: Aus 0:2 macht 3:2 – VfB dreht wildes Spiel in der zweiten Halbzeit
Der VfB Stuttgart hat sein Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin am Freitag nach 0:2 Rückstand noch mit 3:2 gewonnen und springt zumindest vorübergehend auf die internationalen Ränge.
Doppelpacker Nick Woltemade und Siegtorschütze Atakan Karazor bejubeln das Tor zum 3:2.
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Die Partie ist vom Anpfiff an kampfbetont und von vielen Zweikämpfen geprägt. Chancen sind in der Anfangsphase dagegen Mangelware.
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Es dauert bis zur 22. Minute, bis der VfB erstmals gefährlich vor dem Tor von Union-Keeper Frederik Rönnow auftaucht. Enzo Millot schickt Ermedin Demirovic mit einem Steilpass in die Tiefe, der Stürmer schießt aus spitzem Winkel knapp links am Tor vorbei.
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In der 38. Minute dann der Nackenschlag für den VfB. Union kommt erstmals gefährlich vors Tor und schon klingelt es im Kasten von Alexander Nübel. Der Torwart sieht bei dem Gegentor alles andere als gut aus. Danilho Doekhi köpft eine Flanke zentral auf das Tor, Nübel rutscht der Ball durch die Hände hindurch ins Tor. 0:1 ist auch der Pausenstand.
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Die Gäste erwischen den besseren Start in die zweite Hälfte und belohnen sich in der 48. Minute mit dem Treffer zum 2:0. Eine Flanken von Robert Skov segelt an allen Spielern vorbei und landet im langen Eck. Alexander Nübel sieht zum zweiten Mal an diesem Abend unglücklich aus.
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Die Antwort des VfB folgt drei Minuten später. Der eingewechselte Nick Woltemade bleibt nach einem Steilpass von Ermedin Demirov cool, umkurvt Rönnow und schiebt den Ball zum Anschlusstreffer ins leere Tor.
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Die Fans von Union antworten auf den Gegentreffer mit einer farbenfrohen Pyroshow. Wegen des starken Rauchs wird die Partie kurzzeitig unterbrochen.
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Wenige Minuten nach der Wiederaufnahme der Partie gleich der VfB aus. Wieder heißt der Torschütze Nick Woltemade, diesmal auf Zuspiel von Atakan Karazor. Der Stürmer setzt sich gegen Union-Verteidiger Leopold Querfeld durch und setzt den Ball gekonnt mit dem Außenrist ins rechte Eck.
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In der 69. Minute der nächste Torwart-Patzer. Diesmal geht das Gegentor auf die Kappe von Frederik Rönnow. Der Keeper wird von Enzo Millot bedrängt und passt den Ball unter Druck zentral Richtung Strafraumkante, dort lauert Atakan Karazor. Der Kapitän schiebt die Kugel überlegt ins rechte untere Ecke. Spiel gedreht! Und beim Spielstand von 3:2 soll es bis zum Ende bleiben.
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„Joker“ Nick Woltemade hat dem VfB Stuttgart ein schon verloren geglaubtes Spiel aus dem Feuer gerissen. Der 22 Jahre alte Angreifer machte beim rasanten 3:2 (0:1) gegen Union Berlin mit einem Doppelpack einen 0:2-Rückstand wett und brachte seine Mannschaft damit auf die Siegerstraße. Den entscheidenden Treffer für den VfB erzielte Kapitän Atakan Karazor (69.).
Danilho Doekhi (37.) nach einem Patzer von Nationaltorhüter Alexander Nübel und der ehemalige Stuttgarter Rani Khedira (48.) hatten Union nach fünf Spielen ohne Sieg auf einen Dreier hoffen lassen, die Einwechslung von Woltemade aber erwies sich als Glücksgriff für Trainer Sebastian Hoeneß. Innerhalb kürzester Zeit (51. und 59.) machte der Joker den Rückstand wett.
VfB gegen Union: Torwart-Patzer auf beiden Seiten
Der VfB war von Beginn an um Spielkontrolle bemüht, hatte auch deutlich mehr Ballbesitz. Union aber stand gut, ging mit Entschlossenheit in die Zweikämpfe und spielte auch mutig nach vorne. Die Berliner blieben auch nach den drei Gegentreffern gefährlich: Bei einem Schuss von Jordan (71.) kam den defensiv instabilen Stuttgartern allerdings die Latte zu Hilfe.
Der VfB hatte die erste gute Chance des Spiels besessen, nach einem Steckpass von Enzo Millot schoss Demirovic aber knapp am linken Pfosten vorbei (22.). Die Gastgeber wurden in der Folge dominanter, weitere Gelegenheiten aber ergaben sich nicht, weil sich die mannorientierte und laufintensive Defensivarbeit der Eisernen als wirkungsvoll erwies.
Stattdessen lagen plötzlich die Berliner in Führung. Einen Kopfball von Doekhi lenkte Nübel ungeschickt an die Latte, von dort flog der Ball hinter die Torlinie - der Torhüter der Stuttgarter sah in dieser Szene zumindest unglücklich aus. Nicht viel besser präsentierte sich die gesamte Abwehr des VfB beim Treffer von Khedira.
Der schnelle Anschlusstreffer durch Woltemade gegen unaufmerksame Berliner sprengte bei den Stuttgartern dann alle Fesseln. Union geriet nun unter Druck und bekam den eingewechselten Joker nicht in den Griff. Auch Torhüter Frederik Rönnow patzte: Beim Treffer von Karazor spielte er dem Torschützen den Ball in den Fuß.