VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen
: VfB-Nationalspieler – erst die bittere Pille, dann Sprüche von Robert Andrich

Der VfB Stuttgart hat gegen Bayer Leverkusen dramatisch 3:4 verloren. Die deutschen Nationalspieler werden schnell wieder damit konfrontiert werden. Dank Robert Andrich.
Von
Dirk Preiß
Stuttgart
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  • Robert Andrich (li.) hat am Sonntagabend mit Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart gewonnen.

    Pressefoto Baumann/Volker Mueller
  • Die Fans sorgten schon vor dem Anpfiff für eine angemessene Kulisse beim Gastspiel des Meisters in Stuttgart.

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  • VfB-Trainer Sebastian Hoeneß veränderte seine Startelf auf drei Positionen. Unter anderem Deniz Undav und Chris Führich nahmen erst einmal auf der Bank Platz.

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  • Nach einer munteren Anfangsphase war Ermedin Demirovic in der 15. Minute zur Stelle. 1:0 für den VfB.

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  • Nick Woltemade war an vielen guten Offensivaktionen beteiligt.

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  • Atakan Karazor stand sinnbildlich für die starke Defensivarbeit der gesamten Mannschaft in Durchgang eins.

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  • Enzo Millot hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff die große Chance auf das 2:0. Doch Lukas Hradecky im Bayer-Tor parierte – und auch der Nachschuss von Angelo Stiller wurde von Piero Hincapie vor der Torlinie geblockt. So blieb es beim 1:0 zur Pause.

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  • Der VfB kam perfekt aus der Pause. Woltemade traf nach Vorarbeit von Millot zum 2:0 (48. Minute).

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  • Bei Bayer um Granit Xhaka lief einfach nicht viel zusammen.

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  • Es folgte eine erste kleine Drangphase der Gäste – und prompt traf Jeremie Frimpong in der 56. Minute zum Anschlusstreffer.

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  • In der 62. Minute stellte der VfB den alten Abstand wieder her. Nach einem Konter scheiterte Demirovic noch an Hradecky, doch der Ball prallte an Xhaka und von dort ins Tor: 3:1.

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  • Bayer steckte aber nicht auf, Piero Hincapie traf nach einer Ecke in der 67. Minute zum 3:2.

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  • Bayer drückte nun und der VfB bekam immer mehr Probleme.

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  • In der 88. Minute fiel dann doch noch der Ausgleich. Angelo Stiller traf ins eigene Netz.

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  • Und als alle schon mit einem Remis rechneten, schlug Patrik Schick zu und traf in der 94. Minute zum 3:4. Game over.

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Robert Andrich hatte richtig gute Laune nach dem Auswärtsspiel von Bayer Leverkusen beim VfB Stuttgart. Ein Wunder war das nicht – die Werkself war 0:2 zurückgelegen, auch 1:3, am Ende aber gewann der Meister in der MHP-Arena mit 4:3. „Wieder Wahnsinn“, meinte der deutsche Nationalspieler zum erneut spektakulären Aufeinandertreffen zwischen dem VfB und Bayer. Das noch nachhallen wird.

Zwar hoffte Ermedin Demirovic, nun beim Nationalteam den Kopf schnell freizubekommen. Anders als der bosnische Nationalspieler werden einige seiner Teamkollegen aber auch in der Länderspielpause mit diesem Nackenschlag konfrontiert werden. Das zumindest kündigte Robert Andrich an.

„Es tut immer gut, nach einem Sieg zur Nationalmannschaft zu fahren“, sagte der Leverkusener – und fügte grinsend hinzu: „Vor allem, wenn man fünf Stuttgarter dabei hat.“ Da werde es sicher „einen kleinen Spruch geben“. Bei der deutschen Mannschaft, die im Nations-League-Viertelfinale zweimal auf Italien trifft, spielt Andrich diesmal mit den VfB-Profis Alexander Nübel, Maximilian Mittelstädt, Angelo Stiller, Jamie Leweling und Deniz Undav zusammen.

Das Quintett kann sich also auf ein bisschen Häme einstellen, wobei Robert Andrich das nicht böse meinen wird. Denn am Sonntagabend sprach er auch durchaus respektvoll von den Konkurrenten aus Stuttgart. „Der VfB hat uns das Leben schwer gemacht“, sagte er – und gab zu, dass es schon die Einwechslungen gebraucht hat, ehe Bayer auf die Siegerstraße einbog: „Wir haben über die Bank das Spiel entschieden.“ Amine Adli und Victor Boniface kamen während der zweiten Hälfte in die Werkself.

Während die Stuttgarter nun „zwei harte Tage“ (Demirovic) haben werden, darf sich Bayer Leverkusen freuen, den Rückstand auf den FC Bayern auf sechs Punkte verringert zu haben. „Jedes Spiel“ will der Meister nun in der Liga gewinnen, um am Ende vielleicht doch noch den Titel zu verteidigen. Und: Auch die zweite Trophäe, die es zu verteidigen gibt, will Bayer noch holen.

„Wir wollen den Pokal gewinnen“, sagte Robert Andrich. Was dazu nötig ist: Ein Sieg im Halbfinale in Bielefeld – und dann womöglich einer gegen den VfB. Die Stuttgarter bestreiten das zweite Halbfinale gegen RB Leipzig.

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