VfB Stuttgart beim VfL Bochum
: „Stuttgart hat mit uns Katz und Maus gespielt“

Nach dem 4:0 des VfB in Bochum haben sich die Beteiligten beider Teams zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.
Von
David Scheu, Philipp Maisel und Philip Kearney
Stuttgart
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  • Der VfB jubelt, im Hintergrund ist Bochums Torhüter Timo Horn frustriert.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Der VfB erwischt den besseren Start und belohnt sich in der achten Minute mit dem 1:0. Eine Ecke von Chris Führich landet am zweiten Pfosten auf dem Kopf von Atakan Karazor, der den Ball ins Zentrum köpft, wo Jeff Chabot steht und den Ball aus kurzer Distanz ins Tor drischt.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Keine drei Minuten später liegt der Ball schon wieder im Kasten von Bochum-Keeper Timo Horn. Diesmal schickt Atakan Karazor Ermedin Demirov mit einem Steilpass auf die Reise, der Bosnier bleibt vor dem Tor ganz cool und lupft den Ball über Horn hinweg zum 2:0 ins Tor.

    dpa/Fabian Strauch
  • Fabian Rieder hat nach einem Konter das 3:0 auf dem Fuß, doch sein Abschluss landet am Pfosten. Von dort springt die Kugel an den Rücken von VfL-Torwart Horn und wieder zurück in Richtung Tor. Der Ball kullert aber Millimeter am linken Pfosten vorbei.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Auch in der zweiten Halbzeit startet der VfB furios. In der 48. Minute wird Chris Führich nicht angegriffen, der Flügelspieler passt auf Linksverteidiger Ramon Hendriks, dessen flache Hereingabe Ermedin Demirovic zum 3:0 verwertet.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Ermedin Demirovic macht in der 85. Minute endgültig den Deckel drauf – und schnürt nebenbei den Dreierpack. Rechtsverteidiger Leonidas Stergious findet den völlig frei stehenden Bosnier mit einer flachen Flanke, der leichtes Spiel hat und den Ball über die Linie schiebt. 4:0 VfB!

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Defensiv lassen die Weiß-Roten auch in der Schlussphase wenig zu, sodass sich Alexander Nübel über eine weiße Weste freuen kann.

    dpa/Fabian Strauch
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Der VfB Stuttgart steht nach dem souveränen 4:0 beim VfL Bochum bei 40 Punkten in der Fußball-Bundesliga. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Heute ist viel in unsere Richtung gegangen. Wir sind außergewöhnlich gut ins Spiel gekommen, waren griffig und handlungsschnell. So ist nie wirklich eine Phase entstanden mit ganz klaren Chancen für Bochum in der ersten Hälfte. Nach dem 3:0 kurz nach der Pause war eine Richtung vorgegeben. Es war eine emotionale Woche, das Spiel am Mittwoch hat uns sehr geholfen, da sind ein paar Dinge gelöst worden.“

Bochum-Trainer Dieter Hecking: „Wir haben von der ersten Sekunde an überhaupt nicht stattgefunden. Es war kollektiv eine Nicht-Leistung. Wir sind nie in die Zweikämpfe gekommen. Nach der Pause hatten wir ein bisschen mehr Kontrolle, aber weiter null Torgefahr. Bei den Gegentoren machen wir Geschenke ohne Ende, so kann man nicht verteidigen.“

VfB-Profi Atakan Karazor: „Defensiv waren wir sehr stabil. Ich hoffe, dass wir das weiter fortführen können. Wir wollen den Aufwärtstrend jetzt fortsetzen.“

Bochum-Torhüter Timo Horn: „Das war das schlechteste Spiel seit Wochen, vielleicht seit Monaten. So kannst du in der Bundesliga kein Spiel gewinnen. Wir haben alles vermissen lassen, was uns sonst auszeichnet. Laufintensität, Pressing, dem Gegner Stress bereiten. Das müssen wir schleunigst besprechen, aufarbeiten und abstellen, um den Turnaround zu schaffen. Stuttgart hat mit uns Katz und Maus gespielt.“

VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Es war wichtig, dass wir den Schwung, Elan und die Bereitschaft von Mittwoch in dieses Spiel mitnehmen. Dieter Hecking hat es geschafft, einen Glaube in den Verein zu bringen, dass der Klassenerhalt geschafft wird. Deshalb war es ein schwieriges Spiel für uns, auch wenn wir 4:0 gewonnen haben. Die Voraussetzungen waren nicht ganz einfach. Neben dem Ergebnis war erfreulich, dass Spieler, die nicht ganz so viel Einsatzzeit hatten die vergangenen Wochen, heute überzeugt haben. Das war eine wichtige Botschaft heute.“

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