Fußball-Verbandsliga: 15 Gegentore in zwei Spielen – der TSV Weilimdorf und sein Albtraumgegner

Tamer-Harun Fara (rechts) erzwang das Weilimdorfer Führungstor. Dann aber ging vieles schief.
Günter BergmannWenigstens ein Gutes lässt sich für die Verbandsliga-Fußballer des TSV Weilimdorf zum aktuellen Spieltag anmerken: So schnell werden sie auf diesen Gegner nun nicht mehr treffen. Es ist für diese Saison überstanden – wenn auch mit reichlich Schrammen. Mit sage und schreibe 2:9 hatten die Nord-Stuttgarter bereits das Hinrundenspiel bei den Sportfreunden Dorfmerkingen verloren. Jetzt, beim eigentlichen Revanchevorhaben, kamen sie nur wenig besser davon. Diesmaliges Ergebnis: ein 2:6. „Ein naiver Auftritt von uns. Wir haben Geschenke verteilt“, beklagt der Trainer Oliver Stierle, für dessen Team das jüngste Zwischenhoch somit abrupt endet.
Vier Siege, zwei Remis, null Niederlagen – so hatte die Weilimdorfer Bilanz aus den vergangenen sechs Ligaspielen gelautet. Warum nun der Rückfall in defensive Drunter-und-drüber-Zeiten? Schwer zu sagen. „In der ersten halben Stunde lief alles nach Plan: gutes Pressing, gute Verteidigung, gute Torchancen“, konstatiert Stierle. Verdienter Lohn war die eigene Führung, die Tamer-Harun Fara nach einem Eckball erzwang. Schütze: der Gästekicker Leon Gunst per Eigentor (10.). Dann aber schlug der Gegner eiskalt zu. Mit drei Gegentoren innerhalb von nur elf Minuten kippte die Partie. Und dann ging es überhaupt schief. Bezeichnend der Slapstick-Treffer zum 2:4: Der Keeper Joel Heske, erneut für den verletzten Matej Barisic zwischen den Pfosten, wollte klären – wonach Jonathan Zinram-Kischs Kopfballrückgabe im verwaisten Kasten landete (52.).
Außerdem netzten für den Fünften Dorfmerkingen ein: zweimal Daniel Nietzer (30./40.), Benjamin Walter (38.), Fabio Mango (69.) und Fabian Ehrmann (79.). Das zweite Weilimdorfer Tor erzielte Samir Genc (45.+1). Dass sich Stierle zudem über „zwei uns verweigerte klare Elfmeter“ aufregte? Es passte zu diesem Tag.
In der Tabelle bleiben Stierle und die Seinen trotz der Schlappe Zehnter. Sprich: an der Kante zur Abstiegszone. Am kommenden Samstag folgt für sie gleich die nächste schwere Aufgabe: Der Spielplan führt sie zum Vierten nach Oberensingen.
Weilimdorfer „Spieler des Spiels“
Samir Genc (Nominierungen: 3). Hohes Laufpensum, Antreiber im Weilimdorfer Mittelfeld. Erzielte mit einem schönen Linksschuss den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 2:3.
TSV Weilimdorf: Heske – Zinram-Kisch (72. Bouich), Bozoglu, Milenkovic – Krasniqi (60. Kasiar), Kuchler, Genc (90. Schieber), Küley, Scarcelli – Fara (78. Berretta), Baierle (60. Offei).
Spfr. Dorfmerkingen: Zech – Walter (75. Adler), Ochs, Camara, Schneider – Mango (84. Michel), Gunst, Marianek, Schwarzer (87. Schimmele) – Rodewald (81. Jablonski), Nietzer (78. Ehrmann).