Fußball-WM 2026
: Drama gegen Ägypten: Messi und Fernández retten Argentinien

Lionel Messi verschießt erneut einen Elfmeter – und rettet dann Argentinien. Mit seinem Tor zum Ausgleich hält er den Titelverteidiger gegen Ägypten im Spiel. Dann kommt Enzo Fernández.
Von
Tom Bachmann, red/dpa
Atlanta

Lionel Messi (r) verschießt einen Elfmeter, traf dann aber doch noch.

Martin Rickett/PA Wire/dpa
  • Argentinien drehte gegen Ägypten ein 0:2 in ein 3:2 und erreichte das Viertelfinale.
  • Messi verschoss in Hälfte eins einen Elfmeter, traf später zum 2:2 – Pfostentreffer per Freistoß.
  • Ägypten führte durch Ibrahim und Ziko, Tor von Ziko zuvor einmal nach VAR-Eingriff aberkannt.
  • Romero brachte Argentinien per Kopf zurück, Fernández erzielte in der Nachspielzeit das Siegtor.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Erst patzt Lionel Messi, dann rettet er den Weltmeister: In einem Fußball-Drama hat Argentinien auch dank seines Superstars das WM-Aus im Achtelfinale gerade noch verhindert. Nach einem Zwei-Tore-Rückstand drehte Argentinien das Spiel gegen Ägypten in der Schlussphase noch zu einem 3:2 (0:1) und darf weiter vom vierten Triumph träumen.
Messi (84. Minute), der in der ersten Hälfte einen Elfmeter verschossen hatte, und Cristian Romero (79.) hatten mit ihren Toren den ägyptischen Vorsprung durch Yasser Ibrahim (15.) und Mostafa Ziko (67.) zunächst ausgeglichen. Enzo Fernández sorgte in der Nachspielzeit mit dem Siegtor für unbändige Euphorie bei der Albiceleste (90.+2). Ägypten verpasste hingegen seine erstmalige Viertelfinal-Teilnahme bei einer WM.

Yasser Ibrahim (r) triff per Kopf für Ägypten.

Chris Carlson/AP/dpa

Trotz der Strapazen der 120 Minuten gegen Kap Verde stand Weltstar Messi wie angekündigt in der Startelf und es kam zum Duell mit dem fünf Jahre jüngeren Mohamed Salah. Doch wie immer heutzutage hielt sich Messis Laufarbeit in Grenzen, was die Argentinier nicht davon abhielt, fast jeden Angriff über den 39-Jährigen laufen zu lassen.

Ibrahim crasht zunächst die Messi-Party

Nach einer Viertelstunde des Aneinandergewöhnens platzte Ägypten plötzlich mit einer Flanke in die Messi-Party. Die landete auf dem Kopf von Ibrahim, der sich in der Luft gegen Lisandro Martínez viel zu leicht durchgesetzt hatte. Was folgte, war ägyptische Ekstase und argentinische Schockstarre. Diese hielt auch noch eine Weile an.

Denn als Haissem Hassan vier Minuten später Nicolás Tagliafico im Strafraum foulte und Schiedsrichter François Letexier Elfmeter pfiff, patzte ausgerechnet Messi. Mit einem unplatzierten Schuss in der 21. Minute machte er Mostafa Shobeir die Arbeit leicht. Es war bereits Messis zweiter verschossener Elfmeter in dieser Endrunde, zuvor hatte er gegen Österreich in der Gruppenphase nicht getroffen.

Und auch das ist ein Rekord, ohne den es bei Messi wohl nicht geht. Noch nie zuvor hatte ein Spieler bei einer WM zwei Elfmeter verschossen – Elfmetterschießen sind hier ausgenommen. Dennoch hätte Argentinien bereits vor der Pause ausgleichen müssen. Doch Alexis Mac Allister (28.) und Julian Álvarez (39.) wurden durch überragende Paraden von Shobeir im Jubel ausgebremst. Und Messi traf per Freistoß aus gut 25 Metern lediglich den Pfosten.

„Wir müssen träumen“

Der frühere Bundesliga-Profi Mohamed Zidan hatte vor dem Spiel betont, im Spiel der Ägypter dürfe es nicht um das Herz, sondern um die Disziplin gehen. „Wir dürfen vor dem Strafraum kein Foul machen“, sagte der 41-malige Nationalspieler bei MagentaTV. „Wir müssen träumen. Manchmal gehen Träume in Erfüllung.“

Mohamed Salah lenkte das Spiel der Ägypter.

Tom Weller/dpa

Dagegen hatten die Argentinier naturgemäß etwas. Doch die Mannschaft tat sich immer schwerer darin, zu Möglichkeiten zu kommen. Die Chancenflut zum Ende der ersten Hälfte ebbte massiv ab. Ägypten spielte seine Konter hingegen besser aus – und traf zum zweiten Mal. Doch im Vorfeld des Tores von Ziko (58.) hatte Marwan Attia Lisandro Martínez auf den Fuß getreten und der Treffer wurde nach Eingriff des Videoschiedsrichters zurückgenommen.

Argentinien schafft furioses Comeback

Salah und Co. ließen sich davon nicht entmutigen. Nicht einmal zehn Minuten später leitete der Star-Stürmer die nächste Umschaltmöglichkeit ein, trieb den Ball bis weit in die argentinische Hälfte. Dort nahm Salah Hassan auf der Außenbahn mit, der im Abwehrrücken eingelaufene Ziko musste nur noch den Fuß hinhalten. Und diesmal zählte es.

Argentinien steht im Viertelfinale der Fußball-WM.

Tom Weller/dpa

Romeros Kopfballtor ließ Argentinien in der Schlussphase wieder hoffen. Der Favorit drängte auf den Ausgleich – und kam ausgerechnet durch Messi zum 2:2. In der Nachspielzeit machte Fernández dann das furiose Comeback perfekt.