Fußball-Nationalmannschaft
: Watzke zum Deal mit Klopp: „Definitiv noch nicht abgehakt“

Der Deutsche Fußball-Bund hat sich auf Jürgen Klopp als Bundestrainer festgelegt. Nun äußert sich der Ligapräsident und Verbands-Vize, der eine spezielle Erwartung an den Bundestrainer in spe hat.
Von
red/dpa
Dortmund

Hans-Joachim Watzke verbindet eine alte Dortmunder Connection mit Jürgen Klopp. (Archivbild)

David Inderlied/dpa
  • DFB legt sich auf Jürgen Klopp als Bundestrainer fest, doch der Deal gilt nicht als sicher.
  • Watzke verweist auf Klopps Vertrag bei Red Bull bis 2029 – Gespräche in New York geplant.
  • Wahrscheinlichkeit laut Watzke „größer als 50 Prozent“, es gibt einen „Masterplan A“.
  • Red Bull und Berater Marc Kosicke werden einbezogen, mögliche Ablöse wird verhandelt.
  • Watzke erwartet finanziell einen „Patriotismus-Abschlag“ und sieht Klopp sportlich als passend.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für Ligapräsident und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke ist die Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer kein Selbstläufer, auch wenn sich der Verband und der 59-Jährige sehr deutlich zu einer Zusammenarbeit bekannt haben. „Das ist definitiv noch nicht abgehakt. Das muss man alleine schon vor dem Hintergrund des RB-Engagements so sehen“, sagte der 67-Jährige im Interview mit dem ZDF. 

Watzke hob damit ab auf das bis 2029 geschlossene Arbeitsverhältnis von Klopp als Head of Global Soccer beim österreichischen Getränke-Konzern Red Bull. Watzke verwies im übrigen auch darauf, dass es in der Vergangenheit beim Deutschen Fußball-Bund immer wieder Situationen gegeben habe, in denen man sich einer Personalie zu sicher gewesen sei.

Wahrscheinlichkeit „größer als 50 Prozent“

Der langjährige Chef von Borussia Dortmund schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Ex-BVB-Coach Klopp nach dem frühen WM-Aus in Amerika die Nachfolge von Julian Nagelsmann (38) antreten werde, „größer als 50 Prozent“ ein.

Watzke sprach von „einem Masterplan A“, den man durchsetzen wolle. Gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf soll er nach New York reisen, um dort Gespräche mit dem bei der WM als TV-Experte arbeitenden Klopp sowie dessen Berater Marc Kosicke zu führen. Auch mit den Red-Bull-Entscheidern um Oliver Mintzlaff muss über eine mögliche Ablöse für Klopp verhandelt werden.

Watzke erwartet beim Geld „einen Patriotismus-Abschlag“

Die Finanzen werden überall ein zentraler Verhandlungspunkt sein. Es gibt auch private Sponsoring-Verträge Klopps, die nicht zu den DFB-Partnern passen. „Probleme sind auch dazu da, dass man sie löst“, sagte Watzke dazu. „Wir haben natürlich unsere Schmerzgrenze“, sagte Watzke zum Geld. Etwas schmunzelnd fügte er im ZDF-Interview hinzu: „Einen leichten Patriotismus-Abschlag, den erwarten wir dann oder ich speziell vom Jürgen auch.“

Sportlich sieht Watzke in Klopp den Richtigen. „Er macht Spieler besser, definitiv.“ Spielweise und Mentalität der Nationalmannschaft sollen sich unter dem einstigen Erfolgstrainer des BVB und des FC Liverpool ändern: „Es wird wohl etwas körperbetonter, etwas intensiver, etwas rustikaler wieder zugehen.“

Zwei, die miteinander können: Hans-Joachim Watzke (l) und Jürgen Klopp. (Archivbild)

Federico Gambarini/dpa

Klopp soll aber möglichst auch in strukturelle Veränderungen eingebunden werden. Zugleich betonte Watzke: „Jürgen Klopp würde niemals eine Carte blanche fordern.“ Watzke äußerte sich auch zur Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler, blieb da aber vage: „Ich würde gerne mit Rudi weitermachen.“