Fußball-WM: „Immer noch dämlich“ - warum sich Jürgen Klopp beim Bundestrainer entschuldigt

Jürgen Klopp (re.) und Thomas Müller begleiten die WM als Experten für einen Streamingdienst.
IMAGO/Bahho Kara- Klopp entschuldigt sich bei Nagelsmann für das Wort „noch“ in einer TV-Diskussion.
- Er sagte, er sei „immer noch dämlich“ – das Wort sei flapsig und ohne Relevanz gefallen.
- Anlass war die Debatte über die Startelf vor Deutschland gegen Curacao auf MagentaTV.
- Nagelsmann reagierte zuvor in der ARD sachlich und verwies auf seinen Auftrag.
- Klopp betonte: Er und sein Team stünden komplett hinter Nagelsmann und der Mannschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Er ging mit sich durchaus hart ins Gericht. „Ich werde übermorgen 59 und bin immer noch dämlich“, sagte Jürgen Klopp am Sonntagabend deutscher Zeit live auf MagentaTV. Für den Streamingdienst begleitet der frühere Coach von Borussia Dortmund und vom FC Liverpool die Fußball-WM in den USA. Und sorgte dabei schon für ordentlich Wirbel.
Im Vorfeld der Partie der deutschen Mannschaft gegen Curacao ging es um die mögliche Startelf. Und am Ende der Diskussion sagte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch.“ Es war dieses letzte kleine Wort, das danach große Wirkung entfaltete. Denn: Es suggeriert, dass die Zeit Nagelsmanns als Bundestrainer schon bald ablaufe. Besonders brisant ist dieser Zusammenhang, weil Klopp als potenzieller Nachfolger gilt.
Vor der Partie ist Julian Nagelsmann in der ARD darauf angesprochen worden - und sagte nur: „Mein Job ist es, die Mannschaft so einzustellen, dass wir eine gute WM spielen - und auch in der Lage sind, auch nach der WM gute Spiele zu machen.“ Sein Vertrag mit dem DFB gilt bis zur EM 2028. Nach der Partie war der Bundestrainer dann Interviewgast bei MagentaTV - und Klopp nutzte die Gelegenheit, um sich quasi zu entschuldigen.
„Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden“, sagte er - und nannte es auch: „Noch.“ Er hätte sich „dafür aufs Maul hauen können, aber da war es schon zu spät und ich war im Fernsehen. Ist so flapsig rausgerutscht und hat gar keine Relevanz“. Klopp, der heute für den Red-Bull-Konzern und dessen Fußballbereich tätig ist, betonte gegenüber Nagelsmann: „Wir sind komplett auf eurer Seite, was auch immer ihr damit macht. Nichts davon kommt, was den Ablauf hier stören soll.“
Zumindest nicht mehr.