 15. Minute bringt Jamie Lewelling sein Team in Führung.

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  • Mit ihm jubeln seine Mannschaftskameraden.

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  • Doch die Freude währte nicht lange. In der 30. Minute glich Kiels Stürmer Steven Skrzybski zum 1:1 aus.

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  • Armin Gigovic (Kiel) im Duell mit Jamie Leweling (VfB).

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  • Zur Halbzeit stand es 1:1 gegen Kiel - das hatten sich sowohl die Fans als auch die Mannschaft anders vorgestellt.

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  • Und es kam noch schlimmer. Zu Beginn der zweiten Halbzeit jubelte erneut Holstein Kiel. In der 46. Minute erhöhte Steven Skrzybski auf 2:1.

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  • Als wäre das nicht schon schlimm genug, sah Leonidas Stergiou in der 52. Minute die Rote Karte und musste das Spielfeld verlassen.

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  • Doch zum Glück war das Spiel noch nicht entschieden. In Unterzahl erzielte Ermedin Demirović in der 55. Minute mit einem starken Abschluss das 2:2 für den VfB Stuttgart.

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  • Enzo Millot (r.) freut sich mit Teamkollege Demirovic über den Anschlusstreffer.

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  • Die mitgereisten VfB-Fans unterstützten ihre Mannschaft tatkräftig und lautstark.

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  • Nicolai Remberg (l.) im Zweikampf mit Maximilian Mittelstädt.

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  • Am Ende kann der VfB mit einem 2:2 in Unterzahl zufrieden sein.

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  • Für das nächste Spiel muss aber auf jeden Fall ein Sieg her.

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Nur ein Sieg aus sieben Bundesliga-Spielen: Eine solche Phase hat es beim VfB Stuttgart in dieser Saison noch nicht gegeben, auch in der bisherigen gesamten Amtszeit von Trainer Sebastian Hoeneß nicht. Dass es sich dabei nicht um eine reine Ergebniskrise handelt, hat spätestens dieses Wochenende verdeutlicht: Zeigte zuletzt noch die Leistungskurve zumindest in puncto Spielanlage und Dominanz nach oben in den Partien bei der TSG Hoffenheim und gegen den FC Bayern, muss man nach dem lange Zeit enttäuschenden Auftritt bei Aufsteiger Holstein Kiel (2:2) konstatieren: Die Probleme lassen sich nicht nur auf ausbleibende Resultate reduzieren. Sie liegen tiefer.

Im Holstein-Stadion fehlte es dem VfB insbesondere im ersten Durchgang an Elementarem. An Galligkeit, Intensität, Aggressivität. Dass genau das in Kiel gefragt sein würde, konnte niemanden ansatzweise überraschen. Hinzu kamen grundlegende Mankos, die in den vergangenen Wochen immer wieder zu beobachten waren. Grobe Patzer in der Defensive wie jener von Leonidas Stergiou, der als letzter Mann den Ball verlor und die Rote Karte sah. Oder schwache Auftritte wie jener von Deniz Undav, der in Kiel nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen kaum Bindung zum Spiel fand.

Kurzum: Die Stuttgarter Sieglos-Serie ist nicht die Folge von unglücklichen Spielverläufen – der VfB selbst hat sie zu verantworten und spielt seit Wochen unter den eigenen Möglichkeiten. Damit droht die Mannschaft fahrlässig eine große Chance zu verspielen, da die Konkurrenz um die internationalen Plätze ebenfalls regelmäßig Punkte liegen lässt. Noch ist zwar weiterhin einiges möglich in dieser Saison. Mit Leistungen wie in Kiel aber wird der VfB mit der Vergabe der vorderen Plätze nichts zu tun haben.

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