VfB Stuttgart bei Holstein Kiel
: Große Personalnot führt zu ungewohntem Duo im Abwehrzentrum

Dem VfB fehlen in Kiel gleich sechs Profis in der Innenverteidigung. Wie Trainer Sebastian Hoeneß die Situation einschätzt und wer spielen wird.
Von
David Scheu
Stuttgart

Ramon Hendriks rückt in die Innenverteidigung.

Pressefoto Baumann

Ausfälle in der Innenverteidigung hatte der VfB Stuttgart in den vergangenen Monaten ja immer wieder zu kompensieren. Vor dem Auswärtsspiel bei Holstein Kiel am Samstag (15.30 Uhr) aber verschärft sich die Personallage nochmals merklich – mit in Summe sechs Ausfällen von zentralen Abwehrspielern. Neben dem langzeitverletzten Dan-Axel Zagadou fehlt der zuletzt gesetzte Youngster Finn Jeltsch (18) wegen einer Gelbsperre, zudem müssen Abwehrchef Jeff Chabot und Winter Neuzugang Luca Jaquez derzeit krank aussetzen. Ameen Al-Dakhil ist nach seiner Zerrung zwar wieder im Training – laut Trainer Sebastian Hoeneß aber „auf gar keinen Fall“ ein Startelf-Kandidat. Und Anrie Chase, der in den vergangenen Wochen in der U 21 Spielpraxis gesammelt hatte, fehlt aufgrund eines Muskelfaserrisses in den nächsten Wochen.

„Es ist eine anspruchsvolle Konstellation“, betont Hoeneß, „die Auswahl hinten ist nicht mehr allzu groß.“ Man werde die Situation aber annehmen und Lösungen finden, so der Chefcoach – der sich auch bereits auf ein Innenverteidiger-Duo in Kiel festlegt: Ramon Hendriks und Leonidas Stergiou.

Hendriks und Stergiou haben bereits Erfahrungen als Innenverteidiger

Beide hatte der VfB eigentlich primär als Außenverteidiger verpflichtet, beide haben aber auch schon Innenverteidigung gespielt. Hendriks sogar bis vor Kurzem beim VfB, ehe er von Jeltsch vorerst verdrängt wurde. Bei Stergiou liegt seine Zeit im Abwehrzentrum länger zurück, er lief dort beim FC St. Gallen auf. In diesem Jahr kam er beim VfB nur unregelmäßig zum Einsatz, nachdem er bereits weite Teile der Hinrunde wegen Rückenproblemen verpasst hatte. Eingespielt kann das Duo natürlich nicht sein, beide Profis bringen aber unterschiedliche Fähigkeiten für die Position mit. Hendriks verfügt über Zweikampfhärte und Physis, während Stergiou mit seinen 1,81 Metern nicht gerade ein Abwehrschrank ist, dafür aber viel Tempo mitbringt. Nun sind beide in Kiel gefordert.

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