VfB Stuttgart beim 1. FC Heidenheim
: VfB gewinnt umkämpftes Spiel auf der Ostalb mit 3:1

Am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewinnt der VfB Stuttgart auf der Ostalb mit 3:1. Für den VfB treffen Maximilian Mittelstädt, Enzo Millot und Nick Woltemade.
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swi/dpa
Stuttgart
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  • Enzo Millot traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:1 für den VfB.

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  • Die VfB-Fans machten den Auswärtsblock auf der Ostalb voll. In Heidenheim musste sich der VfB in der Vorsaison mit 0:2 geschlagen geben.

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  • In der Bundesliga ist der VfB um Trainer Sebastian Hoeneß noch sieglos gegen Frank Schmidts Heidenheimer. Nach der 0:2-Niederlage hatte es in der Rückrunde in Stuttgart ein 3:3 gegeben.

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  • Im Vergleich zum Champions-League-Spiel unter der Woche wechselte Hoeneß auf einer Position: Nick Woltemade kam für Fabian Rieder ins Team. Woltemade ist in der Champions League nicht spielberechtigt und musste gegen Bern zusehen.

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  • Die Anfangsphase in Heidenheim war zunächst vor allem von Zweikämpfen geprägt. Keine zehn Minuten dauerte es, bis Schiedsrichter Christian Dingert die erste Gelbe Karte zeigte. Sie galt VfB-Stürmer Ermedin Demirovic, dessen Schubser geahndet wurde.

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  • Dann traf Maximilian Mittelstädt mit der ersten gefährlichen Aktion des VfB zur Führung. Der Assist geht an den formstarken Woltemade, der schön auf den aufgerückten Linksverteidiger auflegte.

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  • Im Anschluss blieb die Partie weiter umkämpft – viel Zweikämpfe, wenig Torraumszenen, bis ...

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  • ... Heidenheims Paul Wanner sich in der 41. Minute ein Herz nahm, und aus der zweiten Reihe mit 109 km/h in den Winkel schoss – 1:1.

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  • Doch die Antwort des VfB folgte prompt. Enzo Millot köpfte nach schöner Flanke von Josha Vagnoman zum 2:1 ein (45.+2).

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  • Mit der erneuten VfB-Führung ging es in die Pause.

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  • Millot war es auch, der nach dem Seitenwechsel direkt hätte nachlegen können. Woltemade setzte den Offensivkünstler des VfB schön in Szene, sein Abschluss war aber zu zentral (52. Minute). Da war mehr drin für den VfB.

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  • Auch die Heidenheimer setzten immer wieder Nadelstiche. Hier versuchte es Marvin Pieringer aus aussichtsreicher Position, sein Schuss wurde allerdings abgeblockt (60.).

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  • Hintenraus bot sich für die Heidenheimer dann die Chance auf den Ausgleich. Doch Alexander Nübel parierte eine Hundertprozentige von Mathias Honsak stark (79. Minute).

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  • Bitter für das Team von Frank Schmidt, dass es diese Chance nicht nutzte, denn ...

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  • ... fünf Minuten später gab es auf der anderen Seite einen Elfmeter für den VfB nach einem Foul am eingewechselten Fabian Rieder. Woltemade blieb vom Punkt eiskalt ...

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  • ... und schob locker zum 3:1-Endstand ein (85.).

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Dank des Premierensiegs auf der rauen Ostalb hat der VfB Stuttgart seine Europapokal-Ambitionen untermauert. Mit dem 3:1 (2:1) versetzte die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß ihre Fans in Adventsstimmung und stürzte den 1. FC Heidenheim tiefer in die Negativspirale.

Maximilian Mittelstädt (20.), Enzo Millot (45.+2) und Nick Woltemade mit einem verwandelten Foulelfmeter (85.) sorgten dafür, dass die Stuttgarter ihren Champions-League Schwung vom 5:1 gegen Bern in einen Erfolg ummünzen konnten. Paul Wanner (41.) ließ mit seinem sehenswerten zwischenzeitlichen Ausgleich die Gastgeber zunächst hoffen, ehe Woltemade alles klarmachte.

Am Ende stand die sechste Heidenheimer Niederlage in der Fußball-Bundesliga in Serie. Während sich der VfB mit guter Laune auf den Jahresabschluss gegen den FC St. Pauli vorbereiten kann, gerieten die stark angeschlagenen Heidenheimer vor dem Auftritt in Bochum noch stärker unter Druck. Es droht das Überwintern auf dem Relegationsrang. Am Donnerstag treten sie zuvor noch gegen den FC St. Gallen an.

Schmidt: Kritik ein „Zeichen der Stärke“

Nach der Niederlage in der Conference League am Donnerstag in Istanbul (1:3) war Frank Schmidt mit seinem Team hart ins Gericht gegangen - und verteidigte sich für seine deutliche Kritik vor dem Spiel gegen den VfB. „Warum darf man die Dinge nicht einfach so ansprechen, wie sie sind?“, rechtfertigte er sich bei DAZN. „Ich finde es ein Zeichen der Stärke, wenn man kritisieren darf“, so der Coach: „Wenn man Scheiße spielt und nicht mehr kritisiert, dann sollten alle Alarmglocken angehen.“

Inmitten ihrer ungewohnten Negativphase kämpften sich die Heidenheimer im Landesderby in die Partie und erwiesen sich phasenweise als erwartet unangenehmer Gegner. Viele Fouls unterbanden den Spielfluss. Die Stuttgarter entlarvten aber ihre Defizite und kamen dank Effizienz zum ersten Tor.

Woltemade behauptete sich gegen FCH-Kapitän Patrick Mainka und bereitete für Mittelstädt vor, der abgeklärt verwandelte. Gleich die erste gefährliche Angriffsszene der Gäste führte so zum 1:0. Anders als zuletzt gegen Bern und Union geriet der VfB diesmal nicht in Rückstand und kontrollierte die Partie.

VfB zeigt Reaktion auf Ausgleich

Vor dem überraschenden Ausgleich der lange harmlosen Gastgeber hätten die Stuttgarter beinahe nachgelegt. Doch ein Freistoß aus rund 20 Metern von Chris Führich knallte gegen den Pfosten. Dem Jubel des FCH ging ein Ballverlust des VfB im Spielaufbau voraus. VfB-Torwart Alexander Nübel war an Wanners Distanzschuss mit der Hand dran, konnte ihn aber nicht abwehren.

Millots Fehler hatte den sehenswerten Treffer eingeleitet - doch der Mittelfeldspieler machte dies noch vor dem Seitenwechsel wieder gut. Erst scheiterte er noch an Heidenheims Torhüter Kevin Müller. Dann verwandelte er eine abgefälschte Flanke von Josha Vagnoman mit dem Kopf.

Mit dem Elan von der erneuten Führung drängte die Hoeneß-Elf in der zweiten Hälfte zunächst auf den dritten Treffer. Doch die Stuttgarter ließen - insbesondere durch Millot - Chancen auf die mutmaßliche Entscheidung aus. So blieb für die Heidenheimer der Ausgleich möglich. Eine Flanke von Marnon Busch schrammte eine knappe Viertelstunde vor Schluss am Aluminium vorbei. Kurz darauf musste Nübel in höchster Not retten. Woltemade belohnte sich am Ende für seinen guten Auftritt und machte vom Punkt alles klar.

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